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	<title>Konbaung-Dynastie Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Konbaung-Dynastie Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Der Fall von Mandalay &#8211; Das Ende der Konbaung-Dynastie</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/neuzeit/der-fall-von-mandalay-das-ende-der-konbaung-dynastie/">Der Fall von Mandalay &#8211; Das Ende der Konbaung-Dynastie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="225" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Thibaw_Min_1885_crop-225x300.jpg" alt="" class="wp-image-7195" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Thibaw_Min_1885_crop-225x300.jpg 225w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Thibaw_Min_1885_crop.jpg 453w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption class="wp-element-caption">König Thibaw und seine Ehefrauen, die Halbschwestern Supayalat und Supayalay, 1885</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Am 29. November 1885 herrschte im Palast von Mandalay eine beklemmende Stille, die nur durch das ferne Stampfen britischer Regimentsstiefel unterbrochen wurde. König Thibaw, der letzte Herrscher der Konbaung-Dynastie, trat aus seinem goldenen Palast und begab sich in die Gefangenschaft. Begleitet von seiner hochschwangeren Frau Supayalat und einem kleinen Gefolge, bestieg er eine Ochsenkarre, die ihn zum Ufer des Irrawaddy bringen sollte. Dort wartete ein Dampfschiff der britischen Flotte, um den Monarchen für immer ins indische Exil zu verbringen. Das war der Moment, in dem Myanmar seine Souveränität vollständig an das Britische Empire verlor.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Thron unter Druck</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Thibaw hatte den Thron im Jahr 1878 unter denkbar schwierigen Vorzeichen bestiegen. Sein Aufstieg mit nur 19 Jahren war das Ergebnis komplexer Intrigen am Hofe, angeführt von der Königinwitwe Hsinbyumashin. Um die Herrschaft des jungen Paares abzusichern, kam es zu einem der folgenreichsten Kapitel der birmanischen Geschichte: In einer systematischen Hinrichtungswelle im Februar 1879 wurden etwa 70 potenzielle Thronanwärter, darunter Prinzen und Prinzessinnen der königlichen Familie, ermordet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ereignis belastete das Ansehen Myanmars im Ausland schwer. Die Kolonialmacht, die bereits seit den Kriegen von 1824 und 1852 den Süden des Landes kontrollierte, nutzte die Berichte über die Vorgänge in Mandalay geschickt als moralische Rechtfertigung für eine weitere Expansion. Während Thibaw versuchte, durch zaghafte Verwaltungsreformen und diplomatische Annäherungsversuche an Frankreich die Unabhängigkeit des Kernlandes zu bewahren, suchte London nach einem Vorwand zum endgültigen Zugriff.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der dritte Krieg und der Fall der Hauptstadt</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="202" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Thibaw_Min-202x300.jpg" alt="" class="wp-image-7193" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Thibaw_Min-202x300.jpg 202w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/07/Thibaw_Min.jpg 500w" sizes="(max-width: 202px) 100vw, 202px" /><figcaption class="wp-element-caption">König Thibaw, 1886</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Den unmittelbaren Anlass für den Dritten Anglo-Birmanischen Krieg im Jahr 1885 lieferte schließlich ein Handelsstreit um die <em>Bombay Burmah Trading Corporation</em>. Die britische Firma wurde vom birmanischen Hof wegen illegaler Holzschläge zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Die Gegenseite reagierte mit einem Ultimatum, das praktisch die Unterwerfung der Außenpolitik und der Wirtschaft des Landes forderte. Hinter diesem wirtschaftlichen Vorwand stand die britische Furcht, Frankreich könne durch Verträge mit Thibaw einen strategischen Korridor von Indochina bis an die Grenzen Britisch-Indiens schlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der König ablehnte, marschierten die Truppen des Generals Prendergast den Irrawaddy hinauf. Der militärische Widerstand brach schnell zusammen, da die einheimische Armee der modernen Schiffsartillerie, die die hölzernen Forts entlang des Flusses unter Dauerfeuer nahm, kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Innerhalb weniger Wochen erreichten die Invasoren Mandalay. Der königliche Palast, ein architektonisches Meisterwerk aus Teakholz und Gold, wurde zum Hauptquartier umfunktioniert. Wo einst religiöse Zeremonien stattfanden, richteten die Offiziere nun einen Club und eine Kapelle ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Zerschlagung der sozialen Ordnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als in Indien, wo viele lokale Fürsten in das Verwaltungssystem integriert wurden, entschieden sich die Briten in Myanmar für die „direkte Herrschaft“. Sie schafften das Königtum schlicht ab. Dieser Schritt hatte verheerende Folgen für das gesellschaftliche Gefüge. Besonders die Vernichtung der Genealogien in der königlichen Schatzkammer wog schwer: Die auf Palmblattmanuskripten festgehaltenen Abstammungsnachweise waren die rechtliche Grundlage für die Privilegien des Adels. Ohne sie wurde die alte Elite über Nacht zur Bedeutungslosigkeit herabgestuft und in gewöhnliche Stadtviertel umgesiedelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf der untersten Ebene, im Dorf, änderte sich alles. Traditionell war der Dorfvorsteher ein gewählter Vermittler gewesen, der Feste organisierte und die dörfliche Ordnung zusammenhielt. Die neue Verwaltung degradierte diese Männer zu weisungsgebundenen Agenten des Staates, deren Hauptaufgabe das Eintreiben von Steuern war. Damit verlor der Staat seine moralische Autorität in den Augen der Bevölkerung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wirtschaftlicher Umbruch und religiöser Widerstand</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzer verwandelten das Land in einen gewaltigen Exportmarkt für Reis. Doch der Wohlstand der Monokulturen war ungleich verteilt. Um das Land urbar zu machen, nahmen viele Bauern Kredite bei indischen Geldverleihern, den sogenannten <em>Chettiars</em>, auf. Bei Missernten konnten diese Schulden nicht bedient werden, was zu einer massiven Enteignung birmanischen Bodens führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen diese wirtschaftliche Not und den kulturellen Identitätsverlust regte sich Widerstand, der oft religiös motiviert war. Mönche und lokale Führer gründeten Zusammenschlüsse, die zum Boykott westlicher Waren aufriefen und sich auf buddhistische Tugenden beriefen. Diese Bewegungen legten den Grundstein für den späteren Nationalismus, der im 20. Jahrhundert schließlich zur Unabhängigkeit führen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage, ob die Zerschlagung der Monarchie eine notwendige Modernisierung oder ein Akt kolonialer Willkür war, beschäftigt Historiker bis heute. Fest steht, dass der Bruch von 1885 die birmanische Gesellschaft bis in ihre Grundfeste erschütterte und eine Wunde hinterließ, die in der politischen Struktur des heutigen Staates noch immer spürbar ist.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="1020" height="765" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Aussicht-Mandalay-Hill3.jpg" alt="" class="wp-image-7188" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Aussicht-Mandalay-Hill3.jpg 1020w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Aussicht-Mandalay-Hill3-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/04/Aussicht-Mandalay-Hill3-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1020px) 100vw, 1020px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sonnenuntergang am Mandalay Hill.</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Arthur Aung-Thwin, Maitrii Aung-Thwin (2013): <a href="https://www.amazon.de/History-Myanmar-Since-Ancient-Times/dp/1780231725?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2LHS5UE1B7CY1&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Z2TeHGL7FQsjNJXA-QC4vIwXEH3fuJf5MlKEb5Gy6ZTGfyhxMRoZifJiyWxz_tZUGHvJ8EOHJDUCPKeCxHyVFqxa3fg3EfJSPjG7sSZzInYm3hhtMfa0lxdjEhrZUtBVrvAlqS3Yp6cky0bU2l60DD9bcTZx7QUUUO_xe61Lr6becnZuTybXXLkwEYYraRVVQxqxZYT7Uo4TiHiFBpOAzujZ-fsQxMCwYFD7g8F_WWA.cyHb0Onu0agkR8N9lJeNDU4Xhlrf-4BBaiMimAs4icg&amp;dib_tag=se&amp;keywords=toppich+history+myanmar&amp;qid=1759124607&amp;sprefix=toppich+historymyanmar%2Caps%2C426&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=bf3fe9c7ef8072ab049963cc7e32c9ca&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">A History of Myanmar Since Ancient Times: Traditions and Transformations</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Mandalay Hill.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles eigene Aufnahmen oder gemeinfrei.</p>
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		<title>Die Konbaung-Dynastie – Das dritte Birmanische Reich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Aufstieg der Konbaung-Dynastie Mitte des 18. Jahrhunderts änderten sich die Machtverhältnisse in Myanmar grundlegend. Die Konbaung-Dynastie errang die Herrschaft und begründete das dritte Birmanische Reich. Ihre Herrscher gehörten den Bamar &#8230; </p>
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<h3 class="wp-block-heading">Aufstieg der Konbaung-Dynastie</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte des 18. Jahrhunderts änderten sich die Machtverhältnisse in Myanmar grundlegend. Die Konbaung-Dynastie errang die Herrschaft und begründete das dritte Birmanische Reich. Ihre Herrscher gehörten den Bamar an, der größten ethnischen Gruppe des Landes.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="255" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Konbaung_1767_Map_2-255x300.png" alt="" class="wp-image-5308" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Konbaung_1767_Map_2-255x300.png 255w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Konbaung_1767_Map_2.png 640w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Birmanische Reich, 1767</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">König Alaùngpayà strebte danach, das zersplitterte Myanmar unter seiner Kontrolle zu vereinen. 1755 nutzte er eine Revolte im Mon-Gebiet als Vorwand für eine militärische Intervention. Die Städte konnten dem Ansturm nicht standhalten. Sogar Pegu, das von französischen Söldnern verteidigt wurde, fiel in die Hände der Bamar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Herrscher der Mon wurde gefangen genommen und an einem religiösen Feiertag vor der Shwedagon-Pagode in Yangon enthauptet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl das Land formal wieder unter einer zentralen Herrschaft vereint war, blieb das Volk gespalten. Viele Mon weigerten sich, sich dem neuen Reich anzuschließen, und wanderten nach Ayutthaya aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kriege gegen Siam</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="223" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Aung_Pinle_Hsinbyushin-223x300.jpg" alt="" class="wp-image-5311" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Aung_Pinle_Hsinbyushin-223x300.jpg 223w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Aung_Pinle_Hsinbyushin.jpg 250w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><figcaption class="wp-element-caption">König Hsinbyushin (1736-1776)</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Wie zweihundert Jahre zuvor richteten die birmanischen Herrscher ihren Blick erneut nach Osten, zum thailändischen Königreich Siam. König Alaùngpayà und seine Söhne Hsinbyushin und Naungdawgi führten mehrere Jahrzehnte Krieg gegen die Thai-Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach altem Muster griff die birmanische Armee das nördliche Siam an. Die Hauptstadt Chiang Mai im Königreich <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/fruehe-neuzeit/stadtstaaten-stupas-und-schriftgelehrte-der-aufstieg-lan-nas/">Lan Na</a> wurde nach einer siebmonatigen Belagerung eingenommen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="199" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/800px-Minister_of_State_in_Konbaung_uniform-199x300.jpg" alt="" class="wp-image-5309" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/800px-Minister_of_State_in_Konbaung_uniform-199x300.jpg 199w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/800px-Minister_of_State_in_Konbaung_uniform-680x1024.jpg 680w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/800px-Minister_of_State_in_Konbaung_uniform-768x1156.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/800px-Minister_of_State_in_Konbaung_uniform.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bamar-General in Ayutthaya</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der Bamar war die uneingeschränkte Vorherrschaft in Südostasien. Aus Fehlern der Vergangenheit lernten sie, dass <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/fruehe-neuzeit/der-untergang-der-unbezwingbaren-das-ende-ayutthayas/">Ayutthaya </a>nicht nur unterworfen, sondern vollständig zerstört werden musste, um den Konkurrenten langfristig auszuschalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1767 wurde Ayutthaya unter König Hsinbyushin nach einem langen Kampf eingenommen. Viele Menschen – zeitgenössische Quellen sprechen von etwa 30.000 Deportierten aus Stadt und Provinzen – wurden nach Myanmar verschleppt</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Grenzen der Macht</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Zerstörung gelang es den Bamar nicht, die eroberten Gebiete dauerhaft zu kontrollieren. Schon bald entstand ein neues, schlagkräftiges Reich auf thailändischem Boden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Siamesen nutzten die gleichzeitigen Kämpfe der Birmanen gegen China geschickt aus. König Hsinbyushin musste seine Truppen in den Norden Myanmars verlegen, um gegen Armeen aus Yunnan zu kämpfen. Dort kam es zwischen 1765 und 1769 zu mehreren Feldzügen, die das Reich stark beanspruchten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Goldene Brief</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In eben dieser angespannten Lage versuchte Hsinbyushin, außenpolitische Spielräume zu gewinnen. 1765 ließ er den sogenannten „Goldenen Brief“ an König Georg III. von Großbritannien verfassen. Das prächtig gestaltete Dokument, mit Goldfolie auf birmanischem Palmblatt geschrieben, sollte Handelskontakte und diplomatische Beziehungen eröffnen. In London blieb es unbeachtet und geriet lange in Vergessenheit. Heute wird es in der Staatsbibliothek Hannover aufbewahrt und gilt als einzigartiges Zeugnis der birmanischen Außenpolitik im 18. Jahrhundert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="185" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-1024x185.jpg" alt="" class="wp-image-5310" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-1024x185.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-300x54.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-768x139.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-1536x277.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-2048x370.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/09/Goldener_Brief_Gesamt_Vorderseite_Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Bibliothek-scaled.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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</style>

<ul class="timeline">
  <li data-year="1755">Bayinnaung nutzt eine Revolte, um das Mon-Gebiet zu erobern.</li>
  <li data-year="1756">Einnahme von Pegu, Hauptstadt der Mon; Hinrichtung des Mon-Herrschers.</li>
  <li data-year="1763">Beginn der langwierigen Kriege gegen das Königreich Ayutthaya.</li>
  <li data-year="1767">Zerstörung und Eroberung von Ayutthaya durch die Bamar.</li>
  <li data-year="bis 1789">Birmanisch-chinesischer Konflikt; Ablenkung der birm. Armee.</li>
  <li data-year="1780er">Wiedererstarken der Siamesen und Bildung eines neuen Reichs auf thailändischem Gebiet.</li>
</ul>



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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zum Weiterlesen</strong></h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Michael Arthur Aung-Thwin, Maitrii Aung-Thwin (2013): <a href="https://www.amazon.de/History-Myanmar-Since-Ancient-Times/dp/1780231725?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2LHS5UE1B7CY1&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Z2TeHGL7FQsjNJXA-QC4vIwXEH3fuJf5MlKEb5Gy6ZTGfyhxMRoZifJiyWxz_tZUGHvJ8EOHJDUCPKeCxHyVFqxa3fg3EfJSPjG7sSZzInYm3hhtMfa0lxdjEhrZUtBVrvAlqS3Yp6cky0bU2l60DD9bcTZx7QUUUO_xe61Lr6becnZuTybXXLkwEYYraRVVQxqxZYT7Uo4TiHiFBpOAzujZ-fsQxMCwYFD7g8F_WWA.cyHb0Onu0agkR8N9lJeNDU4Xhlrf-4BBaiMimAs4icg&amp;dib_tag=se&amp;keywords=toppich+history+myanmar&amp;qid=1759124607&amp;sprefix=toppich+historymyanmar%2Caps%2C426&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=bf3fe9c7ef8072ab049963cc7e32c9ca&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">A History of Myanmar Since Ancient Times: Traditions and Transformations</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Anawrahta, Bayinnaung, Alaungpaya, Statuen vor dem Tor der Defence Service Academy in Pyin Oo Lwin. Wikimedia Commons, Hybernator.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>





<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/fruehe-neuzeit/die-konbaung-dynastie-das-dritte-birmanische-reich/">Die Konbaung-Dynastie – Das dritte Birmanische Reich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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