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	<title>Jangtse Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Jangtse Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Xiangyang 1273 – Die Belagerung am Han-Fluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 15:35:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Xiangyang und Fancheng sperrten den mongolischen Zugang vom Han-Fluss zum Jangtse. Ab 1268 verschärften die Angreifer die Belagerung und setzten eigene Schiffe gegen die Versorgung der Städte ein. Schwere Gegengewichtsschleudern trugen 1273 zum Fall Fanchengs und zur Aufgabe Xiangyangs bei. Lü Wenhuan trat in Khubilais Dienste und unterstützte den weiteren Vormarsch gegen die Song.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/xiangyang-1273-die-belagerung-am-han-fluss/">Xiangyang 1273 – Die Belagerung am Han-Fluss</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Yuan_Folge_11_xiangyang.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Lü Wenhuan gab Xiangyang 1273 auf. Auf der anderen Seite des Han-Flusses war Fancheng bereits gefallen. Jahrelang hatten die beiden befestigten Städte den mongolischen Vormarsch aufgehalten. Nun stand ihr Verteidiger vor einem Gegner, der die Versorgung über den Fluss unterbrochen und die Mauern mit schweren Wurfmaschinen angegriffen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergabe betraf weit mehr als eine Garnison. Xiangyang und Fancheng sicherten einen Zugang aus dem Norden in das Flussgebiet des Jangtse. Solange die Song diese Stellung hielten, konnte Khubilai seine Truppen nicht ungehindert über den Han-Fluss nach Süden führen. Der Fall der Städte veränderte die Voraussetzungen für den weiteren Krieg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Fluss als Verteidigungslinie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Han-Fluss mündet bei dem heutigen Wuhan in den Jangtse. An seinem mittleren Lauf lagen Xiangyang und Fancheng einander gegenüber. Ihre Befestigungen schützten die Übergänge und ermöglichten es den Verteidigern, mit Schiffen Verbindung zu anderen Song-Gebieten zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Armee, die aus dem Norden kam, war dies ein Hindernis anderer Art als die offenen Ebenen Nordchinas. Ein schneller Vorstoß konnte das Umland verwüsten. Eine dauerhafte Eroberung erforderte aber die Kontrolle über Flussufer und Transportwege. Reiterei allein konnte eine Garnison, die über das Wasser Nachschub erhielt, nicht zuverlässig aushungern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lü Wenhuan gehörte zu einer Familie, deren Angehörige wichtige militärische Ämter im Song-Reich besetzten. Seine Stellung beruhte auf den Truppen und Vorräten der Grenzverteidigung. Für den Hof war die Region so bedeutend, dass ihr Verlust die Verteidigung weit dahinterliegender Gebiete gefährdete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Angreifer lernen den Flusskrieg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf mongolischer Seite wirkte Liu Zheng, der zuvor den Song gedient hatte. Er kannte die Kriegführung im Flussgebiet und trug dazu bei, den Angreifern die Bedeutung einer eigenen Flotte zu verdeutlichen. Der mongolische Befehlshaber Aju konnte dadurch auf Kräfte zurückgreifen, die den Verteidigern auch auf dem Wasser entgegentraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mongolen beschäftigten zahlreiche Soldaten und Fachleute aus Nordchina. Sie nutzten deren Erfahrung, um Schiffe zu bauen und Flussoperationen vorzubereiten. Khubilais Krieg gegen die Song wurde damit von Truppen geführt, deren Herkunft und Ausbildung weit über die Reiterverbände der Steppe hinausgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1268 zogen die Angreifer den Belagerungsring enger. Sie bauten Stellungen im Umland und suchten die Zufahrten über den Fluss zu sperren. Die Verteidiger konnten die Versorgung zeitweilig aufrechterhalten, doch jede Lieferung musste an den feindlichen Kräften vorbeikommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Entsatzangriff war besonders aufwendig. Er benötigte Soldaten, die gegen die Belagerer vorgingen, und Schiffe, die Lebensmittel bis an die eingeschlossenen Städte brachten. Die Nachricht, dass Hilfe unterwegs war, füllte noch keinen Vorratsspeicher. Sie musste erst gegen einen Gegner durchgesetzt werden, der sich auf diesen Wegen festgesetzt hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jahre des Wartens</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Song-Hof schickte Unterstützung, konnte die Belagerung aber nicht dauerhaft aufbrechen. Größere Unternehmungen scheiterten. Auch einzelne erfolgreiche Durchbrüche mit Versorgungsschiffen änderten wenig daran, dass die Zugänge immer gefährlicher wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lü Wenhuan bedeutete der lange Widerstand einen wachsenden Verlust an Handlungsmöglichkeiten. Solange beide Städte hielten, konnten ihre Garnisonen sich auf die gemeinsame Verteidigung stützen. Doch ihre Vorräte waren begrenzt. Jeder fehlgeschlagene Entsatz verschärfte die Frage, wie lange der Hof noch helfen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Lin&#8217;an, der Song-Hauptstadt, verband sich der Krieg mit Streit über die Verantwortlichen. Der führende Minister Jia Sidao musste erklären, weshalb die großen Anstrengungen die bedrohte Stellung nicht befreiten. Die Entscheidungen am Hof und die Lage vor den Mauern blieben dabei voneinander abhängig: Die Garnison brauchte Hilfe, während ihre fortgesetzte Verteidigung dem Hof überhaupt erst Zeit für neue Vorbereitungen verschaffte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die schweren Wurfmaschinen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Phase setzten die Angreifer schwere Gegengewichtsschleudern ein. Fachleute aus dem westasiatischen Machtbereich der Mongolen halfen bei ihrem Bau. Solche Maschinen nutzten ein herabfallendes Gegengewicht, um den Wurfarm zu beschleunigen. Sie konnten schwere Geschosse gegen Befestigungen schleudern.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="197" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/image-10-197x300.png" alt="" class="wp-image-8594" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/image-10-197x300.png 197w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/image-10.png 400w" sizes="(max-width: 197px) 100vw, 197px" /><figcaption class="wp-element-caption">Chinesische Trebuchet, 14. Jhdt.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Belagerungsmaschinen waren in China bereits lange bekannt. Neu war hier der Einsatz einer anderen, besonders wirkungsvollen Bauart unter den Bedingungen dieser Belagerung. Der Zugriff auf westasiatische Spezialisten machte sichtbar, wie die verschiedenen Eroberungen der Mongolen militärisches Wissen zusammenführten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1273 eroberten die Angreifer Fancheng. Die Stadt erlitt schwere Zerstörungen und die Bevölkerung wurde von der Gewalt der Sieger getroffen. Damit verlor Xiangyang den wichtigsten gegenüberliegenden Stützpunkt. Die schwere Belagerungstechnik konnte nun auch gegen die verbliebene Stadt gerichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lü Wenhuan verhandelte. Er übergab Xiangyang und trat anschließend in Khubilais Dienste. Der neue Herrscher benötigte Männer, die die Verteidigungsanlagen und militärischen Familien der Song kannten. Für den bisherigen Befehlshaber eröffnete die Unterwerfung die Möglichkeit, seine Stellung unter einem anderen Kaiser fortzusetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Weg in das Song-Reich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Xiangyang und Fancheng besaßen die Mongolen einen Zugang zum Han-Fluss, den sie für weitere Operationen nutzen konnten. Soldaten und Schiffe ließen sich nun auf den Vorstoß zum Jangtse ausrichten. Die jahrelange Bindung vor den beiden Städten war beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Song hatten nicht einfach eine Mauer verloren, hinter der das Reich unverändert weiterbestand. Sie mussten ihre Verteidigung auf neue Linien zurücknehmen. Andere Kommandeure kannten Lü Wenhuans Entscheidung und wussten, dass ein Übertritt in mongolische Dienste möglich war. Die Verbindung von militärischem Druck und dem Angebot, weiter ein Amt auszuüben, schwächte den Widerstand auch jenseits des eroberten Gebietes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lü Wenhuan begleitete den weiteren Vormarsch auf der Seite der Sieger. Seine Kenntnisse hatten zuvor den Schutz eines Zugangs zum Song-Reich ermöglicht. Nun halfen sie einem Heer, das diesen Zugang in der entgegengesetzten Richtung benutzte.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<ul class="wp-block-list">
<li>Franke, H. &amp; Twitchett, D. (1994): <a href="https://amzn.to/4jXv15l">The Cambridge History of China, Vol. 06: Alien Regimes and Border States, 907-1368</a>.*</li>



<li>Weatherford, J. (2005): <a href="https://amzn.to/4qtYIxe">Genghis Khan and the Making of the Modern World</a>.*</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Flussschiff der Song-Dynastie mit Xuanfeng-Traktionskatapult aus dem Wujing Zongyao, der Ausgabe von 1510 aus der Ming-Dynastie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Bilder gemeinfrei.</p>
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			</item>
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		<title>Möngke vor Diaoyu – Der Tod des Großkhans</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 15:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Möngke führte 1259 selbst den Feldzug gegen die Song in Sichuan. Wang Jians Soldaten hielten die Festung Diaoyu gegen die mongolischen Angriffe. Im August starb der Großkhan im Lager; seine Todesursache bleibt unsicher. Sein Tod unterbrach die mongolischen Feldzüge und leitete den Nachfolgestreit zwischen Khubilai und Ariq Böke ein.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Möngkes Soldaten kamen 1259 vor der Festung Diaoyu in Sichuan zum Stehen. Der Großkhan hatte den Feldzug persönlich übernommen. Die Einnahme befestigter Orte sollte seinen Heeren den Weg durch das obere Flussgebiet des Jangtse öffnen. Doch über dem Jialing-Fluss behaupteten sich die Verteidiger unter Wang Jian. Der mongolische Herrscher blieb mit seiner Armee vor einer Stellung, die sich weder durch einen raschen Angriff noch durch die bloße Anwesenheit des Großkhans zur Aufgabe bewegen ließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer starb Möngke im Lager. Die Nachricht veränderte den Krieg gegen die Song, bevor eine militärische Entscheidung gefallen war. Denn mit dem Tod des Mannes, dem die Heere unterstanden, wurde die Frage nach ihrem nächsten Befehlshaber zur Frage nach dem nächsten Herrscher des Reiches.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Enkel Dschingis Khans übernimmt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Möngke war ein Sohn Toluis und damit ein Enkel Dschingis Khans. Er gelangte 1251 nach heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der Herrscherfamilie an die Spitze des Mongolenreiches. Zuvor hatten mit Ögödei und dessen Sohn Güyük zwei Herrscher eines anderen Familienzweiges den Großkhantitel getragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zustimmung einflussreicher Fürsten gab Möngke die Möglichkeit, seine Gegner nach der Erhebung zu entmachten. Gegen Angehörige der unterlegenen Gruppen wurde mit großer Härte vorgegangen. Der Wechsel betraf damit die Vergabe von Ämtern ebenso wie die Stellung einzelner Familien innerhalb des Reiches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möngke wollte die Abgaben aus den eroberten Gebieten zuverlässiger erfassen. Seine Beauftragten registrierten Haushalte und überprüften bestehende Forderungen. Wer Soldaten aufstellen oder einen Feldzug versorgen sollte, musste wissen, woher die Mittel kamen. Dabei trafen die Anordnungen des Großkhans auf Fürsten, die eigene Einkünfte und Gefolgsleute besaßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Brüder erhielten weitreichende Aufgaben. Hülegü zog nach Westasien. Khubilai wurde vor allem im chinesischen Raum tätig. Möngke verteilte die Kriegsschauplätze unter engsten Angehörigen und hielt an dem Anspruch fest, ihre Unternehmungen von der Spitze des Reiches aus zu lenken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Weg um die Song herum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die südlichen Song verfügten über dicht besiedelte Landschaften, deren Flüsse den Verteidigern Transportwege und den Angreifern Hindernisse boten. Die Mongolen konnten dort mit Reiterheeren in das offene Land vorstoßen. Für dauerhafte Erfolge mussten sie aber Städte und Übergänge halten, an denen sich neue Truppen und Vorräte sammeln ließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1253 führte Khubilai einen Feldzug nach Dali im heutigen Yunnan. Die Eroberung brachte den Mongolen ein weiteres Königreich und eröffnete Zugänge südwestlich der Song. Das neue Gebiet ließ sich allerdings nur schrittweise sichern. Lokale Herrscher blieben wichtig, weil mongolische Garnisonen die Täler und Bergregionen nicht überall selbst kontrollieren konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff gegen die Song sollte von mehreren Seiten erfolgen. Möngke rückte in Sichuan vor, während andere Verbände weiter östlich oder aus dem Süden operierten. Die Verteidiger sollten ihre Kräfte aufteilen müssen. Zugleich mussten die mongolischen Heere über weite Entfernungen hinweg zusammenarbeiten, obwohl Gelände und Wasserstände ihr Tempo unterschiedlich beeinflussten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Festungen von Sichuan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Song hatten in Sichuan aus früheren Angriffen gelernt. Ihre Kommandeure bezogen befestigte Stellungen auf Höhen, die den Zugang zu wichtigen Flusswegen beherrschten. Dort konnten sie Vorräte konzentrieren und Angreifer zwingen, auf ungünstigem Gelände zu kämpfen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="225" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Fishingtown-225x300.jpg" alt="" class="wp-image-8577" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Fishingtown-225x300.jpg 225w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Fishingtown.jpg 768w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der steile Zugang zu Festung Diaoyu, 2006</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Diaoyu lag im Raum des heutigen Hechuan in Chongqing. Die erhöhte Stellung erlaubte den Verteidigern, die Annäherung des Gegners zu beobachten. Für die Mongolen bedeutete das, dass sie den Vorteil ihrer Beweglichkeit nur begrenzt einsetzen konnten. Ein Heer konnte an einer solchen Festung vorbeiziehen; blieb die Garnison kampffähig, bedrohte sie aber Verbindungen im Rücken der Angreifer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Wang Jians Führung hielten die Verteidiger den wiederholten Angriffen von Möngkes Truppen stand. Während sich die Belagerung über Monate hinzog, erschwerte Regen das Leben im mongolischen Lager und belastete die Versorgung. Unter den Soldaten traten zugleich Krankheiten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, vor der Festung zu bleiben, band auch den Herrscher selbst an diese Schwierigkeiten. Möngke befand sich nicht in einer weit entfernten Residenz, aus der er Ersatz schicken konnte, während ein General das unmittelbare Risiko trug. Sein Lager war Teil des belagernden Heeres.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Nachricht verlässt das Feldlager</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Möngke starb im August 1259. Über seine Todesursache gibt es verschiedene Berichte. Die Erkrankungen im Heer machen einen Tod durch Krankheit plausibel; andere Überlieferungen verbinden sein Ende mit einer Verwundung. Eine eindeutig gesicherte Erklärung lässt sich daraus nicht gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Verteidiger war entscheidend, dass der Angriff seinen wichtigsten Träger verlor. Die Mongolen konnten den Feldzug nicht einfach unter unveränderten Bedingungen fortsetzen. Ihre Heerführer mussten die Lage in Sichuan gegen das abwägen, was nun in der Steppe und an den Höfen der Prinzen geschehen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Khubilai kämpfte zu dieser Zeit selbst gegen die Song. Als ihn die Nachricht erreichte, musste auch er seine Absichten neu bestimmen. Ein militärischer Erfolg im Süden konnte ihm Ansehen bringen. Blieb er jedoch zu lange fern, konnten andere Fürsten die Erhebung eines neuen Großkhans vorbereiten, ohne dass er rechtzeitig eingriff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den jüngsten Bruder Ariq Böke war die Lage anders. Er hielt sich im mongolischen Kernland auf und besaß dort unmittelbaren Zugang zu wichtigen Teilen des Hofes. Die Brüder gingen mit unterschiedlichen Truppen und Verbindungen in die Nachfolgeauseinandersetzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Aufschub für die Song</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Song-Hof gewann Zeit. Seine Kommandeure hatten ein Heer aufgehalten, dessen Sieg den westlichen Zugang zum Reich weiter gefährdet hätte. Zugleich löste sich die Bedrohung nicht auf: Die Mongolen hielten an ihrem Anspruch fest und verfügten über Stützpunkte, von denen neue Feldzüge ausgehen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod eines Großkhans beendete deshalb den Eroberungswillen seiner Familie nicht. Er unterbrach aber die Zusammenarbeit jener Männer, die den Krieg bisher auf verschiedenen Schauplätzen geführt hatten. 1260 ließen sich sowohl Khubilai als auch Ariq Böke zum Großkhan erheben. Die Truppen und Vorräte, die gegen die Song hätten eingesetzt werden können, wurden nun auch für den Kampf zwischen den Brüdern gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diaoyu blieb nach Möngkes Tod in den Händen der Song. Die Festung überstand damit den Feldzug des Großkhans und behielt ihre Bedeutung noch lange, während anderswo neue Armeen gegen das südliche Reich aufgestellt wurden.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<ul class="wp-block-list">
<li>Franke, H. &amp; Twitchett, D. (1994): <a href="https://amzn.to/4jXv15l">The Cambridge History of China, Vol. 06: Alien Regimes and Border States, 907-1368</a>.*</li>



<li>Weatherford, J. (2005): <a href="https://amzn.to/4qtYIxe">Genghis Khan and the Making of the Modern World</a>.*</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Audienz bei Möngke in Diaoyu, 1438.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Bilder gemeinfrei.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Suzhou 1367 – Der Fall Zhang Shichengs</title>
		<link>https://www.imperien-und-inseln.de/chronik-der-ming-dynastie/suzhou-1367-der-fall-zhang-shichengs/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Dezember 1366 schlossen die Truppen Zhu Yuanzhangs den Ring um Suzhou. Vor den Mauern entstanden befestigte Stellungen, von denen aus Geschütze die Stadt unter Feuer nehmen konnten. Innerhalb der &#8230; </p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/09/Ming_Suzhou_1367-1.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Dezember 1366 schlossen die Truppen Zhu Yuanzhangs den Ring um Suzhou. Vor den Mauern entstanden befestigte Stellungen, von denen aus Geschütze die Stadt unter Feuer nehmen konnten. Innerhalb der Befestigungen hielt Zhang Shicheng seine Soldaten zusammen und führte wiederholt Ausfälle gegen die Belagerer. Neun Monate lang gelang es ihm, seine Hauptstadt zu behaupten. Erst am 1. Oktober 1367 brachen Zhus Truppen durch die Mauern. Für Zhang endete damit eine Karriere, die ihn vom Salzschmuggler zu einem der mächtigsten Männer im Jangtse-Delta geführt hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Salzschmuggler baut eine Herrschaft auf</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="216" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/ZhangShicheng-216x300.jpg" alt="" class="wp-image-7965" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/ZhangShicheng-216x300.jpg 216w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/ZhangShicheng.jpg 254w" sizes="(max-width: 216px) 100vw, 216px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zhang Shicheng (1321-1367)</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Zhang Shicheng stammte aus dem Gebiet von Taizhou nördlich des Jangtse und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst im Salzhandel. Das staatliche Salzmonopol machte den privaten Handel lukrativ und gefährlich zugleich. Zhang und seine Brüder transportierten Salz auf den Wasserwegen der Region und bauten dabei ein Netz von Gefolgsleuten auf. Einen Teil ihrer Einnahmen verteilten sie unter Freunden und Anhängern, was Zhang früh eine eigene Gefolgschaft verschaffte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Yuan-Regierung in den 1350er Jahren immer größere Gebiete verlor, wuchs aus diesem Umfeld eine bewaffnete Bewegung. Zhang nahm Städte ein und kontrollierte schließlich einen der reichsten Räume Chinas. Sein Herrschaftsgebiet erstreckte sich um Suzhou sowie über Teile des Jangtse-Deltas und reichte bis in die Umgebung von Hangzhou. Die dicht besiedelte Region verfügte über ertragreiche Landwirtschaft und ein weit verzweigtes Netz von Kanälen, auf denen Getreide und andere Waren transportiert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Suzhou wurde zum Zentrum seiner Herrschaft. Zhang richtete dort einen Hof ein und gewann Gelehrte für seine Verwaltung. 1363 nahm er den Titel König von Wu an. Damit erhob er einen Anspruch, der unmittelbar mit Zhu Yuanzhang kollidierte, denn auch der führte seit 1364 diesen Titel. Im unteren Jangtse standen sich nun zwei Herrscher von Wu gegenüber.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nach Poyang richtet Zhu den Blick nach Osten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sieg über Chen Youliang auf dem Poyang-See hatte das Kräfteverhältnis verändert. Zhu Yuanzhang konnte die Gebiete seines besiegten Rivalen übernehmen und gewann dadurch zusätzliche Truppen. Zhang Shicheng blieb nun sein stärkster Konkurrent im Osten. Die Auseinandersetzung zwischen beiden hatte bereits Jahre gedauert, doch nach 1363 verfügte Zhu über deutlich größere Mittel für einen entscheidenden Feldzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zhus Generäle Xu Da und Chang Yuchun konzentrierten sich zunächst auf Zhangs äußere Stützpunkte. Ende 1365 begannen sie, seine Positionen im Huai-Gebiet einzunehmen. Danach rückten sie in das Jangtse-Delta vor. Bis Ende 1366 waren Huzhou südlich des Tai-Sees und Hangzhou gefallen oder hatten sich ergeben. Damit verlor Zhang wichtige Gebiete rund um seine Hauptstadt, während Zhus Armeen Suzhou immer enger umschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vorgehen folgte einer klaren militärischen Logik. Suzhou sollte erst angegriffen werden, nachdem die Verbindungen zu Zhangs übrigen Gebieten weitgehend abgeschnitten waren. Seine Hauptstadt musste sich dadurch zunehmend aus den eigenen Vorräten versorgen und konnte kaum noch auf Entsatz von außen hoffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vor den Mauern von Suzhou</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="282" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Guang_yu_tu_-_er_juan_LOC_2008623187-1-282x300.jpg" alt="" class="wp-image-7968" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Guang_yu_tu_-_er_juan_LOC_2008623187-1-282x300.jpg 282w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Guang_yu_tu_-_er_juan_LOC_2008623187-1-767x816.jpg 767w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Guang_yu_tu_-_er_juan_LOC_2008623187-1.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Übersichtskarte der kaiserlichen Verteidigungsanlagen Chinas während der Ming-Dynastie</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 1366 begann die eigentliche Belagerung. Suzhou besaß Stadtmauern und ein Netz von Wasserwegen, das die Verteidigung erleichterte. Zhang Shicheng verteidigte die Stadt aktiv. Er führte selbst Ausfälle und versuchte mehrfach, die Belagerungsstellungen anzugreifen. Zhus Heer legte um die Stadt eine geschlossene Befestigungslinie an und errichtete Feuerstellungen für seine Belagerungswaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Einwohner Suzhous wurde die lange Belagerung zu einer schweren Belastung. Je länger die Einschließung dauerte, desto stärker schrumpften die Möglichkeiten, Nahrung in die Stadt zu bringen oder militärische Hilfe zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Zhu Yuanzhang bedeutete die Dauer der Belagerung zugleich, dass er einen erheblichen Teil seiner Streitkräfte über Monate binden musste. Xu Da konnte jedoch den äußeren Ring weitgehend beseitigen. Ein Entsatzheer, das den Belagerern ernsthaft hätte gefährlich werden können, erschien nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Durchbruch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Oktober 1367 gelang Zhus Truppen schließlich der Durchbruch. Belagerungsgeschütze hatten die Mauern so weit beschädigt, dass Soldaten eindringen konnten. Zhang Shicheng zog sich kämpfend in das Stadtinnere zurück. Dort brach die Verteidigung endgültig zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zhang versuchte, sich in seinem Palast zu erhängen, wurde jedoch noch lebend gefunden und gefangen genommen. Seine Gegner brachten ihn anschließend nach Nanjing. Über seinen Tod widersprechen sich die Überlieferungen. Eine Tradition berichtet, dass er sich dort schließlich selbst erhängte. Andere Berichte lassen ihn durch Zhu Yuanzhangs Leute töten. Sicher ist, dass Zhang die Gefangenschaft nur kurze Zeit überlebte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihm verschwand der letzte große Rivale Zhu Yuanzhangs im Jangtse-Gebiet. Die Eroberung Suzhous brachte Zhu außerdem große Teile von Zhangs verbliebenen Streitkräften ein. Damit kontrollierte er nun den Jangtse von seinen östlichen Küstengebieten weit nach Westen und konnte seine wichtigsten Armeen für den nächsten Feldzug freimachen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von Suzhou nach Norden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige Wochen nach dem Fall der Stadt beriet Zhu Yuanzhang über den Angriff auf die Yuan-Herrschaft im Norden. Chang Yuchun plädierte für einen direkten Vorstoß gegen Dadu, das heutige Peking. Zhu entschied sich für ein vorsichtigeres Vorgehen und wollte zunächst Shandong sowie Henan sichern, damit die Yuan-Hauptstadt beim späteren Angriff keine Unterstützung aus diesen Gebieten erhalten konnte. Xu Da übernahm den Oberbefehl über den Feldzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit veränderte der Fall Suzhous unmittelbar die Richtung des Krieges. Zhu musste seine Kräfte nun nicht mehr zwischen zwei großen Rivalen im Jangtse-Raum aufteilen. Im Januar 1368 rief er die Ming-Dynastie aus. Noch im selben Jahr nahmen seine Truppen Dadu ein, während der Yuan-Kaiser nach Norden floh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Einwohner Suzhous hatte der Sieg unmittelbare Folgen: Mit dem Fall der Mauern öffnete sich die Stadt einem neuen Herrscher. Für Zhu Yuanzhang dagegen machte genau dieser Sieg den Weg frei, seine Armeen aus dem Jangtse-Delta heraus gegen die Yuan nach Norden zu führen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="648" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it.jpg" alt="" class="wp-image-7967" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it.jpg 1600w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it-300x121.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it-1024x415.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it-768x311.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it-1536x622.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Aerial_panorama_of_Suzhou_and_the_Grand_Canal_that_runs_through_it-2048x829.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Suzhou heute</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Timothy Brook (2013):&nbsp;<a href="https://amzn.to/4suwvYI">The Troubled Empire. China in the Yuan-Ming Transition</a>.*<br>Frederick W. Mote (2003):&nbsp;<a href="https://amzn.to/3N2epgq">Imperial China 900–1800</a>.*<br>Frederick W. Mote<a href="https://amzn.to/49gPygc">&nbsp;</a>(1988):&nbsp;<a href="https://amzn.to/49gPygc">The Cambridge History of China, Vol. 7: The Ming Dynasty, 1368–1644</a><a href="https://amzn.to/4aFkbOR">, Part 1.</a>*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Pan Men in Suzhou. Wikimedia Commons, 钉钉. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Suzhou heute: Wikimedia Commons, Wanderingchina. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die Entscheidung auf dem Poyang-See – Zhu Yuanzhang gegen Chen Youliang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/chronik-der-ming-dynastie/die-entscheidung-auf-dem-poyang-see-zhu-yuanzhang-gegen-chen-youliang/">Die Entscheidung auf dem Poyang-See – Zhu Yuanzhang gegen Chen Youliang</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.imperien-und-inseln.de/category/chronik-der-ming-dynastie/">Chronik der Ming-Dynastie &#8211; Folge 2</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dichte Flotte lag im Sommer 1363 auf dem Poyang-See. Schiffe waren über Seile und Stege miteinander verknüpft und bildeten geschlossene Formationen, auf denen Soldaten und Kommandanten dicht gedrängt standen. Von den erhöhten Aufbauten aus überwachten Offiziere das Wasser, während Befehle über mehrere Decks hinweg weitergegeben wurden. In dieser Situation näherte sich die Flotte von Zhu Yuanzhang. Seine Schiffe blieben in Bewegung und hielten Abstand, während sie die Formation des Gegners beobachteten. Beide Seiten beanspruchten die Kontrolle über das Flussgebiet des Jangtse, doch die Ausgangslage war ungleich verteilt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Machtzentren am Jangtse</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Einnahme von Nanjing hatte Zhu Yuanzhang seine Stellung im unteren Strom gefestigt. Seine Verwaltung sorgte für regelmäßige Versorgung, und seine Truppen konnten über längere Zeiträume im Feld bleiben. Weiter westlich kontrollierte Chen Youliang große Teile des mittleren Flussgebiets. Sein Machtzentrum lag in Wuhan, und er verfügte über eine umfangreiche Flotte, die den Verkehr auf dem Strom dominierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Herrschaftsbereiche stießen am Poyang-See aufeinander. Wer ihn kontrollierte, konnte Truppen bewegen und die Versorgung sichern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufstellung der Flotten</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Satelites_image_of_Lake_Poyang-246x300.png" alt="" class="wp-image-7345" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Satelites_image_of_Lake_Poyang-246x300.png 246w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Satelites_image_of_Lake_Poyang.png 640w" sizes="auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px" /><figcaption class="wp-element-caption">Satelitenbild Poyang-See</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Chen Youliang setzte auf Masse und direkte Konfrontation. Zeitgenössische Berichte sprechen von sehr großen Truppenverbänden, die die Kräfte Zhu Yuanzhangs deutlich übertrafen. Schätzungen aus der Forschung gehen von mehreren hunderttausend Soldaten aus, wobei Chens Kontingent das seines Gegners erheblich überstieg. Diese zahlenmäßige Überlegenheit bestimmte seine Aufstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Flotte bestand aus großen Turmschiffen, sogenannten Loushuan, die mehrere Decks trugen und hohe Aufbauten besaßen. Diese Konstruktionen boten stabile Plattformen für den Einsatz von Pfeilen und frühen Schießpulverwaffen und erschwerten Angriffe von außen. Die Schiffe waren miteinander verbunden und bildeten massive Einheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zhu Yuanzhang verfügte über eine deutlich kleinere und beweglichere Flotte. Seine Kommandanten nutzten leichtere Schiffe, die schneller manövrieren konnten. Diese Unterschiede prägten den Verlauf der Kämpfe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verlauf der Kämpfe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kämpfe zogen sich über mehrere Wochen hin. Beide Seiten setzten Pfeile und frühe Schießpulverwaffen ein. Die entscheidende Phase entstand, als Zhus Truppen einen günstigen Nordostwind nutzten und Brandschiffe einsetzten. Gleichzeitig ließ Zhu Yuanzhang die Ausgänge des Sees zum Jangtse durch eine Behelfsflotte und eingelassene Pfähle sichern. Diese Kombination schränkte die Bewegungen der gegnerischen Schiffe stark ein und verhinderte einen geordneten Rückzug.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/20240621_Tomb_of_Chen_Youliang_03-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-7346" style="width:300px;height:auto" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/20240621_Tomb_of_Chen_Youliang_03-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/20240621_Tomb_of_Chen_Youliang_03-1024x682.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/20240621_Tomb_of_Chen_Youliang_03-768x512.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/20240621_Tomb_of_Chen_Youliang_03.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grab von Chen Youliang in Wuchan, Wuhan</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die feste Verbindung der Schiffe, die für Stabilität und Höhe gesorgt hatte, wirkte sich nun nachteilig aus. Brände griffen von einem Deck auf das nächste über, während die Manövrierfähigkeit eingeschränkt blieb. Viele Einheiten konnten keine Befehle mehr aufnehmen oder ihre Position halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chen Youliang versuchte am Ende der Kämpfe, mit einem Teil seiner Flotte aus der Einschließung auszubrechen. Während dieses Versuchs wurde er durch einen Pfeilschuss ins Auge tödlich getroffen. Zu diesem Zeitpunkt war das militärische Schicksal bereits zugunsten Zhu Yuanzhangs besiegelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Folgen der Schlacht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Sieg auf dem Poyang-See verschob sich die Kontrolle über den südlichen Jangtse-Raum deutlich. Zhu Yuanzhang sicherte zentrale Wasserwege und übernahm schrittweise Städte und Versorgungsstationen, die zuvor unter Chens Kontrolle gestanden hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausgang der Schlacht beeinflusste auch die Haltung lokaler Eliten und militärischer Führer. Viele ordneten sich Zhu Yuanzhang unter, da seine Überlegenheit nun sichtbar geworden war. Auf dieser Grundlage setzte er seine Expansion fort und bereitete den Vormarsch nach Norden vor.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Timothy Brook (2013): <a href="https://amzn.to/4suwvYI">The Troubled Empire. China in the Yuan-Ming Transition</a>.*<br>Frederick W. Mote (2003): <a href="https://amzn.to/3N2epgq">Imperial China 900–1800</a>.*<br>Frederick W. Mote<a href="https://amzn.to/49gPygc"> </a>(1988): <a href="https://amzn.to/49gPygc">The Cambridge History of China, Vol. 7: The Ming Dynasty, 1368–1644</a><a href="https://amzn.to/4aFkbOR">, Part 1.</a>*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Poyang-See, Wikimedia Commons, 武铁辆玻. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grab von Chen Youliang: Wikimedia Commons, Windmemories. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>
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		<title>Yangzhou 1645 – Gewalt gegen eine Stadt</title>
		<link>https://www.imperien-und-inseln.de/china/yangzhou-1645-gewalt-gegen-eine-stadt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chronik der Qing-Dynastie &#8211; Folge 4 Eine Qing-Armee bewegt sich im Frühjahr 1645 den Jangtse hinab. Ihr Ziel ist Yangzhou, eine wohlhabende Stadt mit Handelskontakten und langer Verwaltungstradition, deren Lagerhäuser &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/yangzhou-1645-gewalt-gegen-eine-stadt/">Yangzhou 1645 – Gewalt gegen eine Stadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.imperien-und-inseln.de/category/chronik-der-qing-dynastie/">Chronik der Qing-Dynastie &#8211; Folge 4</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Qing-Armee bewegt sich im Frühjahr 1645 den Jangtse hinab. Ihr Ziel ist Yangzhou, eine wohlhabende Stadt mit Handelskontakten und langer Verwaltungstradition, deren Lagerhäuser weithin bekannt sind. In Peking regiert der neue Hof bereits, im Süden halten sich jedoch weiterhin Ming-treue Fürsten und ihre Armeen. An Yangzhou zeigt sich, wie die neue Macht in den Regionen durchgesetzt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Widerstand unter Shi Kefa</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="168" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/史可法像-168x300.jpg" alt="" class="wp-image-6381" style="width:168px;height:auto" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/史可法像-168x300.jpg 168w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/史可法像.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px" /><figcaption class="wp-element-caption">Shi Kefa (1601-1645)</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Verteidigung der Stadt liegt in den Händen des Ming-Beamten Shi Kefa. Er organisiert den Widerstand und sammelt Truppen. Die Übergabe der Stadt verweigert er. Zeitgenössische Berichte schildern ihn als pflichtbewussten Verwalter, der den Fall Yangzhous einkalkuliert, aber den Treueid auf die Qing verwehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shi Kefa handelt dabei aus einem Amtsverständnis heraus, das Loyalität zur Ming-Dynastie mit persönlicher Verantwortung verbindet. In Schreiben betont er seine Pflicht als Beamter, die ihm anvertraute Stadt nicht kampflos zu übergeben. Zugleich hofft er auf Hilfe durch andere Ming-Kräfte im Süden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Belagerung fordern Gesandte der Qing Shi Kefa mehrfach zur Kapitulation auf. Solche Aufforderungen gehören zur militärischen Praxis der Zeit. Die Öffnung der Tore hätte die Stadt vor Plünderung bewahren können. Shi lehnt ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Einnahme der Stadt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 1645 fällt Yangzhou nach kurzer Belagerung. Die Qing-Truppen stehen unter dem Kommando des Prinzen Dodo, eines Halbbruders <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/die-tore-von-shanhaiguan-dorgon-und-der-zugang-zu-china/">Dorgons</a>. Nach dem Durchbruch kommt es zu massiver Gewalt. Tötungen und Plünderungen erfassen große Teile der Stadt. Brandstiftungen verwüsten ganze Viertel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgenössische Berichte stellen den Ablauf in einen klaren Zusammenhang. Die Gewalt folgt auf die verweigerte Kapitulation und wird als Bestrafung des Widerstands verstanden. Shi Kefa wird gefangen genommen und hingerichtet. Mit seinem Tod endet der organisierte Widerstand.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Berichte aus der Stadt</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="206" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Yangzhou_massacre-206x300.jpg" alt="" class="wp-image-6382" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Yangzhou_massacre-206x300.jpg 206w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Yangzhou_massacre.jpg 301w" sizes="auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px" /><figcaption class="wp-element-caption">Yangzhou-Massaker, Darstellung aus der (wahrscheinlich späten) Qing-Zeit</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Das Geschehen in Yangzhou ist ungewöhnlich gut dokumentiert. Der Gelehrte Wang Xiuchu hält die Ereignisse in einer zeitnahen Aufzeichnung fest, die später unter dem Titel <em>Zehn Tage von Yangzhou</em> bekannt wird. Er schildert die tagelang anhaltende Gewalt und berichtet über die schutzlos den Truppen ausgelieferte Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wang nennt eine Zahl von 800.000 Todesopfern. Die moderne Forschung hält diese Angabe für stark überhöht. Historiker weisen darauf hin, dass Yangzhou im 17. Jahrhundert vermutlich nur zwischen 200.000 und 300.000 Einwohner hatte. Die Zahl wurde später bewusst übersteigert und als politisches Argument genutzt, insbesondere in Bewegungen gegen die Qing-Herrschaft. Der Ablauf der Ereignisse und das Ausmaß der Gewalt gelten dennoch als gesichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese dokumentierte Gewalt erfüllt einen strategischen Zweck.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abschreckung als Mittel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In den Monaten danach ergeben sich mehrere Städte flussabwärts ohne längere Gegenwehr. Für den Feldzug bedeutet dies einen entscheidenden Vorteil. Die brutale Einnahme Yangzhous ersetzt langwierige Belagerungen und schont die eigenen Truppen. Zugleich beschleunigt sie die Eroberung Südchinas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prinz Dodo behält das Vertrauen der Führung. Sein Vorgehen entspricht den Erwartungen der militärischen Leitung in dieser Phase der Eroberung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachwirkungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Yangzhou selbst beginnen bald Maßnahmen zur Wiederherstellung der Verwaltung. Qing-Beamte übernehmen die Ämter, und die Abgaben werden neu organisiert. Nach und nach öffnen auch die Märkte wieder. Verbliebene Einwohner und Neuankömmlinge stellen den Alltag schrittweise wieder her.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu verschärft die Qing-Führung ihre Anweisungen zu sichtbaren Zeichen der Unterwerfung. Im Sommer 1645 folgt der Befehl, dass alle chinesischen Männer die Stirn zu rasieren und einen Zopf zu tragen haben. Die Anordnung wird unter Androhung der Todesstrafe durchgesetzt. Die Erinnerung an das Yangzhou-Massaker ist zu diesem Zeitpunkt frisch. Die Stadt dient vielen Zeitgenossen als warnendes Beispiel für die Folgen offener Verweigerung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gewalt und Herrschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Yangzhou zeigt eine Seite der Machtübernahme, die am Hof kaum sichtbar ist. Während in Peking Rituale und Verwaltung den Alltag bestimmen, wird im Süden Gewalt eingesetzt, um Befehlen Nachdruck zu verleihen und Gehorsam zu sichern. Beide Ebenen gehören zur gleichen Phase der Eroberung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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    <title>Yangzhou China OpenStreetMap</title>
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    <div class="map-container">
        <h2>Yangzhou (<span class="chinese-text">扬州</span>), Jiangsu, China</h2>
        
        <div class="map-info">
        
            <strong>Provinz:</strong> Jiangsu, Ostchina<br>
            <strong>Einwohner:</strong> ca. 4,56 Millionen (Verwaltungsgebiet, 2020)<br>
            <strong>Fläche:</strong> 6.591 km²<br>
            

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        // Karte initialisieren mit China-Übersicht
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        // OpenStreetMap Tiles laden
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        // Yangzhou Stadtzentrum
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        // Nanjing - Provinzhauptstadt
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        // Shanghai - Megastadt
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        // Zhenjiang
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        // Nantong
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        // Changzhou
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        // Wuxi
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            .bindPopup('<b>Wuxi (无锡)</b><br>7,5 Millionen Einwohner<br>Am Tai-See<br>Zwischen Nanjing & Shanghai');

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            .bindPopup('<b>Suzhou (苏州)</b><br>12,7 Millionen Einwohner<br>Berühmt für klassische Gärten<br>UNESCO-Welterbe<br>"Venedig des Ostens"');

        // Hangzhou (Zhejiang Provinz)
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        // Slender West Lake - nur bei näherem Zoom sichtbar erwähnt


        // Grand Canal Linie (durch Yangzhou Region)
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        grandCanalLine.bindPopup('Grand Canal (大运河)<br>UNESCO-Welterbe<br>1.794 km: Beijing → Hangzhou<br>Yangzhou war wichtiger Knotenpunkt');

        // Jangtse-Fluss (breiter Bereich)
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        yangtzeRiver.bindPopup('Jangtse-Fluss (长江 / Yangtze River)<br>Längster Fluss Asiens (6.300 km)<br>Yangzhou liegt am Nordufer');

        // Gelbes Meer (Ostchinesisches Meer)
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        // Tai-See (Taihu)
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        taihuLake.bindPopup('Tai-See (太湖 / Taihu)<br>Einer der größten Süßwasserseen Chinas<br>2.250 km²<br>Bei Wuxi & Suzhou');

        // Yangzhou Region hervorheben
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        yangzhouCircle.bindPopup('Yangzhou Region<br>UNESCO-Welterbe Gärten<br>Historisches Handelszentrum');

        // Jiangsu Provinz (ungefähre Grenzen)
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        jiangsuProvince.bindPopup('Jiangsu Provinz (江苏省)<br>Ostchina<br>85 Mio. Einwohner<br>Hauptstadt: Nanjing');
    </script>
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</html>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elliott, Mark C. (2001): <em><a href="https://www.amazon.de/-/en/Manchu-Way-Banners-Identity-Imperial/dp/0804746842?crid=3SOOXX4FXF5E5&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.spLEgiS0auf_WXS8ZQSQpe19N4BjLYsMnja45wxcOVUL5ObTZgcJHXqj9vNwfDnJgrPkJlm0M7-rfVASZm-UBYVaE79q6IJOPellYIRgFVzczzJr1CLnFtPJC_qVphWnOXHIAPK0ENMWSIpmj5wrGmA2cAesWFfogPhFd8_NWpb8DinFm-9STGlfplW2davihf_s1ntTelxN0W8aHxluaPxE2hLckDOgK8-1VKv61Rw.ORskSBL_I3dJ65aDsIzQMmunlYKPvshp6cV-__KR8j4&amp;dib_tag=se&amp;keywords=The+Manchu+Way&amp;qid=1766080806&amp;sprefix=the+manchu+way%2Caps%2C487&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=8711bbd49b142fc4714a4c1c97a058cf&amp;language=en_GB&amp;ref_=as_li_ss_tl">The Manchu Way: The Eight Banners and Ethnic Identity in Late Imperial China</a></em> * – Standardwerk zur politischen und sozialen Organisation der frühen Qing.<br>Crossley, Pamela Kyle (2002): <em><a href="https://www.amazon.de/-/en/Manchus-Peoples-Asia-Pamela-Crossley/dp/0631235914?crid=32CCGWMY3EWF1&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.ey7anz2vUa5Zf57ooQKF0GaSG-eFu5_nB0xMB9nzMpFo4yL6jcryO63DFPRODw9zozKlZUlFY3gHmzF41xb1OQ-grWh73avSctNWRzHq69SNb2qEuPTvuR7KYInUnaOtRfyRjRXePFVyaFAb6eG5tXgxVo4LuQV9p2izcg5V9Y0kj6BMS5_UpCwxt7SGNlyf.MCxahSjB4S4rWVPzQM9zdEQKeAfJyohxOHc_XzGfTwo&amp;dib_tag=se&amp;keywords=crossley+manchus&amp;qid=1766080882&amp;sprefix=crossley+manchu%2Caps%2C105&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=a523facf0ee14822bba55ee12b26842f&amp;language=en_GB&amp;ref_=as_li_ss_tl">The Manchus</a></em> * – Überblick zur Entstehung mandschurischer Herrschaft und Identität.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Prinz Dodo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Abbildungen gemeinfrei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/china/yangzhou-1645-gewalt-gegen-eine-stadt/">Yangzhou 1645 – Gewalt gegen eine Stadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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