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	<title>Irrawaddy-Tal Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Irrawaddy-Tal Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Birmanisch &#8211; Die Sprache im Irrawaddy-Tal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/altertum/birmanisch-die-sprache-im-irrawaddy-tal/">Birmanisch &#8211; Die Sprache im Irrawaddy-Tal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p>Die Geschichte der burmesischen Sprache ist eng mit der Ausbildung politischer Zentren im Irrawaddy-Tal verbunden. Sie entwickelte sich in einem Raum, in dem Handel, religiöser Austausch und königliche Herrschaft früh ineinandergriffen. Sprache diente hier nicht nur der Alltagskommunikation. Sie wurde auch zu einem Mittel der Verwaltung, der religiösen Unterweisung und der Darstellung königlicher Autorität.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Entstehung des Altburmesischen</h2>



<p>Die ältesten gesicherten Zeugnisse des Burmesischen stammen aus dem 11. Jahrhundert. In dieser Zeit stieg Bagan zu einem bedeutenden politischen und religiösen Zentrum auf. Mit dem Ausbau königlicher Herrschaft gewann auch die Sprache der Burmanen über den regionalen Rahmen hinaus an Gewicht. Inschriften aus dieser Epoche zeigen bereits eine weit entwickelte Schriftsprache, die für administrative und religiöse Zwecke genutzt wurde.</p>



<p>Das verwendete Schriftsystem geht auf indische Brahmi-Traditionen zurück, die vermutlich über monische Vermittlung in den birmanischen Raum gelangten. Das Altburmesische war stark durch religiöse Texte geprägt. Der Theravada-Buddhismus brachte eine enge Verbindung zum Pali mit sich. Viele Begriffe aus diesem Bereich wurden übernommen und prägten vor allem religiöse, rechtliche und höfische Texte. Trotz dieser Einflüsse blieb die grammatische Grundstruktur der Sprache über lange Zeiträume hinweg bemerkenswert stabil.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schriftkultur und Wandel im Mittelburmesischen</h2>



<p>Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert lässt sich ein allmählicher Übergang zum Mittelburmesischen beobachten. Diese Phase fiel mit der Ausdehnung burmesischer Reiche und einer wachsenden Schriftlichkeit zusammen. Chroniken, Gesetzestexte und literarische Werke wurden zunehmend auch von Laien verfasst und nicht mehr ausschließlich von Mönchen.</p>



<p>In dieser Zeit setzte sich das heute typische runde Schriftbild durch. Diese Form hing eng mit dem Schreiben auf Palmblättern zusammen, das kantige Linien unpraktisch machte. Viele orthographische Konventionen des heutigen Burmesisch lassen sich auf diese Phase zurückführen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klöster, Bildung und sprachliche Einheit</h2>



<p>Im späten 18. Jahrhundert nahm das moderne Burmesisch Gestalt an. Klöster spielten dabei eine zentrale Rolle als flächendeckende Bildungsinstitutionen. Sie ermöglichten eine für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Alphabetisierungsrate im Volk. Durch die einheitliche Vermittlung religiöser Texte trugen sie zugleich zu einer weitgehenden sprachlichen Vereinheitlichung im Kernraum des Irrawaddy-Tals bei.</p>



<p>Diese frühe institutionelle Verankerung erklärt, warum sich regionale Varianten des Burmesischen vergleichsweise wenig auseinanderentwickelten. Die Sprache blieb über große Distanzen hinweg verständlich und behielt ihre innere Geschlossenheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kolonialzeit und nationale Sprache</h2>



<p>Die britische Kolonialzeit veränderte den Stellenwert des Burmesischen deutlich. Englisch gewann im Bildungswesen und in der Verwaltung an Gewicht, während Burmesisch in formellen Kontexten zurückgedrängt wurde. Gleichzeitig entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert eine sprachliche Selbstvergewisserung, die eng mit politischen Autonomiebestrebungen verbunden war.</p>



<p>Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1948 wurde Burmesisch zur offiziellen Staatssprache erklärt. In den folgenden Jahrzehnten arbeiteten staatliche Institutionen gezielt daran, die Sprache weiterzuentwickeln und an moderne Wissens- und Verwaltungsbereiche anzupassen. Damit knüpfte das Burmesische an eine lange Tradition an, in der Sprache stets Teil politischer und religiöser Ordnungsvorstellungen gewesen war.</p>



<div style="border:1px solid #d6dfc8; background:#f4f7ef; padding:18px; border-radius:10px; margin:18px 0; color:#2a2a2a; font-family: sans-serif;">
  <div style="font-weight:700; font-size:18px; margin:0 0 10px 0;">
    Burmesisch auf einen Blick: Schrift und Sprache
  </div>

  <div style="padding:12px; border-radius:8px; background:#ffffff; border:1px solid #e2ead6; margin:0 0 12px 0;">
    <div style="font-weight:700; margin:0 0 8px 0;">So sieht die Schrift aus</div>
    <div style="font-size:18px; line-height:1.8;">
      <span style="font-size:20px;">မြန်မာဘာသာ</span> <span style="font-size:14px; color:#555;">(myanma batha – burm. Sprache)</span><br>
      <span style="font-size:20px;">မင်္ဂလာပါ</span> <span style="font-size:14px; color:#555;">(mingalaba – Guten Tag)</span><br>
      <span style="font-size:20px;">ကျေးဇူးတင်ပါတယ်</span> <span style="font-size:14px; color:#555;">(kyeizu tin ba deh – Danke)</span>
    </div>
    <div style="font-size:13px; color:#666; margin-top:10px; border-top: 1px solid #f0f4e8; padding-top: 6px;">
      Typisch sind runde Zeichen mit Vokal- und Tonmarkierungen um den Grundbuchstaben.
    </div>
  </div>

  <div style="padding:12px; border-radius:8px; background:#ffffff; border:1px solid #e2ead6; margin:0 0 12px 0;">
    <div style="font-weight:700; margin:0 0 6px 0;">Satzbau: Verb am Ende</div>
    <div style="font-size:15px; line-height:1.6;">
      <div style="margin-bottom: 4px;">
        <strong style="font-size:18px;">သူ ထမင်း စားတယ်။</strong> 
      </div>
      <div style="font-size:14px; color:#555;">
        <em>thu hta min sa deh</em> (Wörtlich: er Reis isst)
      </div>
      <div style="font-size:13px; color:#666; margin-top:8px;">
        Vergleich: Wie im Japanischen steht das Verb meist am Satzende. Thai und Khmer ordnen das Verb früher ein.
      </div>
    </div>
  </div>

  <div style="padding:12px; border-radius:8px; background:#ffffff; border:1px solid #e2ead6; margin:0 0 12px 0;">
    <div style="font-weight:700; margin:0 0 6px 0;">Töne und Stimmqualität</div>
    <div style="font-size:14px; line-height:1.6;">
      <div>
        Im Burmesischen unterscheiden Tonhöhe und Stimmführung die Bedeutung.
      </div>
      <div style="margin-top:6px; background:#f9fbf7; padding:4px 8px; border-radius:4px; display:inline-block;">
        <strong>ka</strong> (tiefer Ton) ≠ <strong>ka</strong> (hoher/knarrender Ton)
      </div>
      <div style="font-size:13px; color:#666; margin-top:8px;">
        Vergleich: Zusätzlich zur Tonhöhe spielt die Stimmqualität (z. B. &#8222;gepresste&#8220; Stimme) eine Rolle.
      </div>
    </div>
  </div>

  <div style="padding:12px; border-radius:8px; background:#ffffff; border:1px solid #e2ead6;">
    <div style="font-weight:700; margin:0 0 6px 0;">Schriftlich und gesprochen</div>
    <div style="font-size:14px; line-height:1.6;">
      <div>
        Burmesisch kennt eine formelle Schriftsprache und eine alltagssprachliche Sprechweise.
      </div>
      <div style="font-size:13px; color:#666; margin-top:6px;">
        Vergleich: Der Abstand ist deutlicher als im Thai, aber weniger strikt als im klassischen Chinesisch.
      </div>
    </div>
  </div>

  <div style="font-size:11px; color:#888; margin-top:10px; font-style: italic;">
    Hinweis: Umschriften sind vereinfacht und dienen der Orientierung.
  </div>
</div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h2>



<p>Links, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p>Lieberman, Victor (2003): <em><a href="https://amzn.to/48YRETe">Strange Parallels. Southeast Asia in Global Context</a></em> – Standardwerk zur langfristigen politischen und kulturellen Entwicklung Südostasiens, mit wichtigen Bezügen zur Geschichte Myanmars und seiner Sprachräume.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p>Titel: Buddhistischer Text an einem Tempel in Bagan, eigene Aufnahme: </p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>&#8222;Dies ist eine Darlegung der Lehre.<br>Wer diese Worte hört und bewahrt,<br>der sammelt Verdienst für sich selbst.<br>Durch rechtes Handeln, rechtes Denken<br>und durch das Festhalten an der Lehre<br>entsteht heilsames Wirken.<br>Wer mit aufrichtigem Herzen gibt,<br>wer Achtung vor der Lehre zeigt<br>und sich von falschem Tun fernhält,<br>der vermehrt sein Verdienst<br>in diesem Leben<br>und in zukünftigen Existenzen.&#8220;</p></blockquote></figure>



<p></p>
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		<title>Lackkunst in Myanmar– ein sichtbares Erbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2025 21:05:34 +0000</pubDate>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/LackwareMyanmar-1.mp3"></audio></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Ursprünge und historische Entwicklung</h3>



<p>Die vielleicht bekanntesten Kunstwaren aus Myanmar sind die Lackprodukte. Die Kunstform hat uralte Wurzeln: Die Lacktechnik ist in China seit über 3.000 Jahren nachweisbar. In Südostasien entwickelten sich eigene Traditionen, die vermutlich durch kulturelle Kontakte beeinflusst wurden. In Myanmar scheint das Handwerk im 12. oder 13. Jahrhundert in Bagan aufgegriffen worden zu sein. Epigraphische Quellen nennen lackierte Gegenstände in Tempelinschriften ab dem frühen 13. Jahrhundert. Archäologische Funde, etwa aus dem Umfeld des Laymyethna-Klosters, belegen Lackarbeiten ebenfalls für diese Zeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rohstoffgewinnung und Materialkunde</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="225" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Gluta_usitata_1-225x300.jpg" alt="" class="wp-image-2978" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Gluta_usitata_1-225x300.jpg 225w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Gluta_usitata_1-768x1024.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Gluta_usitata_1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Gluta_usitata_1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Gluta_usitata_1-scaled.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption class="wp-element-caption">Thitsi-Baum in Thailand</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Herstellung erfolgt auch heute nach alter Tradition aus natürlichen Materialien. Der Grundstoff des Lacks ist Harz vom Thitsi-Baum (<em>Gluta usitata</em>). Der Baum wird mit V-förmigen Kerben angeritzt, sodass das dickflüssige Harz langsam in ein Gefäß tropft. Nach dem Abzapfen erhält der Baum vier oder fünf Jahre Ruhe, um sich zu regenerieren. Als Trägermaterialien dienen meist Bambus (vor allem <em>Cephalostachyum pergracile</em>) oder Holzarten wie Teak, <em>Tretrameles nudiflora</em> oder <em>Bombax malabaricum</em>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Qualitätsklassen und technische Varianten</h3>



<p>Je nach Wassergehalt unterscheidet man mehrere Qualitäten – ein besonders reiner schwarzer Lack enthält bis zu 25 % Wasser, während andere Varianten deutlich feuchter sind und matter trocknen. Die Quelle unterscheidet vier Qualitätsstufen:</p>



<div style="margin-top: 2em;">
  <h4 style="margin-bottom: 0.5em;">Qualitätsklassen</h4>
  <ul style="list-style-type: none; padding-left: 0;">
    <li><strong style="color: #2aafa1;">&#8211; Shwezawa</strong> (Goldlackarbeiten)</li>
    <li><strong style="color: #2aafa1;">&#8211; mit Pferdehaar verstärkter Lack</strong></li>
    <li><strong style="color: #2aafa1;">&#8211; einfacher Alltagslack</strong></li>
    <li><strong style="color: #2aafa1;">&#8211; Sayyun</strong> – ein modernes Hybridprodukt mit japanischen Einflüssen</li>
  </ul>
</div>



<h3 class="wp-block-heading">Form, Funktion und Vielfalt</h3>



<p>Die mit Lack verzierten Waren sind vielfältig. Neben Haushaltsobjekten wie Boxen, Tischen oder Servierbrettern entstehen auch rituelle Gegenstände wie Almosenschalen, Manuskriptkisten oder lackierte Buddha-Statuen (<em>Manphaya</em>). Manche Objekte dienen rein dekorativen Zwecken, andere sind Teil religiöser oder höfischer Zeremonien. Besonders prunkvoll sind mit Glas und Blattgold verzierte Varianten, die aufwendig mit Reliefstrukturen versehen werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Herstellung in mehreren Schritten</h3>



<p>Der Lack wird häufig mit feiner Asche angerührt und per Hand auf das Objekt aufgetragen. Danach muss der Gegenstand mehrere Tage – traditionell in einem kühlen Erdkeller – trocknen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach: mindestens sieben Lackschichten sind notwendig, bei hochwertigen Stücken auch deutlich mehr. Zwischen den Schichten wird poliert und geglättet, teilweise mit Materialien wie Reisspelzenasche, Kuhdung oder Knochenmehl. Zur Farbgebung wird traditionell ein rotes Pigment namens <em>Hinthabada</em> eingesetzt, das ursprünglich aus Zinnober (Quecksilbersulfid) gewonnen wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gravur und Gestaltung</h3>



<p>Im letzten Arbeitsschritt folgt die Verzierung. Die Gravuren werden ohne Schablone freihändig durchgeführt – eine Aufgabe, die fast ausschließlich von Männern ausgeführt wird. Die Linien dienen später als Farbgrenzen. Da der Lack keine Fehler verzeiht, muss das Muster im ersten Versuch gelingen. Die anschließende Kolorierung mit Naturfarben erfolgt oft durch Frauen. Verbreitete Motive sind florale Arabesken (<em>Kanote</em>), Tiere, mythische Figuren oder Szenen aus den Jataka-Erzählungen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2981" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-768x576.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Green_tea_and_peanut_nibbles_10808703485-1-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Servierbrett mit Lahpet Thoke, einem birmanischen Tee-Gericht</figcaption></figure>
</div>


<h4 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h4>



<p>Sylvia Fraser-Lu: <a href="https://www.amazon.de/-/en/Burmese-Lacquerware/dp/9748622088?crid=3MJ3TODJ7AECW&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.8Hw2FUtzpQkN-0fqSH1k-fJsCKSdrgt0n-5jviOMYoVtWqLxr6lghDO__wTOftdv6fKX3mqmsY5yzd6tSYDsMNr-Pq3p8D_AKLZcQY9PJDQEghD4Xy44MREAUStD0EFrL1npyqCWBtrLWngjHPlgqZ55awP3behgw1wzz0sunfzBmfLYTbWLReOE4VfNxzTHj9GygmH6u1gJENiSAq0A56Tg-GlGVFldLyNGWgb7i-3WwnRMkbfZHSXijEQzCTSDFtjum72LTKouEM62zaEp5q6--43BYnGm9E4KAzdj3gY.R-101VV9w3u6QdjAzwB7xu2dV4LAJm6BfUlUi0MxSb8&amp;dib_tag=se&amp;keywords=Burmese+Lacquerware&amp;qid=1766142147&amp;sprefix=burmese+lacquerware%2Caps%2C100&amp;sr=8-2&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=8cab7e17aa1ad31ee89665b75c074ca1&amp;language=en_GB&amp;ref_=as_li_ss_tl"><em>Burmese Lacquerware</em>.</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h4>



<p>Titel: Lackware aus Myanmar, Wikimedia Commons, Wagaung.</p>



<p>Lahpet Thoke: Wikimedia Commons, ReflectedSerendipity, Shaun Dunphy.</p>



<p></p>
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		<title>Myanmar nach Bagan: Die Königreiche Pegu und Ava</title>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2025 04:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Reiche entstehen Mit dem politischen Zerfall des Königreichs Bagan im späten 13. Jahrhundert endete eine über vier Jahrhunderte andauernde Zentralherrschaft über das Gebiet des heutigen Myanmar. In der Folge &#8230; </p>
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<h3 class="wp-block-heading">Zwei Reiche entstehen</h3>



<p>Mit dem politischen Zerfall des Königreichs Bagan im späten 13. Jahrhundert endete eine über vier Jahrhunderte andauernde Zentralherrschaft über das Gebiet des heutigen Myanmar. In der Folge entstanden neue Machtzentren. Im Landesinneren bildete sich das Königreich Ava. Es beruhte auf der Landwirtschaft und nutzte die bewässerten Ebenen des Irrawaddy. Im Süden entstand Pegu, auch Hanthawaddy genannt. Es entwickelte sich in der Nähe des Deltas und war stärker auf den Handel ausgerichtet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img decoding="async" width="474" height="939" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Burma_in_1450.png" alt="" class="wp-image-2015" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Burma_in_1450.png 474w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Burma_in_1450-151x300.png 151w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></figure>
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<p>Beide Reiche gingen aus älteren Verwaltungsstrukturen hervor. Pegu war zunächst ein Provinzzentrum unter der Kontrolle von Bagan. Die spätere Unabhängigkeit der Region vollzog sich schrittweise.</p>



<p>Ein wichtiger Einschnitt war die Verlagerung des königlichen Sitzes des Mon-Reichs von Martaban nach Pegu unter König Binnya U in den 1360er Jahren. Nachdem er seine frühere Hauptstadt durch eine Rebellion verloren hatte, ließ er sich in Pegu nieder, das zu diesem Zeitpunkt noch unbedeutend war. Doch seine Lage bot Vorteile für Landwirtschaft und Handel. Diese Voraussetzungen erlaubten den weiteren Aufstieg.</p>



<p>Eine weitere Zäsur kam mit der Herrschaft Rajadhirats (1383–1421). Er setzte sich in einem Machtkampf durch und konnte weite Teile Unterbirmas unter seine Kontrolle bringen. In seiner Regierungszeit kam es zum sogenannten vierzigjährigen Krieg mit Ava. Von 1385 bis 1424 kämpften beide Seiten um die Vorherrschaft im Land. Ein klarer Sieger ging aus dem Konflikt nicht hervor. Für Pegu war dies dennoch ein Erfolg. Ava musste seine Ansprüche auf das alte Bagan-Gebiet zurücknehmen.</p>



<p>In späteren Zeiten entstand die Vorstellung eines ethnischen Konflikts zwischen diesen beiden Reichen, da Pegu im Süden vor allem von Mon bewohnt war, während Ava im birmanischen Kerngebiet im Norden lag. Die zeitgenössischen Quellen widersprechen dieser Auffassung allerdings. Sie zeigen, dass es keine klaren ethnischen Grenzen gab und Loyalität sich nach politischer Zugehörigkeit richtete. So standen in Pegu birmanische Offiziere im Dienst, während in Ava Mon-Adlige Karriere machten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pegus Blüte: eine Königin und ein Mönch auf dem Thron</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-300x225.jpg" alt="" class="wp-image-2041" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-1024x768.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-768x576.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maha Kalyani Sima</figcaption></figure>
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<p>Nach Jahrzehnten der Kämpfe kam es unter Rajadhirats Tochter Shin Saw Bu (reg. 1453–1472) zu einer Phase des Friedens. Sie war eine der wenigen Herrscherinnen der Region. Ihre Regierung gilt als ruhig und geordnet. Ihr Nachfolger Dhammazedi (reg. 1472–1492) war ursprünglich Mönch. Unter seiner Herrschaft gewann Pegu weiter an Ansehen. Der internationale Handel nahm zu. Der Austausch mit Sri Lanka ermöglichte Reformen innerhalb des buddhistischen Ordens, Mönche wurden neu ausgebildet und eine einheitliche Ordnung für das klösterliche Leben wurde eingeführt.</p>



<p>Es entstanden neue religiöse Zentren. In der Hauptstadt ließ Dhammazedi mehrere Pagoden errichten. Dazu gehörten das Maha Kalyani Sima und weitere Klosteranlagen. Der Einfluss Pegus reichte zeitweise bis nach Arakan. In nördlichen Landesteil unterstützte man Vasallen Avas in ihrem Widerstand. Damit wurde der Einfluss des Nordens weiter zurückgedrängt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ava: Ordnung durch Wasserkontrolle und Militär</h3>



<p>Während Pegu sich über Seewege mit der Außenwelt verband, beruhte die Ordnung Avas auf dem Land. Der Norden war durch Trockenheit gekennzeichnet. Landwirtschaft war nur mit Hilfe von Kanälen und Speichern möglich. Daraus ergaben sich Verwaltungsstrukturen, die auf Kontrolle und Verlässlichkeit angewiesen waren. Der Staat konnte nur funktionieren, wenn Wasser und Arbeitskraft gesichert waren.</p>



<p>Ava hatte enge Beziehungen zu den benachbarten Hügelregionen. Diese Gebiete lieferten Rohstoffe, Edelmetalle und Arbeitskräfte. Ihre Eliten wurden in die höfische Welt eingebunden. In Kriegszeiten stellten sie Truppen. In Friedenszeiten entstanden politische Allianzen durch Heiraten. Die Hügelvölker waren für Ava ebenso wichtig wie der Handel für Pegu.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Reiche mit gemeinsamen Interessen</h3>



<p>Zwischen Ava und Pegu kam es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen. Doch keiner der beiden Staaten konnte sich dauerhaft durchsetzen. Statt einer offenen Konfrontation entstand ein stabiles Nebeneinander, das auf gegenseitiger Anerkennung beruhte. Heiratsverbindungen zwischen den Höfen stärkten die diplomatischen Beziehungen. In einzelnen Fällen bat Pegu sogar um Avas Unterstützung bei Fragen der Thronfolge.</p>



<p>Im religiösen Bereich gab es regen Austausch. Beide Reiche orientierten sich am Theravada-Buddhismus. Mönche reisten gemeinsam nach Sri Lanka oder kehrten über die gleiche Route zurück. Selbst in Zeiten politischer Spannungen wurde dieser Austausch nicht unterbrochen. Als zwei Mönche aus Sri Lanka nach Ava weiterzogen, begleitete sie Pegu bis an die Grenze mit großem Zeremoniell. Religiöse Verbindung galt als übergeordnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Toungoo verändert die Ordnung</h3>



<p>Im frühen 16. Jahrhundert entstand eine neue Kraft. Die kleine Stadt Toungoo lag zwischen den beiden Reichen. 1531 bestieg Tabengshweti dort den Thron. Schon als junger Herrscher strebte er danach, die Macht über ganz Myanmar zu erhalten. Nach langen Kämpfen gelang ihm 1539 die Einnahme von Pegu. Die Stadt wurde zu seiner neuen Hauptstadt erklärt. Damit ging die Eigenständigkeit Pegus verloren. Sein Nachfolger Bayinnaung konnte schließlich 1555 auch Ava unterwerfen.</p>



<p>Der Aufstieg Toungoos beruhte auch auf früheren politischen Winkelzügen. Pegu hatte zuvor die Vasallen Avas in Prome und Toungoo unterstützt. Damit hatte man den Einfluss des Nordens geschwächt und neue Konkurrenten geschaffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachwirken einer verlorenen Ordnung</h3>



<p>Mit der Eroberung Pegus durch Tabengshweti endete die Phase der Machtteilung zwischen Fluss und Küste. Toungoo nutzte die Vorteile der Lage, um den Handel über das Meer zu kontrollieren. Zum ersten Mal seit Bagan lag die Hauptstadt eines vereinten Reiches im Süden. Dennoch hielt sich die Erinnerung an Pegus Eigenständigkeit und 1740 erhoben sich die Mon gegen die geschwächte Toungoo-Dynastie. Sie konnten sogar Ava einnehmen. Doch der Gegenschlag folgte rasch. Der spätere König Alaungpaya zog 1757 nach Süden, eroberte die Stadt und beendete den Aufstand. Seitdem gelang es den Mon nicht mehr, eine eigene Herrschaft zu errichten.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="570" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-1024x570.jpg" alt="" class="wp-image-2013" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-1024x570.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-300x167.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-768x428.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Shwemawdaw-Pagode in Pegu (heute: Bago) gilt mit 125 Metern als höchste Stupa Myanmars. Sie entstand im späten 14. Jahrhundert und soll zwei Haare sowie einen Zahn des Buddha enthalten; Könige wie Razadarit, Dhammazedi und Bayinnaung ließen sie mehrfach erweitern.</figcaption></figure>
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<p><a href="#_ednref1"></a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<p>Michael Arthur Aung-Thwin, Maitrii Aung-Thwin (2013): <a href="https://www.amazon.de/History-Myanmar-Since-Ancient-Times/dp/1780231725?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2LHS5UE1B7CY1&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Z2TeHGL7FQsjNJXA-QC4vIwXEH3fuJf5MlKEb5Gy6ZTGfyhxMRoZifJiyWxz_tZUGHvJ8EOHJDUCPKeCxHyVFqxa3fg3EfJSPjG7sSZzInYm3hhtMfa0lxdjEhrZUtBVrvAlqS3Yp6cky0bU2l60DD9bcTZx7QUUUO_xe61Lr6becnZuTybXXLkwEYYraRVVQxqxZYT7Uo4TiHiFBpOAzujZ-fsQxMCwYFD7g8F_WWA.cyHb0Onu0agkR8N9lJeNDU4Xhlrf-4BBaiMimAs4icg&amp;dib_tag=se&amp;keywords=toppich+history+myanmar&amp;qid=1759124607&amp;sprefix=toppich+historymyanmar%2Caps%2C426&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=bf3fe9c7ef8072ab049963cc7e32c9ca&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">A History of Myanmar Since Ancient Times: Traditions and Transformations</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p>Titel: Wikimedia Commons, Clay Gilliland.</p>



<p>Karte: Wikimedia Commons, Hybernator.</p>



<p>Maha Kalyani Sima: Wikimedia Commons, Clay Gilliland.</p>



<p>Shwemawdaw Pagoda: Wikimedia Commons, Anagoria.</p>



<p><a href="http://www1.belboon.de/adtracking/039d3e09453a040885004f1f.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>
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