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	<title>Vertrag von Nanjing Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Vertrag von Nanjing Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Die Ungleichen Verträge und ihre Folgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Chronik der Qing-Dynastie – Folge 17 Am 8. November 1843 trifft der erste britische Konsul, George Balfour, in Shanghai ein. Er mietet ein chinesisches Wohnhaus im Stadtzentrum, um von dort &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/die-ungleichen-vertraege-und-ihre-folgen/">Die Ungleichen Verträge und ihre Folgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.imperien-und-inseln.de/category/chronik-der-qing-dynastie/">Chronik der Qing-Dynastie – Folge 17</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 8. November 1843 trifft der erste britische Konsul, George Balfour, in Shanghai ein. Er mietet ein chinesisches Wohnhaus im Stadtzentrum, um von dort aus seine Tätigkeit aufzunehmen. Am 17. November wird der Hafen offiziell für den Außenhandel geöffnet. Diese Öffnung setzt die Bestimmungen des im August 1842 unterzeichneten Vertrags von Nanking um. Der Vertrag beendet den militärischen Konflikt zwischen Großbritannien und dem Qing-Reich, nachdem britische Truppen mehrere Küstenstädte besetzt und den Jangtse befahren hatten. Mit der Öffnung entsteht in Shanghai ein eigener Verwaltungsraum innerhalb des Qing-Reiches.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vertrag und Stadt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertrag von Nanking<sup data-fn="2e95817d-d319-402d-a1ca-10e6e75d8be2" class="fn"><a href="#2e95817d-d319-402d-a1ca-10e6e75d8be2" id="2e95817d-d319-402d-a1ca-10e6e75d8be2-link">1</a></sup> aus dem Jahr 1842 verpflichtet das Chinesen zur Öffnung von Kanton, Xiamen, Fuzhou, Ningbo und Shanghai. Britische Untertanen erhalten Niederlassungsrecht. Zölle werden festgeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden Jahren schließen auch die Vereinigten Staaten und Frankreich vergleichbare Verträge mit dem Qing-Reich. In ergänzenden Abkommen entsteht das Prinzip der Exterritorialität. Es wird 1843 und 1844 in weiteren Verträgen präzisiert und festgelegt. Untertanen der Vertragsmächte unterstehen fortan in China ihrer eigenen Gerichtsbarkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Shanghai bildet sich eine britische Niederlassung mit eigener Organisation. Grundstücke werden vermessen, Straßen angelegt, Mietverträge geschlossen. Qing-Behörden behalten formal die territoriale Oberhoheit. Innerhalb der Niederlassung übernehmen ausländische Beamte polizeiliche und gerichtliche Aufgaben. In der Stadt bestehen damit zwei Verwaltungsebenen mit unterschiedlichen Zuständigkeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Neue Machtverhältnisse im Handel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Öffnung der Häfen hebt das bisherige Kanton-System auf. Das staatlich regulierte Monopol weniger chinesischer Kaufmannshäuser endet. Britische Handelshäuser treten direkt mit chinesischen Produzenten in Verbindung. Dolmetscher und Mittelsmänner vermitteln zwischen beiden Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Shanghai knüpfen chinesische Kaufleute enge Beziehungen zu europäischen und amerikanischen Firmen. Sie organisieren Transporte und sichern Zahlungen ab. Silberströme verlagern sich. Küstenhandel und Binnenhandel verbinden sich enger mit dem internationalen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ausweitung des Handels nehmen auch Streitfälle zu. Schulden und Lieferverträge betreffen Akteure, die unterschiedlichen Rechtsordnungen unterstehen. Damit wird der Handel selbst zu einem Auslöser juristischer Konflikte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Recht im geteilten Raum</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="225" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20250314_130435-Kopie-300x225.jpg" alt="" class="wp-image-6936" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20250314_130435-Kopie-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20250314_130435-Kopie-1024x768.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20250314_130435-Kopie-768x576.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20250314_130435-Kopie-1536x1152.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_20250314_130435-Kopie.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Britische Architektur in Shanghai, The Bund, 2025</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Exterritorialität schafft parallele Rechtsräume. Ein britischer Kaufmann, der in Shanghai einen Konflikt mit einem chinesischen Händler austrägt, erscheint vor dem britischen Konsulargericht. Chinesische Beteiligte unterstehen weiterhin Qing-Gerichten. In gemischten Fällen klären ausländischer Vertreter und lokaler Magistrat von Fall zu Fall, wer zuständig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zuständigkeitsfragen betreffen auch einfache Stadtbewohner. Gerät ein chinesischer Arbeiter in einen Streit mit einem ausländischen Vorgesetzten, kann der Magistrat das Verfahren nicht allein führen. Festnahmen von Angehörigen der Vertragsmächte erfordern die Mitwirkung ihrer Vertretung. Für Bewohner der Stadt wird damit sichtbar, dass Rechtsprechung vom jeweiligen Beteiligten abhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Exterritorialität bildet zugleich die Grundlage für die Tätigkeit christlicher Missionare.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Missionare und neue soziale Räume</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Folgeverträgen stehen christliche Missionare unter dem Schutz ihrer jeweiligen nationalen Vertretung. In den Hafenstädten entstehen Kirchen und Schulen; Druckereien verbreiten religiöse Schriften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt es zu Konflikten zwischen Missionaren und lokalen Behörden, wenden sich die Betroffenen an ihre Vertretung. Ein Missionar, der früher vor dem chinesischen Magistrat erscheinen musste, fällt nun unter die Zuständigkeit seiner eigenen Gerichte. Auch chinesische Konvertiten suchen diesen Schutz. Streitfälle, die zuvor innerhalb der Stadt entschieden wurden, gelangen dadurch auf die Ebene diplomatischer Korrespondenz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verwaltung unter Druck</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach 1843 bleibt die Zollverwaltung in Qing-Hand. In Shanghai ist der Taotai für die Erhebung der Zölle verantwortlich. Die vertraglich festgelegten Tarife begrenzen seinen Spielraum. Einnahmen fließen weiterhin an Provinz- und Zentralregierung, doch Kontrolle über Händler der Vertragsmächte ist eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Qing-Verwaltung kann in den Küstenstädten weiter agieren. Ihr direkter Zugriff auf Angehörige der Vertragsmächte bleibt begrenzt. Erst während des Taiping-Aufstands, als 1853 die lokale Verwaltung in Shanghai zusammenbricht, entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen chinesischen und ausländischen Beamten, aus der später der Imperial Maritime Customs Service hervorgeht. In den 1840er Jahren liegt die Zollhoheit noch bei den Qing-Behörden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine veränderte Küste</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bis in die 1850er Jahre hinein entwickeln sich die Vertragshäfen zu eigenständigen urbanen Zentren. Neue Wohnviertel entstehen. Werften und Lagerhäuser verändern das Stadtbild. Chinesische Arbeitskräfte finden Beschäftigung bei Firmen der Vertragsmächte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verträge bilden den rechtlichen Rahmen dieser Entwicklung. Qing-Herrschaft bleibt in den Küstenstädten präsent. Zugleich besteht dort eine fremde Rechtsordnung, die von den Vertretungen der Vertragsmächte selbst angewendet und vollzogen wird.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="490" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/image-1024x490.png" alt="" class="wp-image-6937" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/image-1024x490.png 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/image-300x144.png 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/image-768x368.png 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/image.png 1535w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Shanghai 1843, Gemälde im Shanghai Museum</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Helweg Schmidt-Glinzer (2024): <a href="https://amzn.to/4kXCTnY">Das neue China: Vom Untergang des Kaiserreichs bis zur Gegenwart</a>.*</p>



<p class="wp-block-paragraph">John K. Fairbank (1978): <a href="https://amzn.to/3ZXuWp5">The Cambridge History of China: Volume 10, Late Ch&#8217;ing 1800 1911, Part 1</a>.*</p>



<p class="wp-block-paragraph">John K. Fairbank (1980): <a href="https://amzn.to/4l368Wn">The Cambridge History of China: Volume 11, Late Ch&#8217;ing, 1800 1911, Part 2</a>.*</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jonathan D. Spence(2024):&nbsp;<em><a href="https://amzn.to/4qVwtH2">The Search for Modern China</a></em>.* Buch oder Audiobook.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Unterzeichnung des Vertrages von Nanking an Bord der&nbsp;HMS Cornwallis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Abbildungen eigene Aufnahmen und gemeinfrei.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fußnoten</h3>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="2e95817d-d319-402d-a1ca-10e6e75d8be2">Nanking ist eine ältere Umschrift des chinesischen Stadtnamens 南京 (&#8222;Südliche Hauptstadt) und wird häufig bei historischen Begebenheiten genutzt. Heute setzt man das Pinying-System ein um die Laute korrekt darzustellen. Die Stadt wird nun &#8222;Nanjing&#8220; genannt. <a href="#2e95817d-d319-402d-a1ca-10e6e75d8be2-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/die-ungleichen-vertraege-und-ihre-folgen/">Die Ungleichen Verträge und ihre Folgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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		<title>Der Opiumkrieg 1839–1842</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Chronik der Qing-Dynastie – Folge 16 Im Herbst 1838 erreichen den Kaiserhof in Peking alarmierende Berichte aus dem Süden. Provinzbeamte melden steigenden Opiumkonsum unter Soldaten und Verwaltungsangestellten. Neben gesellschaftlichen Folgen &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/der-opiumkrieg-1839-1842/">Der Opiumkrieg 1839–1842</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.imperien-und-inseln.de/category/chronik-der-qing-dynastie/">Chronik der Qing-Dynastie – Folge 16</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Herbst 1838 erreichen den Kaiserhof in Peking alarmierende Berichte aus dem Süden. Provinzbeamte melden steigenden Opiumkonsum unter Soldaten und Verwaltungsangestellten. Neben gesellschaftlichen Folgen hat dies Auswirkungen auf die Ökonomie: die Silberpreise schwanken und die Steuereinnahmen geraten ins Rutschen. Der Kaiser Daoguang beruft eine Beratung ein. Einige Beamte plädieren für Legalisierung und Besteuerung, um Kontrolle zurückzugewinnen. Andere fordern die strikte Durchsetzung des bestehenden Verbots.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kaiser entscheidet sich für Repression. Im Dezember 1838 ernennt er Lin Zexu zum kaiserlichen Sonderkommissar für Guangdong und stattet ihn mit weitreichenden Vollmachten aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lin Zexu in Kanton</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im März 1839 trifft Lin in Kanton ein. Bereits wenige Tage nach seiner Ankunft erlässt er ein Ultimatum. Er fordert die ausländischen Kaufleute im sogenannten Faktoreienviertel, dem abgegrenzten Handelsbezirk für Ausländer, auf, sämtliche Opiumvorräte auszuliefern. Noch im selben Monat werden die Händler faktisch unter Hausarrest gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zähen Verhandlungen übergeben britische Kaufleute schließlich 19.187 Kisten und 2.119 Säcke Opium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Mai und Juni 1839 wird die beschlagnahmte Ware bei Humen öffentlich vernichtet. Arbeiter öffnen die Kisten, mischen das Opium mit Kalk und Salz und leiten die Masse über Kanäle ins Meer. Die Aktion dauert mehrere Wochen und wird von Beamten protokolliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lin richtet zugleich ein Schreiben an die britische Regierung. Er argumentiert, dass China den Handel mit einer verbotenen Droge nicht dulden könne und erwartet, dass britische Untertanen chinesisches Recht respektieren. Eine offizielle Antwort bleibt aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">London entscheidet sich für militärischen Druck</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Großbritannien wird die Zerstörung der Ware als Eingriff in Eigentumsrechte gewertet. Die Nachricht trifft auf ein Parlament, das seit Jahren auf eine erzwungene Handelsöffnung in China drängt. Kaufleute fordern Entschädigung, Abgeordnete sehen die Chance auf dauerhaften Marktzugang. Außenminister Palmerston setzt auf militärischen Druck, um gesicherte Handelsbedingungen durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer 1840 erreicht eine britische Flotte die chinesische Küste. Sie besteht aus Kriegsschiffen mit moderner Artillerie sowie mehreren Dampfschiffen, die unabhängig vom Wind manövrieren können.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="960" height="517" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Chinese_soldiers_with_gingals.jpg" alt="" class="wp-image-6917" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Chinese_soldiers_with_gingals.jpg 960w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Chinese_soldiers_with_gingals-300x162.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Chinese_soldiers_with_gingals-768x414.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption">Chinesische Soldaten in einer zeitgenössischen Abbildung, 1843</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Militärische Konfrontation</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die britischen Schiffe blockieren zunächst die Mündung des Perlflusses. Danach operieren sie entlang der Küste und bedrohen Städte in Zhejiang. Ziel ist es, den Hof unter unmittelbaren Handlungszwang zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Qing-Verteidigung ist regional organisiert. Küstenforts verfügen über ältere Geschütze mit geringerer Reichweite. Die Koordination zwischen Land- und Seestreitkräften bleibt unzureichend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Herbst 1840 wird Lin Zexu abgesetzt und nach Norden zurückbeordert. Der Hof macht ihn für die Eskalation verantwortlich, obwohl er nach kaiserlichem Auftrag gehandelt hatte. Sein Nachfolger Qishan versucht durch Verhandlungen Zeit zu gewinnen. Die britische Führung verlangt jedoch weitergehende Zugeständnisse, die Qishan ohne Zustimmung des Hofes nicht gewähren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis. Anfang 1841 nehmen die britischen Streitkräfte ihre Operationen wieder auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gleichen Jahr kommt es zu Gefechten bei den Bogue-Forts am Perlfluss. Die Befestigungen fallen nach Beschuss. Britische Truppen besetzen Teile von Kanton, ziehen sich jedoch zeitweise wieder zurück, während erneut verhandelt wird.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="641" height="1024" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/First_Opium_War_1839-42_Conflict_Overview_DE.svg_-641x1024.png" alt="" class="wp-image-6916" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/First_Opium_War_1839-42_Conflict_Overview_DE.svg_-641x1024.png 641w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/First_Opium_War_1839-42_Conflict_Overview_DE.svg_-188x300.png 188w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/First_Opium_War_1839-42_Conflict_Overview_DE.svg_-768x1226.png 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/First_Opium_War_1839-42_Conflict_Overview_DE.svg_.png 960w" sizes="auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px" /></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Der Vormarsch nach Norden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">1842 verlagert sich der Krieg an den Jangtse. Britische Schiffe nehmen strategische Positionen ein, darunter Zhenjiang. Die Kontrolle über den Fluss bedroht die Getreideversorgung des Nordens und den innerchinesischen Handel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Gefahr für Nanjing wächst der Handlungsdruck auf den Hof. Angesichts der technischen Überlegenheit der britischen Flotte erscheint militärischer Widerstand aussichtslos.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Vertrag von Nanjing</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. August 1842 unterzeichnen Vertreter der Qing-Regierung und Großbritanniens den Vertrag von Nanjing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Häfen werden für den britischen Handel geöffnet: Kanton, Xiamen, Fuzhou, Ningbo und Shanghai. Hongkong wird abgetreten. Eine Entschädigung von 21 Millionen Silberdollar wird vereinbart, zahlbar in Raten. Zölle werden im Vertrag festgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zusatzabkommen erhalten britische Staatsangehörige konsularische Gerichtsbarkeit. Vergehen britischer Bürger werden vor britischen Gerichten verhandelt. Andere westliche Mächte sichern sich in den folgenden Jahren vergleichbare Rechte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Folgen für das Reich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entschädigungszahlungen belasten die Staatskasse erheblich. Bereits der Krieg gegen den Weißen Lotus hatte hohe Summen verschlungen. Nun müssen zusätzliche Mittel aufgebracht werden. Provinzen erhöhen Abgaben oder verschieben Zahlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den geöffneten Hafenstädten entstehen dauerhafte ausländische Niederlassungen mit eigener Infrastruktur. Chinesische Kaufleute schließen Verträge direkt mit britischen Firmen, ohne kaiserliche Vermittlung oder Aufsicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Beamtenapparat beginnt eine Diskussion über militärische Reformen. Einige Gouverneure fordern moderne Werften und verbesserte Artillerie. Andere betonen administrative Disziplin und setzen auf innere Erneuerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg von 1839 bis 1842 ist eine erzwungene Öffnung durch militärischen Druck. Er dient der Durchsetzung von Handelsverträgen und zeigt, dass das Reich auf eine maritime Kriegführung dieser Art nicht vorbereitet war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige Jahre später wird das Reich von einem inneren Aufstand erfasst, dessen Ausmaß den Konflikt mit Großbritannien weit übertrifft.</p>



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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="567" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Illustrirte_Zeitung_1843_06_008_3_Englische_Factoreien_in_Canton.png" alt="" class="wp-image-6915" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Illustrirte_Zeitung_1843_06_008_3_Englische_Factoreien_in_Canton.png 870w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Illustrirte_Zeitung_1843_06_008_3_Englische_Factoreien_in_Canton-300x196.png 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Illustrirte_Zeitung_1843_06_008_3_Englische_Factoreien_in_Canton-768x501.png 768w" sizes="auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px" /><figcaption class="wp-element-caption">Union Jack über englische Faktoreien in Kanton</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Helweg Schmidt-Glinzer (2024): <a href="https://amzn.to/4kXCTnY">Das neue China: Vom Untergang des Kaiserreichs bis zur Gegenwart</a>.*</p>



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<p class="wp-block-paragraph">John K. Fairbank (1980): <a href="https://amzn.to/4l368Wn">The Cambridge History of China: Volume 11, Late Ch&#8217;ing, 1800 1911, Part 2</a>.*</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Zerstörung chinesischer Kriegs-Dschunken, Anson&#8217;s Bay, 7.&nbsp;Januar&nbsp;1841.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karte: Wikimedia Commons, Philg88. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Abbildungen gemeinfrei.</p>
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