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	<title>Steinwerkzeuge Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Steinwerkzeuge Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Hirse in den Gruben – Die Dörfer von Cishan und Peiligang</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Boden von Cishan lagen Hunderte Gruben. Bei den Grabungen von 1976 bis 1978 legten Archäologen 474 von ihnen frei. In 88 fanden sie umfangreiche Getreidereste, die sich als Hirse bestimmen ließen. Die Pflanzenreste lagen als ascheartiges Material vor und waren mit Erde vermischt. Die Funde sprechen dafür, dass die Bewohner Pflanzen anbauten und einen Teil der Ernte in der Siedlung aufbewahrten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-8301" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng-1024x683.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng-768x512.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng-1536x1024.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng-2048x1365.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Stone_Sickles_Xinzheng.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sicheln der Peiliang-Kultur</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Cishan lag im Süden der heutigen Provinz Hebei. Weiter südlich, im heutigen Henan, hinterließen andere Dörfer ähnliche Gefäße und Steinwerkzeuge. Archäologen ordnen sie der Peiligang-Kultur zu. Beide Bezeichnungen stammen von modernen Fundorten. Sie helfen dabei, wiederkehrende Formen von Häusern, Keramik und Werkzeugen zeitlich einzuordnen. Historische Reiche oder Völker bezeichnen sie nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dörfer bestanden ungefähr zwischen 7000 und 5000 v. Chr. In dieser Zeit breiteten sich am mittleren und unteren Gelben Fluss Gemeinschaften aus, die längere Zeit an einem Ort lebten. Hirse gehörte zu ihren wichtigsten Kulturpflanzen. Sie machte die Menschen jedoch nicht mit einem Schlag zu Bauern. Jagd und das Sammeln wilder Pflanzen blieben ebenso wichtig wie die Haltung von Tieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Klima für neue Dörfer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des Holozäns wurde das Klima in weiten Teilen Nordchinas wärmer und feuchter. Die sommerlichen Monsunregen reichten weiter nach Norden. Wälder breiteten sich aus, Seen führten mehr Wasser und Flusslandschaften boten Pflanzen und Tieren neue Lebensräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen hatten schon zuvor Keramik hergestellt und zeitweise an günstigen Plätzen gelebt. Nun entstanden häufiger Siedlungen, in denen Häuser, Feuerstellen und Vorratsgruben über längere Zeit genutzt wurden. Am Gelben Fluss entwickelten sich mehrere regionale Gruppen. In Henan sprechen Archäologen von Peiligang, im südlichen Hebei von Cishan. Weiter östlich lag die Houli-Kultur, westlich die Laoguantai-Kultur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch bildeten diese Gemeinschaften eigenständige Gruppen. Zwischen ihren Siedlungen lagen große Entfernungen. Dennoch ähnelten sich manche Geräte und Formen der Vorratshaltung. Menschen tauschten Rohstoffe aus, beobachteten die Arbeitsweisen benachbarter Dörfer und übernahmen Techniken, die sich unter den jeweiligen Bedingungen bewährten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jiahu, das Dorf der ersten Folge, lag am südlichen Rand dieser Welt. Dort bauten Menschen auch Reis an. Weiter nördlich eignete sich Hirse besser für das Klima. Sie benötigte eine vergleichsweise kurze Wachstumszeit und kam mit geringeren Niederschlägen aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Körner für den Winter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Funde aus Cishan zeigen, dass Hirse nicht nur gelegentlich gesammelt wurde. Die Bewohner brachten Körner in die Siedlung und lagerten sie in Gruben. Dafür mussten sie ihre Arbeit über einen längeren Zeitraum planen. Der Boden wurde vorbereitet, die Saat ausgebracht und die reifen Rispen mussten rechtzeitig geschnitten werden. Danach folgten Trocknen, Dreschen und Einlagern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Ernte bot den Menschen gute Gründe, immer wieder an denselben Ort zurückzukehren. Wer Saatgut und Vorräte im Boden aufbewahrte, musste sie schützen. Felder brauchten Pflege, und gelagerte Nahrung musste bis zur nächsten Ernte reichen. Das Dorf wurde dadurch zu einem Ort, an dem vergangene Arbeit aufbewahrt und die kommende Aussaat vorbereitet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinerne Sichelklingen und Spaten gehörten zu dieser Wirtschaftsweise. Auf flachen Mahlsteinen konnten die Bewohner Körner oder andere Pflanzen zerkleinern. Der genaue Gebrauch eines einzelnen Geräts lässt sich nicht immer bestimmen. Dasselbe Werkzeug konnte bei der Feldarbeit und beim Sammeln verschiedener Pflanzen dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Haustiere gehörten zu den Siedlungen. Schweine und Hunde sind an mehreren Orten belegt. Daneben jagten die Bewohner Wild und nutzten Gewässer in der Umgebung. Hirse verringerte die Abhängigkeit von einzelnen wilden Nahrungsquellen, ersetzte sie aber nicht. Die frühen Dörfer lebten von einer Verbindung aus Anbau und der Nutzung ihrer Umgebung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kleine Häuser und tiefe Gruben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten bekannten Siedlungen waren klein. Sie umfassten häufig nur 1 oder 2 Hektar; selbst die größeren erreichten kaum mehr als 6 Hektar. Die Häuser waren meist rund und teilweise in den Boden eingetieft. Viele boten lediglich 4 bis 6 Quadratmeter Innenraum.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Red_Pottery_Pot_Xinzheng-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-8303" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Red_Pottery_Pot_Xinzheng-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Red_Pottery_Pot_Xinzheng-768x512.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Peiligang_Culture_Red_Pottery_Pot_Xinzheng.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Keramik der Peiliang-Kultur</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ein solches Haus reichte für wenige Menschen und ihre unmittelbaren Tätigkeiten. Gekocht und gearbeitet wurde wahrscheinlich auch davor. Gruben nahmen Vorräte auf und dienten später teilweise als Abfallplätze. Keramikgefäße hielten Wasser oder Nahrung bereit. Dreibeinige Gefäße ließen sich über einer Feuerstelle erhitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Häuser mussten ausgebessert und Gruben neu angelegt werden. Wer länger blieb, veränderte den Siedlungsplatz mit jeder Arbeitsphase. Ein Dorf umfasste mehr als seine Gebäude. Auch der Raum zwischen den Häusern und aufgegebene Gruben gehörten dazu. Was Archäologen als eine Siedlung erfassen, entstand durch zahlreiche Entscheidungen einzelner Haushalte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Werkzeuge aus den Bergen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jedes Dorf verfügte über dieselben Rohstoffe. Siedlungen am Rand der Gebirge lagen näher an geeignetem Gestein als Orte in den Ebenen. In Tieshenggou, Egou und weiteren Plätzen fanden Archäologen Abfälle der Werkzeugherstellung. Dort schlugen und schliffen Menschen Steingeräte wahrscheinlich auch für Bewohner anderer Siedlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Grab in Shawoli macht diese Arbeit besonders sichtbar. Der Tote in Grab M19 erhielt mehrere Spaten und Meißel. Daneben lagen Äxte, Schleifsteine und Abfälle der Steinbearbeitung. Möglicherweise hatte dieser Mensch selbst Werkzeuge hergestellt. Die Beigaben kennzeichneten ihn als einen Menschen mit besonderen handwerklichen Kenntnissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Werkstätten blieben klein. Wahrscheinlich stellten einzelne Haushalte Geräte nur während eines Teils des Jahres her. Die betreffenden Siedlungen waren nicht größer als andere Dörfer und kontrollierten ihre Nachbarn nicht. Trotzdem gleichen sich geschliffene Steingeräte aus verschiedenen Orten. Rohmaterial und fertige Werkzeuge gelangten zwischen den Siedlungen weiter. Mit ihnen verbreitete sich das Wissen über ihre Herstellung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Friedhof ohne Fürsten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gering die sozialen Unterschiede noch waren, zeigt der Friedhof von Shuiquan im heutigen Henan. Er stammt aus der späten Peiligang-Zeit um 5300 v. Chr. Archäologen legten dort 120 Bestattungen frei. Die Gräber bildeten 2 Gruppen, zwischen denen ein freier Streifen lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Grab fiel durch seine Größe und seine 21 Beigaben auf. Der Tote aus Grab M29 erhielt jedoch keine kostbaren Gegenstände aus fernen Regionen. Bei ihm lagen Keramik und Werkzeuge, also Dinge, die auch den Alltag der Lebenden bestimmten. Das Grab befand sich inmitten der übrigen Bestattungen und war nicht räumlich abgesondert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Tote erhielten weniger Beigaben oder gar keine. Die Unterschiede konnten mit dem Alter, dem Geschlecht, persönlichen Beziehungen oder den Aufgaben eines Menschen zusammenhängen. Es gibt aber keine erkennbare Gruppe, die sich durch aufwendige Gräber und seltene Güter dauerhaft von allen anderen abhob.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Verteilung der Siedlungen spricht gegen eine übergeordnete Macht. Für Henan sind mehr als 70 Fundplätze der Peiligang-Kultur bekannt. Sie unterscheiden sich nur begrenzt in ihrer Größe. Kein Ort ragt als Hauptstadt hervor, von der aus kleinere Dörfer gelenkt worden wären.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorräte verändern den Alltag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hirse schuf noch keine Könige. Sie veränderte jedoch die Aufgaben, die Menschen miteinander verbanden. Aussaat und Ernte mussten zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Vorräte verlangten Schutz und eine Entscheidung darüber, wie viel bis zur nächsten Wachstumszeit verbraucht werden durfte. Werkzeuge mussten hergestellt und weitergegeben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haushalte und verwandte Gruppen organisierten diese Arbeiten gemeinsam. Die Dörfer von Cishan und Peiligang zeigen eine Lebensweise, in der Menschen ihre Versorgung zunehmend planten, aber noch keine größeren politischen Zentren errichteten. Ihre Siedlungen blieben klein und gleichrangig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter südlich wählten Gemeinschaften andere Pflanzen und bauten ihre Häuser in einer wasserreicheren Landschaft. Am Unterlauf des Jangtse bildete Reis die Grundlage von Dörfern, deren hölzerne Bauteile sich im feuchten Boden erhalten haben. Dort lässt sich beobachten, wie eine andere Form früher Landwirtschaft den Alltag prägte.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/20260810_Yellow_River_in_Zhengzhou_and_Jiaozuo-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-8305" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/20260810_Yellow_River_in_Zhengzhou_and_Jiaozuo-1024x683.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/20260810_Yellow_River_in_Zhengzhou_and_Jiaozuo-768x512.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/20260810_Yellow_River_in_Zhengzhou_and_Jiaozuo-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/20260810_Yellow_River_in_Zhengzhou_and_Jiaozuo-1536x1024.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/20260810_Yellow_River_in_Zhengzhou_and_Jiaozuo.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liu, Li (2005): <em><a href="https://link.amazon/B0exClQ64">The Chinese Neolithic. Trajectories to Early States</a></em>.* Untersuchung jungsteinzeitlicher Siedlungen, Bestattungen und gesellschaftlicher Veränderungen mit ausführlicher Einordnung von Jiahu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Li, Feng (2013): <em><a href="https://link.amazon/B0fK4vv2B">Early China. A Social and Cultural History</a></em>. Überblick über die regionalen Anfänge von Landwirtschaft und dauerhaften Siedlungen sowie die weitere Entwicklung des frühen China.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Lebenswelt der der Cishan-Kultur, Handan Museum. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gelber Fluss. Wikimedia Commons, Windmemories. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>
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		<title>Die Hòa-Bình-Kultur &#8211; Schlüssel zur Urgeschichte Südostasiens</title>
		<link>https://www.imperien-und-inseln.de/vietnam/die-hoa-binh-kultur-schluessel-zur-urgeschichte-suedostasiens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Archaeologie_Hoa_Binh.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Archäologie Südostasiens markiert die Hòa-Bình-Kultur einen entscheidenden Wendepunkt. Während die internationale Wissenschaft meist von einem Technokomplex spricht – also einer Gruppe von Fundstellen, die durch ähnliche Werkzeugformen verbunden sind –, begreift die vietnamesische Fachwelt die Funde als Ausdruck einer zusammenhängenden Tradition. Diese unterschiedlichen Sichtweisen führen zu einer Debatte, die vor allem die zeitliche Einordnung betrifft: Lokale Experten setzen den Beginn der Entwicklung deutlich früher an, als es in der westlichen Standard-Archäologie üblich ist. Ein Grund für diese Uneinigkeit liegt in der Beschaffenheit der Fundorte. In den feuchten Tropenhöhlen vermischen sich die Bodenschichten oft durch einsickerndes Wasser oder grabende Tiere, was präzise Datierungen erschwert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Erbe von 32.000 Jahren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An Fundplätzen wie Thẩm Khương oder der Felsbehausung Mái Đá Ngườm in der Provinz Thái Nguyên legten Fachleute Steinwerkzeuge frei, deren Alter sie auf etwa 32.000 BP<sup data-fn="cc365c24-4325-4eb5-aeda-de271a403f2c" class="fn"><a href="#cc365c24-4325-4eb5-aeda-de271a403f2c" id="cc365c24-4325-4eb5-aeda-de271a403f2c-link">1</a></sup> datieren. In der internationalen Fachwelt herrscht hierüber Uneinigkeit, da viele Wissenschaftler den Kern dieser Epoche erst zwischen 12.000 und 10.000 BP ansiedeln. Unabhängig von diesem Streit dient die vietnamesische Periodisierung der regionalen Archäologie als wichtigster Referenzpunkt:</p>



<div style="font-family: 'Segoe UI', Tahoma, Geneva, Verdana, sans-serif; max-width: 600px; color: #333; line-height: 1.6; border: 1px solid #e0e0e0; border-radius: 8px; overflow: hidden; background-color: #fcfcfc;">
    
    <div style="background-color: #4a4a4a; color: white; padding: 15px 20px; font-size: 1.2em; font-weight: bold;">
        Chronologie der Hòa-Bình-Tradition
    </div>

    <div style="padding: 20px;">
        
        <div style="display: flex; margin-bottom: 25px;">
            <div style="flex: 0 0 100px; font-weight: bold; color: #666; font-size: 0.9em; padding-top: 4px;">
                ab 32.000 BP
            </div>
            <div style="flex: 1; padding-left: 20px; border-left: 3px solid #d0d0d0;">
                <h4 style="margin: 0 0 8px 0; color: #222;">Frühes Hòa Bình</h4>
                <p style="margin: 0; font-size: 0.95em;">Dominanz einfacher <strong>Abschlaggeräte</strong>. Handwerker trennten mit gezielten Schlägen scharfe Fragmente von Steinen ab, um sie als Sofortwerkzeuge für die tägliche Arbeit zu nutzen.</p>
            </div>
        </div>

        <div style="display: flex; margin-bottom: 25px;">
            <div style="flex: 0 0 100px; font-weight: bold; color: #666; font-size: 0.9em; padding-top: 4px;">
                ab 18.000 BP
            </div>
            <div style="flex: 1; padding-left: 20px; border-left: 3px solid #808080;">
                <h4 style="margin: 0 0 8px 0; color: #222;">Mittleres Hòa Bình</h4>
                <p style="margin: 0; font-size: 0.95em;">Perfektionierung des <strong>Sumatraliths</strong>. Ovale, wasserglatte Flusskiesel wurden gezielt ausgewählt und nur an einer Längsseite bearbeitet, um eine extrem robuste, einseitige Schneide zu erhalten.</p>
            </div>
        </div>

        <div style="display: flex;">
            <div style="flex: 0 0 100px; font-weight: bold; color: #666; font-size: 0.9em; padding-top: 4px;">
                ab 10.000 BP
            </div>
            <div style="flex: 1; padding-left: 20px; border-left: 3px solid #4a4a4a;">
                <h4 style="margin: 0 0 8px 0; color: #222;">Spätes Hòa Bình</h4>
                <p style="margin: 0; font-size: 0.95em;">Phase des kulturellen Umbruchs. Die Funde belegen den allmählichen <strong>Übergang zur Sesshaftigkeit</strong> sowie die ersten Versuche in der <strong>Töpferei</strong> mittels Tonstrang-Technik.</p>
            </div>
        </div>

    </div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading">Überlebensstrategien im Dschungel: Stein, Bambus und Gift</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="258" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/临沧考古博物馆-旧石器时代-农克硝洞遗址-苏门答腊器1-300x258.jpg" alt="" class="wp-image-6492" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/临沧考古博物馆-旧石器时代-农克硝洞遗址-苏门答腊器1-300x258.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/临沧考古博物馆-旧石器时代-农克硝洞遗址-苏门答腊器1-1024x881.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/临沧考古博物馆-旧石器时代-农克硝洞遗址-苏门答腊器1-768x661.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/临沧考古博物馆-旧石器时代-农克硝洞遗址-苏门答腊器1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sumatralith aus der Nongke Xiaodong Höhle, dem ältesten Hòa-Bình-Komplex</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Wie sah das Leben im Dschungel aus? Die Frage nach der praktischen Anwendung der Werkzeuge führt mitten in den tropischen Alltag. Ein Sumatralith war vielseitig, bildete aber nur einen Teil der Ausrüstung. Experten gehen heute davon aus, dass die Jäger und Sammler vor allem Bambus und Holz verarbeiteten. Da diese organischen Stoffe im feuchten Klima schnell verrotten, lassen sie sich kaum direkt nachweisen. Dennoch verraten die Steine ihr Geheimnis: Mikroskopische Gebrauchsspuren an den Kanten der Kiesel zeigen, dass mit ihnen Pflanzenfasern geschabt und Holz geschnitten wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderes Merkmal dieser Ära ist die Entwicklung von Jagdwaffen und Gefäßen. Man fand Hinweise auf vergiftete Pfeilspitzen für die Jagd auf Großwild sowie frühe Formen der Keramik. Diese ersten Behältnisse wurden aus Tonsträngen gefertigt, die spiralförmig übereinanderlagen. Die Handwerker verstrichen die Zwischenräume und härteten die Rohlinge anschließend bei niedrigen Temperaturen im offenen Feuer. Während vietnamesische Archäologen darin eine der weltweit ältesten Töpfertraditionen sehen, ordnet die internationale Fachwelt diese Funde vorsichtiger in das späte Pleistozän ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von lokaler Technik zur globalen Migration</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese handwerklichen Fertigkeiten und die geschickte Nutzung des Dschungels bilden das Fundament für die Besiedlung eines riesigen Raumes. Die Gemeinschaft war eng mit dem Schicksal von Sundaland verknüpft – einer gewaltigen Landmasse, die während der Eiszeit das Festland mit den heute isolierten Inseln Indonesiens verband. Dieses „tropische Atlantis“ war zeitweise größer als Europa und bot ideale Lebensbedingungen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="361" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside-1024x361.jpg" alt="" class="wp-image-6491" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside-1024x361.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside-300x106.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside-768x271.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside-1536x541.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside-2048x722.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/01/Hiem_cave_inside.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grabung in der Hiem-Höhle</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Als der Meeresspiegel am Ende der Eiszeit anstieg und Sundaland langsam versank, mussten die Bewohner neue Wege finden. Gelehrte wie Wilhelm G. Solheim II vermuten, dass diese Migrationen Innovationen wie die Domestikation von Flaschenkürbissen oder erste seefahrerische Techniken weit über die Region hinaus verbreiteten. Der Brite Stephen Oppenheimer geht sogar so weit, die Wurzeln späterer Zivilisationen im Mittleren Osten auf diese frühen Flüchtlinge aus dem versunkenen Kontinent zurückzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genetische Untersuchungen stützen die zentrale Rolle der Region: Die Vorfahren der heutigen Bevölkerung wanderten wohl vor 40.000 bis 60.000 Jahren aus Afrika ein und nutzten dieses Gebiet als Sprungbrett für die Besiedlung Ostasiens. Diese Tradition bildet damit das entscheidende Bindeglied, um den Weg des modernen Menschen in Asien und die Entstehung der ersten Hochkulturen zu verstehen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krause, J. (2023): <a href="https://amzn.to/4quXLVB">Die Reise unserer Gene: Eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren</a>.*</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krause, J. (2023): Hybris: <a href="https://amzn.to/3LSrd8N">Die Reise der Menschheit: Zwischen Aufbruch und Scheitern</a>.*</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hessisches Landesmuseum (2015): <a href="https://amzn.to/4qRP6fw">Homo – Expanding Worlds: Originale Urmenschen-Funde aus fünf Weltregionen</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Hiem-Höhle, 2023. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons 4.0</a>, Mirosław MASOJĆ, Hai Dang LE, Tomasz GRALAK, Grzegorz MICHALEC, Karina APOLINARSKA, Monika BADURA, Marzena CENDROWSKA, Andrzej GAŁAŚ, Joanna KRUPA-KURZYNOWSKA, Beata MIAZGA,Marta OSYPIŃSKA, Zofia RÓŻOK &amp; Viet NGUYEN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinwerkzeuge: Wikimedia Commons, 瑞丽江的河水. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hiem-Höhle-Grabung: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons 4.0</a>, Mirosław MASOJĆ, Hai Dang LE, Tomasz GRALAK, Grzegorz MICHALEC, Karina APOLINARSKA, Monika BADURA, Marzena CENDROWSKA, Andrzej GAŁAŚ, Joanna KRUPA-KURZYNOWSKA, Beata MIAZGA,Marta OSYPIŃSKA, Zofia RÓŻOK &amp; Viet NGUYEN.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="cc365c24-4325-4eb5-aeda-de271a403f2c">BP = Before Present = vor heute. <a href="#cc365c24-4325-4eb5-aeda-de271a403f2c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/vietnam/die-hoa-binh-kultur-schluessel-zur-urgeschichte-suedostasiens/">Die Hòa-Bình-Kultur &#8211; Schlüssel zur Urgeschichte Südostasiens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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		<item>
		<title>Thailands Ur-Geschichte: Archäologische Spuren in der Provinz Krabi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 06:06:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Region Krabi in Thailand ist heute ein beliebtes Touristenziel, bekannt für ihr tropisch feuchtes und heißes Klima, bei dem die Temperaturen selten unter 25 °C sinken. An der Küste &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/thailand/thailands-verborgene-geschichte-archaeologische-spuren-in-der-provinz-krabi/">Thailands Ur-Geschichte: Archäologische Spuren in der Provinz Krabi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/KrabiPalaeo-1.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region Krabi in Thailand ist heute ein beliebtes Touristenziel, bekannt für ihr tropisch feuchtes und heißes Klima, bei dem die Temperaturen selten unter 25 °C sinken. An der Küste des Andamanen-Meeres, im Südwesten Thailands gelegen, zieht Krabi besonders in den trockenen Monaten von November bis April zahlreiche Besucher an, die die malerischen Strände genießen. In der anderen Jahreshälfte, die durch den Südwestmonsun bestimmt wird, fallen starke Niederschläge, die die üppige Vegetation der Region speisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die charakteristische Landschaft wird von steil aufragenden Karstkegeln geprägt, darunter ist auch der Khao Phanom Bencha, der mit 1.362 Metern die höchste Erhebung der Region darstellt. Diese zerklüfteten Berge und Hügel, durchzogen von Höhlen und Felsnischen, boten den prähistorischen Bewohnern Schutz und Zugang zu unterschiedlichen Ressourcen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier finden sich die ältesten Spuren moderne Menschen<sup data-fn="cb0f5d1f-04fb-4486-8b08-822d9a82940b" class="fn"><a href="#cb0f5d1f-04fb-4486-8b08-822d9a82940b" id="cb0f5d1f-04fb-4486-8b08-822d9a82940b-link">1</a></sup> in Thailand. Diese Funde stammen aus dem Jungpaläolithikum, einer Periode, die etwa von 45.000 BP<sup data-fn="ea252def-e403-4ad6-83e1-2d79c83c8476" class="fn"><a href="#ea252def-e403-4ad6-83e1-2d79c83c8476" id="ea252def-e403-4ad6-83e1-2d79c83c8476-link">2</a></sup> bis 11.700 BP reicht und in Südostasien nur spärliche archäologische Spuren hinterlassen hat. Der Beginn des Holozäns vor 11.700 Jahren markiert das Ende der Eiszeit und den Beginn der Warmzeit.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="199" src="https://imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-300x199.jpg" alt="" class="wp-image-662" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-300x199.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-1024x681.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-768x511.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-1536x1021.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-2048x1362.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Lang_Rongrien_Exterior_2-scaled.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lang Rongrien Rock Shelter</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">In der Tham Lang Rongrien-Höhle, deren Name schlicht „hinter der Schule“ (หลังโรงเรียน) bedeutet und die pragmatische Namensgebung der Thais widerspiegelt, entdeckte der Archäologe Dr. Douglas D. Anderson mehrere archäologische Schichten. Die ältesten Funde stammen aus Layer 10 und werden auf etwa 43.000 BP datiert. Layer 9 wird auf etwa 37.000 BP geschätzt, Layer 8 auf 27.000 BP. Besonders interessant ist Layer 6, der jedoch mit 10.000 BP relativ jung ist und der Hòa-Bình-Kultur zugeordnet wird, weshalb er in diesem Artikel nicht weiter behandelt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Leben in der Eiszeit – Die Welt von Sundaland</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Funde in der Lang Rongrien-Höhle ermöglichen Einblicke in das Leben während der Kaltzeit. Diese Periode begann etwa vor 115.000 Jahren, und das letzte Glaziale Maximum (LGM) – der Höhepunkt der Kälteperiode – setzte etwa zur Zeit von Layer 8 um 26.500 BP ein und endete um 19.000 BP.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="591" src="https://imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Sundaland-at-the-Last-Glacial-Maximum-showing-the-modern-distribution-of-land-in-dark.png" alt="" class="wp-image-644" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Sundaland-at-the-Last-Glacial-Maximum-showing-the-modern-distribution-of-land-in-dark.png 850w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Sundaland-at-the-Last-Glacial-Maximum-showing-the-modern-distribution-of-land-in-dark-300x209.png 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Sundaland-at-the-Last-Glacial-Maximum-showing-the-modern-distribution-of-land-in-dark-768x534.png 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/Sundaland-at-the-Last-Glacial-Maximum-showing-the-modern-distribution-of-land-in-dark-135x93.png 135w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sundaland</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Durch den niedrigen Meeresspiegel während dieser Zeit, der durch die Bindung enormer Wassermengen in den Eisschilden verursacht wurde, entstand die riesige Landmasse Sundaland, die Thailand mit Borneo und Bali verband. Der Meeresspiegel lag vor 43.000 Jahren um etwa 65 Meter unter dem heutigen Niveau, was die Küstenlinie der Region weit ins Landesinnere verschob. Diese geologischen Veränderungen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Lebensweise der Menschen in dieser Zeit.</p>



<div style="overflow-x:auto;"><table>        <caption>Meeresspiegel und Entfernung des Lang Rongrien Rock Shelters zur Küste</caption>        <thead>            <tr>                <th>Ausgrabungseinheit</th>                <th>Datum (BP)</th>                <th>Meeresspiegel unter dem aktuellen mittleren Meeresspiegel (m)</th>                <th>Entfernung zur Küste (km)</th>            </tr>        </thead>        <tbody>            <tr>                <td>Oberfläche</td>                <td>Gegenwart</td>                <td>0</td>                <td>14</td>            </tr>            <tr>                <td>Layer 6</td>                <td>10.000</td>                <td>50</td>                <td>74</td>            </tr>            <tr>                <td>Layer 8</td>                <td>27.000</td>                <td>140</td>                <td>110</td>            </tr>            <tr>                <td>Layer 9</td>                <td>37.000</td>                <td>75</td>                <td>90</td>            </tr>            <tr>                <td>Layer 10</td>                <td>43.000</td>                <td>65</td>                <td>85</td>            </tr>        </tbody>    </table><br></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung von Flora und Fauna weist darauf hin, dass in dieser Epoche das Klima kühler, trockener und saisonaler als heute war. Pollenuntersuchungen aus der Region zeigen, dass Buchengewächse (Fagaceae) überwogen, während heute in Südostasien mehr Flügelfruchtgewächse (Dipterocarpaceae) zu finden sind. Beispielsweise Scheinkastanien (Castanopsis), Kiefern (Pinus) und Eiche (Quercus) dominierten die Landschaft.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;Anhand der Funde in der Höhle lässt sich ein Teil der Lebensweise der damaligen Bewohner rekonstruieren. Es gibt Herdstellen, die die kontrollierte Nutzung des Feuers beweisen. Mit dieser Fähigkeit können Gebräuche entstehen: Die Gruppe hat damit einen Ort, an dem sie gemeinsam kochen, speisen und arbeiten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Layer enthielten Überreste von Steinwerkzeugen. Insgesamt 45 Tools wurden gefunden, dazu gehörten Klingen, Schaber und ein Handbeil, die meist aus lokalem Feuerstein gefertigt waren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ernährungsgewohnheiten – Tierknochen als Zeugen der Vergangenheit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Einblick in den Speiseplan gewähren die gefundenen Tierknochen. Die Frage vorab, ob die Knochen auch anderweitig in die Höhle gelangt sein könnten? Aufgrund der Lage von Lang Rongrien schließen die Archäologen aus, dass die gefundenen Tiere dort hineingespült sein könnten oder sich zum Sterben dorthin begeben haben. Nicht auszuschließen ist, dass Raubtiere ihre Beute in die Höhle gebracht haben könnten. Hier wären der asiatische Leopard (Panthera pardus) und der Nebelparder (Neofelis nebolosus) Kandidaten. Um das möglichst auszuschließen, wurde die Verteilung der Überreste analysiert und es konnte ein räumlicher Zusammenhang zu den Feuerstellen festgestellt werden.</p>



<div style="overflow-x:auto;">
  <figure class="wp-block-table is-style-stripes" style="width:100%;">
    <table style="width:100%; min-width: 600px; font-size: 0.8em;">
      <thead>
        <tr>
          <th>Layer</th>
          <th>Mollusken (Anzahl/Gewicht)</th>
          <th>Fische (Anzahl/Gewicht)</th>
          <th>Amphibien (Anzahl/Gewicht)</th>
          <th>Vögel (Anzahl/Gewicht)</th>
          <th>Reptilien (Anzahl/Gewicht)</th>
          <th>Säugetiere (Anzahl/Gewicht)</th>
          <th>Gesamt (Anzahl/Gewicht)</th>
        </tr>
      </thead>
      <tbody>
        <tr>
          <td>8</td>
          <td>3 / 4</td>
          <td>4 / 3</td>
          <td>2 / 1</td>
          <td>2 / 2</td>
          <td>602 / 754</td>
          <td>789 / 1376</td>
          <td>1402 / 2140</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>9</td>
          <td>3 / 6</td>
          <td>4 / 1</td>
          <td>—</td>
          <td>1 / 1</td>
          <td>482 / 1429</td>
          <td>94 / 438</td>
          <td>584 / 1875</td>
        </tr>
        <tr>
          <td>10</td>
          <td>—</td>
          <td>2 / 1</td>
          <td>2 / 1</td>
          <td>2 / 1</td>
          <td>84 / 122</td>
          <td>248 / 996</td>
          <td>336 / 1120</td>
        </tr>
        <tr>
          <td><strong>Gesamt</strong></td>
          <td><strong>6 / 10</strong></td>
          <td><strong>10 / 5</strong></td>
          <td><strong>5 / 2</strong></td>
          <td><strong>5 / 4</strong></td>
          <td><strong>1168 / 2305</strong></td>
          <td><strong>1131 / 2810</strong></td>
          <td><strong>2322 / 5135</strong></td>
        </tr>
      </tbody>
    </table>
  </figure>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die faunalen Überreste in der Höhle geben Aufschluss über die prähistorische Tierwelt und die Nutzung durch ihre damaligen Bewohner. Die Funde werden von Reptilien, insbesondere Wasser- und Landschildkröten, dominiert, die fast die Hälfte der Knochen in den untersuchten Schichten ausmachen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurden verschiedene Huftierarten identifiziert, die anhand ihrer Habitat- und Nahrungspräferenzen charakterisiert wurden. Zu den nachgewiesenen Arten gehören der Sambarhirsch (Cervus unicolor), der offenes Waldland und dichte Dschungelgebiete bevorzugt und hauptsächlich Blätter und Sträucher frisst, sowie der Leierhirsch (Cervus eldi), der dichten Dschungel meidet und sich überwiegend von Gräsern ernährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise gefunden wurden der Muntjak (Muntiacus muntjak), der in allen Waldtypen vorkommen kann und sich von Blättern und Sträuchern ernährt, sowie das Javanische Rind (Bos javanicus), das in offenen Wäldern und Graslandschaften lebt und ebenfalls Gräser frisst.</p>



 [<a href="https://www.imperien-und-inseln.de/thailand/thailands-verborgene-geschichte-archaeologische-spuren-in-der-provinz-krabi/">See image gallery at www.imperien-und-inseln.de</a>] 



<p class="wp-block-paragraph">Andere Tierarten scheinen weitaus weniger konsumiert worden zu sein. Es wurden wenig Fisch- und Amphibienreste gefunden, obwohl in der Nähe mehrere Bäche geflossen sein sollten. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls nachgewiesen wurde der Asiatische Elefant (Elephas maximus), der in offenen Wäldern und Graslandschaften lebt und Gräser bevorzugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Großkatzen wurden drei Knochenfragmente, wahrscheinlich von einem Leoparden oder Nebelparder, in den Layern 8 und 9 gefunden, möglicherweise von einem Tier, das in der Höhle gestorben ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist das Fehlen von Schweineknochen, die in anderen archäologischen Stätten der Region häufig sind.</p>



<div style="overflow-x:auto;"><table style="font-size: 0.8em; padding: 2px;">        <caption style="font-size: 0.9em; padding: 2px;">Habitatpräferenzen von Huftierarten</caption>        <thead>            <tr>                <th style="padding: 2px;">Art</th>                <th style="padding: 2px;">Deutscher Name</th>                <th style="padding: 2px;">Habitattyp</th>                <th style="padding: 2px;">Nahrungspräferenz</th>                <th style="padding: 2px;">Identifiziert in Layer 8-10</th>            </tr>        </thead>        <tbody>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Cervus unicolor</em></td>                <td style="padding: 2px;">Sambarhirsch</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald, dichter Dschungel</td>                <td style="padding: 2px;">Blätter und Sträucher</td>                <td style="padding: 2px;">Ja</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Cervus eldi</em></td>                <td style="padding: 2px;">Leierhirsch</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald, meidet dichten Dschungel</td>                <td style="padding: 2px;">Gräser</td>                <td style="padding: 2px;">Ja</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Elephas maximus</em></td>                <td style="padding: 2px;">Asiatischer Elefant</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald/Grasland</td>                <td style="padding: 2px;">Gräser</td>                <td style="padding: 2px;">Ja</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Muntiacus muntjak</em></td>                <td style="padding: 2px;">Indischer Muntjak</td>                <td style="padding: 2px;">Alle Waldtypen</td>                <td style="padding: 2px;">Blätter und Sträucher</td>                <td style="padding: 2px;">Ja?</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Bos javanicus</em></td>                <td style="padding: 2px;">Banteng</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald/Grasland</td>                <td style="padding: 2px;">Gräser</td>                <td style="padding: 2px;">Nein</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Axis porcinus</em></td>                <td style="padding: 2px;">Schweinshirsch</td>                <td style="padding: 2px;">Grasland</td>                <td style="padding: 2px;">Gräser</td>                <td style="padding: 2px;">Nein</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Bos gaurus</em></td>                <td style="padding: 2px;">Gaur</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald/Grasland</td>                <td style="padding: 2px;">Blätter, Sträucher und Gräser</td>                <td style="padding: 2px;">Nein</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Bubalus arnee</em></td>                <td style="padding: 2px;">Arni-Büffel</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald/Grasland</td>                <td style="padding: 2px;">Gräser</td>                <td style="padding: 2px;">Nein</td>            </tr>            <tr>                <td style="padding: 2px;"><em>Sus sp.</em></td>                <td style="padding: 2px;">Schwein (unbestimmte Art)</td>                <td style="padding: 2px;">Offener Wald/dichter Dschungel</td>                <td style="padding: 2px;">Blätter, Früchte, Blumen</td>                <td style="padding: 2px;">Nein</td>            </tr>        </tbody>    </table><br></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterschiede zwischen den Schichten spiegeln Veränderungen in der Nutzung der Höhle und möglicherweise in der Verfügbarkeit von Ressourcen wider. In Layer 8 wurden die meisten Schildkröten- und Hirschknochen gefunden, was auf eine intensivere Nutzung der Höhle in dieser Zeit hinweist. In den späteren Schichten, insbesondere in Layer 10, nahm die Vielfalt der gefundenen Tierarten ab, was möglicherweise auf Veränderungen in der Umgebung oder den Jagdpraktiken hindeutet. Die Funde legen nahe, dass die Bewohner der Höhle stark auf die Jagd von Hirschen und die Nutzung von Schildkröten als Nahrungsquelle angewiesen waren, während andere Säugetiere eine geringere Rolle spielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vergleich mit anderen Stätten – Unterschiede und Gemeinsamkeiten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um weitere Rückschlüsse ziehen zu können, bietet sich ein Vergleich mit anderen archäologischen Stätten an. Aus der Zeit des beginnenden Jungpaläolithikums gibt es nur eine Handvoll Fundorte, die oft nicht gut erforscht sind. Zum Vergleich lässt sich die Niah-Höhle auf Borneo heranziehen. Dort wurde neben eines menschlichen Schädels aus dieser Zeit eine Menge Fundmaterial gefunden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="199" src="https://imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/1024px-Niah_Cave_skull._Homo_Sapiens_45000_to_39000_Years_Old-300x199.jpg" alt="" class="wp-image-663" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/1024px-Niah_Cave_skull._Homo_Sapiens_45000_to_39000_Years_Old-300x199.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/1024px-Niah_Cave_skull._Homo_Sapiens_45000_to_39000_Years_Old-768x510.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/1024px-Niah_Cave_skull._Homo_Sapiens_45000_to_39000_Years_Old.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schädel aus der Niah-Höhle</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Der zentrale Unterschied zwischen der Niah-Höhle auf Borneo und der Lang Rongrien-Höhle in Thailand liegt in der Zusammensetzung der Tierfunde und der Art der Nutzung der Höhlen. In Niah wurden zahlreiche Tierarten, darunter Schweine und arboreale Säugetiere, entdeckt, was auf eine längere und intensivere Nutzung als Basislager hindeutet. Im Gegensatz dazu weist die Lang Rongrien-Höhle eine deutlich geringere Artenvielfalt auf, die von Schildkrötenknochen dominiert wird. Dies legt nahe, dass die Höhle nur für kurze, saisonale Aufenthalte genutzt wurde. Allerdings könnten die Unterschiede auch durch unterschiedliche Umweltbedingungen bedingt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vergleich mit dem Moh Khiew Rock Shelter, der sich ebenfalls in der Karststeinlandschaft befindet, bietet zusätzliche Erkenntnisse. Die älteste Fundschicht dort datiert auf etwa 25.800 ± 600 Jahren. Interessanterweise weist die Faunazusammensetzung Ähnlichkeiten zur Niah-Höhle auf, was die These stützt, dass die Unterschiede weniger auf die Umweltbedingungen als vielmehr auf das unterschiedliche menschliche Verhalten und die Dauer der Nutzung zurückzuführen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick in die Tham Lang Rongrien-Höhle zeigte uns wichtige Informationen über das Leben im Jungpaläolithikum in Südostasien. Die Schichten, die bis zu 43.000 Jahre zurückreichen, dokumentieren die Anwesenheit früher moderner Menschen in einer Umgebung, die sich deutlich von der heutigen unterschied.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse der Tierknochen, insbesondere von Schildkröten und Hirschen, gibt Aufschluss über die Ernährungsgewohnheiten. Feuerstellen und Steinwerkzeuge belegen technologische Fähigkeiten. Die Funde spiegeln die Anpassung an ein kühleres, trockeneres Klima wider.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-300x225.jpg" alt="" class="wp-image-648" style="width:300px;height:auto" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-768x576.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20230827_135750-1-scaled.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karstkegel in der Ferne (Tub Kaek, Krabi)</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Bewohner der Lang Rongrien-Höhle nutzten das Gebiet vermutlich saisonal. Die isolierten Berge, wie der Khao Phanom Bencha, boten in den Höhenlagen eine andere Vegetation und eine kühlere Umgebung. Während die Küstenebenen reich an Ressourcen wie Wasser und Nahrung waren, boten die höher gelegenen Gebiete in den Bergen andere Vorteile, die es den Bewohnern ermöglichten, auf die jahreszeitlichen Schwankungen der Umwelt flexibel zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entdeckungen wie die in Krabi werfen neues Licht auf die frühe Besiedlungsgeschichte Südostasiens. Trotz der begrenzten Datenlage sind einige Schlussfolgerungen möglich, auch wenn vieles spekulativ bleibt. Mit fortschreitenden archäologischen Forschungen könnten in Zukunft jedoch weitere bedeutende Erkenntnisse gewonnen werden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Higham, Charles (2011): <a href="https://amzn.to/3TSGolW">Early Thailand: From Prehistory to Sukhothai</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lang Rongrien: Wikimedia Commons, Noel Hidalgo Tan.<br>Sundaland: Wikimedia Commons, ש.מירון.<br>Niah Cave Skull: Wikimedia Commons, Ryan Somma.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles weitere eigene Aufnahmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fußnoten</h3>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="cb0f5d1f-04fb-4486-8b08-822d9a82940b">Obwohl es in dieser Region keine direkten Hinweise auf den Homo sapiens sapiens gibt, ist davon auszugehen, dass moderne Menschen hier gelebt haben. Zum Jungpaläolithikum wurden in Südostasien keine Spuren von anderen Menschenarten gefunden. Auch die rekonstruierte saisonale Lebensweise ist ähnlich zu dem, was man in anderen Regionen beim modernen Menschen nachgewiesen wurde. <a href="#cb0f5d1f-04fb-4486-8b08-822d9a82940b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="ea252def-e403-4ad6-83e1-2d79c83c8476">BP bedeutet &#8222;before present&#8220;. Auch wenn es mit &#8222;vor heute&#8220; übersetzt wird, ist es streng genommen die Jahreszahl vor 1950. <a href="#ea252def-e403-4ad6-83e1-2d79c83c8476-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/thailand/thailands-verborgene-geschichte-archaeologische-spuren-in-der-provinz-krabi/">Thailands Ur-Geschichte: Archäologische Spuren in der Provinz Krabi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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