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	<title>Tourismusgeschichte Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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		<title>Die Geschichte von Bernard Trink und der Entstehung der Soi Cowboy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 16:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In der Redaktion der Bangkok World herrscht im Jahr 1966 eine besondere Atmosphäre. Zwischen dem Klappern der Schreibmaschinen sticht ein Geräusch hervor: das langsame, fast rhythmische Tippen einer alten Olympia. &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/thailand/der-moralist-mit-dem-eulen-medaillon-bernard-trink-und-das-erbe-der-g-i-s/">Die Geschichte von Bernard Trink und der Entstehung der Soi Cowboy</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/09/Thailand_Regional_Bangkok_-_Soi_Cowboy.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Redaktion der <em>Bangkok World</em> herrscht im Jahr 1966<sup data-fn="b4d53e4e-24cc-44ce-bc63-42a34c500d57" class="fn"><a href="#b4d53e4e-24cc-44ce-bc63-42a34c500d57" id="b4d53e4e-24cc-44ce-bc63-42a34c500d57-link">1</a></sup> eine besondere Atmosphäre. Zwischen dem Klappern der Schreibmaschinen sticht ein Geräusch hervor: das langsame, fast rhythmische Tippen einer alten Olympia. Am Gerät sitzt ein Mann mit markanten Hosenträgern, die seine Hose bis fast unter die Achseln ziehen. Um den Hals trägt er ein massives Eulen-Medaillon – das Geschenk einer philippinischen Sängerin. Bernard Trink, ein 35-jähriger New Yorker, übernimmt gerade eine bereits existierende, aber lahme Kolumne und beginnt, sie in das berüchtigte Format „Nite Owl“ zu verwandeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von Deutschland nach Japan: Ein weiter Weg nach Bangkok</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="198" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/USS_Bradley_DE-1041_moored_in_the_Chao_Phraya_River_in_February_1970-300x198.jpg" alt="" class="wp-image-6744" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/USS_Bradley_DE-1041_moored_in_the_Chao_Phraya_River_in_February_1970-300x198.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/USS_Bradley_DE-1041_moored_in_the_Chao_Phraya_River_in_February_1970-768x507.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/USS_Bradley_DE-1041_moored_in_the_Chao_Phraya_River_in_February_1970.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit dem Vietnam-Krieg kamen viele amerikanische Soldaten nach Thailand. Hier die USS Bradley, 1970, auf dem Chao-Praya-Fluss</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Bernard Trinks Weg in die thailändische Hauptstadt war alles andere als geradlinig. Entgegen weitverbreiteter Legenden kam er nicht als Soldat im Koreakrieg nach Asien; seinen Militärdienst hatte er im Nachkriegsdeutschland geleistet. Nach Jahren als Englischlehrer in über 50 Ländern fand die entscheidende Wende in Japan statt. Dort lernte er Mitte der 1960er-Jahre Aree kennen, eine thailändische Rotkreuz-Freiwillige. Die beiden heirateten 1965, und kurz darauf folgte Trink seiner Frau in ihre Heimat, da sie ihr erstes Kind nahe der Familie zur Welt bringen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Ankunft in Bangkok fand er 1966 seine Bestimmung, als er das Entertainment-Ressort der <em>Bangkok World</em> übernahm. Er wurde zum Auge der Nacht – in einer Stadt, die sich durch die Präsenz der US-Truppen während des Vietnamkriegs rasant veränderte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Geburtsstunde der Soi Cowboy</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Bangkok_street_signs-300x169.jpg" alt="" class="wp-image-6743" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Bangkok_street_signs-300x169.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Bangkok_street_signs-768x432.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Bangkok_street_signs.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bangkok, 2009</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Eines der Zentren dieses Wandels war eine kleine Gasse nahe der Sukhumvit Road. Dort betrieb T. G. Edwards, ein afroamerikanischer Ex-Luftwaffensoldat, seit Anfang der 1970er-Jahre eine Bar. Edwards, der wegen seines stets präsenten Cowboyhuts nur „The Cowboy“ genannt wurde, war ein Pionier jener Veteranen-Kultur, die das Nachtleben nachhaltig prägte. Trink, der die Gasse regelmäßig besuchte, taufte sie in seiner Kolumne schlicht „Soi Cowboy“. Ein Name, der heute auf jedem Stadtplan steht, der aber ursprünglich eine Hommage an einen ehemaligen G.I. war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der asketische Beobachter des Lasters</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Paradoxon Bernard Trink war seine Lebensweise. Während er über fast vier Jahrzehnte hinweg die „Watering Holes“ und „Demimondaines“ der Stadt beschrieb, blieb er selbst fast abstinent. Statt Bier bestellte er Orangensaft mit Maraschino-Kirschen. Er reiste mit überfüllten öffentlichen Bussen und kämpfte privat leidenschaftlich um seine Lieblingsmarke für Dosen-Eintopf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Texte überlebten dabei sogar den Zeitungstitel, bei dem er begonnen hatte: Nachdem die <em>Bangkok Post</em> die <em>Bangkok World</em> übernommen hatte, wanderte die „Nite Owl“ schließlich in das Flaggschiff des Verlagshauses. Dort blieb Trink bis zum Ende seiner Karriere im Dezember 2003 eine Institution. Er war kein Fan der Szene, die er beschrieb; er war ihr Chronist und oft ihr schärfster Kritiker. Seine Warnungen vor Geschlechtskrankheiten waren ebenso legendär wie sein Abschluss-Satz: „But I don&#8217;t give a hoot“ – aber das schert mich nicht. Trink blieb dabei ein Mann der alten Schule: Bis in das hohe Alter weigerte er sich, eine Tastatur anzurühren, die nicht an ein Farbband gekoppelt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2003 endete die „Nite Owl“ abrupt. Die neue Redaktionsleitung der <em>Bangkok Post</em> sah in der Nennung von Bar-Nummern und Massage-Ladys eine Förderung der Prostitution und ein Risiko für das Image der Zeitung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Roger Willemsen (2012): <a href="https://amzn.to/4krtl4d">Bangkok Noir</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Bangkok 1971. Wikimedia Commons, wilford peloquin. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bangkok 2009: Wikimedia Commons, VasenkaPhotography. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fußnoten</h3>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="b4d53e4e-24cc-44ce-bc63-42a34c500d57">Die hier verwendeten Daten folgen dem offiziellen Nachruf der <em>Bangkok Post</em> sowie zeitgenössischen Interviews. In anderen Quellen können andere Datumsangaben gefunden werden. Während Trink ab 1966 für die <em>Bangkok World</em> tätig war und die Rubrik „Nite Owl“ übernahm, entwickelte sich der spezifische Fokus auf das Bar-Viertel-Nachtleben in seiner ikonischen Form verstärkt ab dem Jahr 1972 im Zuge der Wochenendbeilage „Impact“. Je nach Fokus werden andere Startpunkte herausgepickt. <a href="#b4d53e4e-24cc-44ce-bc63-42a34c500d57-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/thailand/der-moralist-mit-dem-eulen-medaillon-bernard-trink-und-das-erbe-der-g-i-s/">Die Geschichte von Bernard Trink und der Entstehung der Soi Cowboy</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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		<title>Die Erfindung der Nation am Pfannenrand &#8211; Die Geburt des Pad Thai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein schwüler Tag im Bangkok der späten 1930er Jahre. In den Gassen der thailändischen Hauptstadt vermischt sich der Geruch von Flusswasser mit dem Aroma von röstendem Knoblauch und &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/neuzeit/die-erfindung-der-nation-am-pfannenrand-die-geburt-des-pad-thai/">Die Erfindung der Nation am Pfannenrand &#8211; Die Geburt des Pad Thai</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Kullinarisches_Pad_Thai.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein schwüler Tag im Bangkok der späten 1930er Jahre. In den Gassen der thailändischen Hauptstadt vermischt sich der Geruch von Flusswasser mit dem Aroma von röstendem Knoblauch und fermentiertem Fisch. An den Straßenecken stehen mobile Garküchen, doch das Bild wandelt sich: Wo zuvor vor allem chinesische Suppen und Weizennudeln verkauft wurden, rückt nun ein neues Gericht in den Fokus. Beamte der Regierung verteilen Flugblätter und Rezepte für eine Speise, die nicht nur satt machen, sondern ein ganzes Volk einen soll.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Feldmarschall mit Visionen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter dieser kulinarischen Neuausrichtung steht Plaek Phibunsongkhram, besser bekannt als Phibun. Der Feldmarschall hat sich 1938 an die Spitze des Staates geputscht und verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Er will das alte Siam in eine moderne, westlich orientierte Nation namens Thailand verwandeln. Für Phibun ist Identität kein Zufall, sondern das Ergebnis staatlicher Lenkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Blick fällt dabei auch auf die Esstische. Das Land leidet unter einer Wirtschaftskrise, und Reis ist das kostbarste Exportgut. Gleichzeitig dominiert die chinesische Minderheit den Handel und die Straßenküche. Phibun erkennt in der Nudel – eigentlich ein chinesisches Importgut – ein Werkzeug für seine Nation-Building-Kampagne. Er lässt die „Phat Thai&#8220;-Nudel entwickeln: eine dünne Reisnudel, die weniger ganzen Reis verbraucht (da sie aus Bruchreis hergestellt werden kann) und durch ihre Zutaten die Eigenständigkeit Thailands sichtbar machen soll.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Anatomie einer Identität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In den Woks der Hauptstadt beginnt eine gezielte Komposition. Die Köche kombinieren die chinesische Technik des Pfannenrührens mit genuin thailändischen Aromen. Anstelle von Sojasauce tritt die salzige Intensität der Fischsauce. Die Schärfe kommt nicht aus schweren Pasten, sondern von getrockneten Chiliflocken. Tamarinde liefert eine säuerliche Note, die durch Palmzucker ausgeglichen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Phibun lässt diesen Standard landesweit verbreiten. Er verbietet den Straßenhändlern teilweise den Verkauf ausländischer Speisen und fördert stattdessen jene Karren, die das neue Nationalgericht anbieten. Wer Pad Thai verkauft, gilt als guter Patriot. Die Botschaft der Regierung ist klar: Ein starkes Thailand braucht eine eigene Küche, die sich von den Einflüssen der Nachbarn abhebt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Krise als Katalysator</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigentliche Durchbruch gelingt dem Gericht während des Zweiten Weltkriegs. Thailand kämpft mit verheerenden Überschwemmungen und einer Nahrungsmittelknappheit. Reis ist rationiert, und nun fließt staatliches Geld direkt in die Nudelproduktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen gewöhnen sich an die schnelle, nahrhafte Mahlzeit von der Straße. Das Gericht wird zum Zeichen für Durchhaltevermögen. In einer Zeit, in der Pibun per Dekret vorschreibt, dass Thailänder Hüte tragen und sich &#8222;zivilisiert&#8220; verhalten sollen, wird das Pad Thai zur kulinarischen Uniform des kleinen Mannes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Propagandamittel zum Welterfolg</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Sturz Phibuns im Jahr 1944 verschwinden viele seiner autoritären Dekrete, doch das Pad Thai bleibt. In den 1950er und 60er Jahren, als der Tourismus in Südostasien aufkommt, wird es zum Aushängeschild der thailändischen Küche: Es vereint das gesamte Geschmacksspektrum auf einem Teller und ist trotzdem fremd genug, um zu faszinieren.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="960" height="960" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Ingredients_for_pad_thai.jpg" alt="" class="wp-image-6926" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Ingredients_for_pad_thai.jpg 960w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Ingredients_for_pad_thai-300x300.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Ingredients_for_pad_thai-150x150.jpg 150w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/02/Ingredients_for_pad_thai-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zutaten Pad Thai</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jean-Pierre Gabriel (2021): <a href="https://amzn.to/4rCtGDU">Thailand – Das Kochbuch: Mit über 500 authentischen Rezepten für jeden Tag die Küche Thailands erleben</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Pad Thai, Surin Beach, eigene Aufnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zutaten: Wikimedia Commons, Joy. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Walter Spies und die Künstler von Ubud</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Deutscher auf Bali In den späten 1920er Jahren ließ sich der deutsche Maler und Musiker Walter Spies auf Bali nieder. Er kam über Java auf die Insel und ließ &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/bali/walter-spies-und-die-kuenstler-von-ubud/">Walter Spies und die Künstler von Ubud</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Ein Deutscher auf Bali</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="248" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Mountains_and_Pond_Berge_und_teich_by_Walter_Spies-248x300.jpg" alt="" class="wp-image-5199" style="width:248px;height:auto" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Mountains_and_Pond_Berge_und_teich_by_Walter_Spies-248x300.jpg 248w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Mountains_and_Pond_Berge_und_teich_by_Walter_Spies-848x1024.jpg 848w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Mountains_and_Pond_Berge_und_teich_by_Walter_Spies-768x928.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Mountains_and_Pond_Berge_und_teich_by_Walter_Spies-1272x1536.jpg 1272w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Mountains_and_Pond_Berge_und_teich_by_Walter_Spies.jpg 1325w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" /><figcaption class="wp-element-caption">Berge und Teiche von Walter Spies, 1938</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">In den späten 1920er Jahren ließ sich der deutsche Maler und Musiker Walter Spies auf Bali nieder. Er kam über Java auf die Insel und ließ sich zunächst in Campuhan bei Ubud nieder. Spies war nicht der erste Europäer, der Bali als Wohnort wählte, doch er wurde zu einer Schlüsselfigur. Seine Arbeiten verbanden europäische Moderne mit balinesischen Motiven. Er malte Landschaften, Tiere und Szenen des Alltags in einer Weise, die für westliche Augen exotisch wirkte und zugleich eine neue Sicht auf die Insel eröffnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spies zog andere Künstler und Intellektuelle an. Zu seinen Gästen gehörten die mexikanischen Maler Miguel Covarrubias und seine Frau Rosa, Schriftsteller wie Vicki Baum und Musiker, die sich von balinesischer Gamelan-Musik inspirieren ließen. Das Haus von Spies wurde zum Treffpunkt, an dem europäische und amerikanische Besucher die Kultur Balis kennenlernten und weitertrugen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein neues Bild von Bali</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="244" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Walter_Spies_-_A_View_from_the_Heights_1934-244x300.jpg" alt="" class="wp-image-5201" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Walter_Spies_-_A_View_from_the_Heights_1934-244x300.jpg 244w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/06/Walter_Spies_-_A_View_from_the_Heights_1934.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick von der Höhe, Walter Spies, 1934</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit balinesischen Künstlern entwickelte Spies Formen, die über die traditionellen Muster hinausgingen. In Ubud entstanden neue Malstile, die Szenen des Alltags, Mythen und Naturdarstellungen miteinander verbanden. Diese Strömung prägte die Wahrnehmung balinesischer Kunst im Ausland nachhaltig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spies war auch als Vermittler tätig. Er half dabei, Ausstellungen zu organisieren, sammelte Werke für Museen und förderte lokale Künstler. Seine eigene Biografie blieb widersprüchlich: gefeiert in Europa, verfolgt in den Niederlanden wegen seiner Homosexualität, und schließlich im Zweiten Weltkrieg von den Japanern interniert, wo er 1942 ums Leben kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Walter Spies steht für eine Phase, in der Bali als künstlerisches Experimentierfeld galt. Die Insel wurde zum Ort globaler Begegnung, an dem Traditionen neu interpretiert wurden und in der Wechselwirkung mit internationalen Gästen eine moderne Kunstszene entstand.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zum Weiterlesen</strong></h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Vickers, Adrian (2012): <a href="https://www.amazon.de/Bali-Paradise-Created-Adrian-Vickers/dp/0804842604?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=23WS413LGN45G&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jL7FXzcBJlZNChNm9MXOxVOex-zukO4UUc4ePrj4UnkP8nrbDAbDvdKrHDRZ4lusyjD9iJkPBZdnRRunx4rJ01Lnpf9_aT2ZLX4toqsI6qEs3GL2jkMKe8v_svFhm6tPDU6jHYHDF1EGw24DPBNeDQVBpGkY8m6iAiD0xv6VBnQS1rlqawXg7OQjcZU26brJhSTWNlSuPJcCDtOLhc0_DUSpFXP-dHoIlYfYRh8yJz4.DeGmEDQQGuAPa-R6W0S7_b7WKK6cK-KOoqTxozIT7Q4&amp;dib_tag=se&amp;keywords=bali+paradise+history&amp;qid=1757929632&amp;sprefix=bali+paradise+hist%2Caps%2C349&amp;sr=8-2&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=463058c6d0be39cf8567c8f17472d90e&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">Bali &#8211; A Paradise Created</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Walter Spies in Ubud, 1939. Wikimedia Commons, Collectie Stichting Nationaal Museum van Wereldculturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Weitere gemeinfrei.</p>
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		<title>Die ersten Touristen auf Bali</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bali]]></category>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/Bali_Tourismus.mp3"></audio></figure>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="197" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/KPM_1910-197x300.jpg" alt="" class="wp-image-5192" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/KPM_1910-197x300.jpg 197w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/KPM_1910.jpg 263w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" /><figcaption class="wp-element-caption">Werbeplakat KPM, 1910</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">In den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts begann Bali, Teil internationaler Reiserouten zu werden. Die niederländische Reederei KPM nahm die Insel in ihre Fahrpläne auf. Dampfschiffe legten in Singapur, Surabaya und schließlich auch in Benoa an, dem neuen Hafen im Süden Balis. Für wohlhabende Reisende aus Europa, Australien und Amerika wurde die Insel zu einem Zwischenstopp im asiatischen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Schiffen kamen neue Bedürfnisse. Hotels entstanden in Denpasar und an der Küste bei Sanur. Besonders das Bali Hotel, 1928 eröffnet, bot europäischen Gästen eine Unterkunft, die koloniale Vorstellungen von Komfort erfüllte. Von hier aus organisierten Reiseleiter Ausflüge zu Tempeln, Tanzaufführungen und Märkten. Bali wurde zum Schauplatz einer Begegnung, die auf beiden Seiten Erwartungen erzeugte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Inszenierte Kultur</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die niederländische Verwaltung förderte den Tourismus, indem sie bestimmte Aspekte der balinesischen Kultur hervorhob. Tänze, Tempelrituale und Handwerkskunst galten als Ausdruck einer „unverfälschten“ Tradition. Gleichzeitig wurden andere Realitäten, wie soziale Spannungen oder Armut, bewusst ausgeblendet. Für Besucher entstand das Bild einer Insel, die wie aus der Zeit gefallen schien.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="212" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/Trance_and_dance_in_Bali_Bateson_Mead_still_3-300x212.jpg" alt="" class="wp-image-5195" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/Trance_and_dance_in_Bali_Bateson_Mead_still_3-300x212.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/05/Trance_and_dance_in_Bali_Bateson_Mead_still_3.jpg 695w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Balinesischer Trance-Tanz, um 1930</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Balinesische Künstler und Priester passten ihre Darbietungen an die Erwartungen der Gäste an. Zeremonien wurden verkürzt, Tänze auf Bühnen verlegt, und bestimmte Rituale fanden nun regelmäßig für Besucher statt. Diese Anpassungen bedeuteten nicht unbedingt einen Verlust, sondern eröffneten auch neue Formen des Ausdrucks und des Einkommens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühe Tourismus machte Bali zu einem Experimentierfeld für kulturelle Begegnung. Die Insel wurde zum Ort, an dem „Authentizität“ präsentiert, verhandelt und verändert wurde – ein Prozess, der bis heute fortwirkt.</p>



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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zum Weiterlesen</strong></h3>



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<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titelbild: Bali Hotel, um 1946. Wikimedia Commons, Netherlands Indies Government Information Service (Melbourne). <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Bilder gemeinfrei.</p>
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