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	<title>Globale Ordnung Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Globale Ordnung Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Mehr als westlich – Chinas Anteil an der Erklärung der Menschenrechte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Dec 2025 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine globale Idee mit chinesischer Handschrift Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR), verabschiedet am 10. Dezember 1948 in Paris, gilt vielen als ein Produkt westlicher Werte. Doch diese Sicht greift &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/mehr-als-westlich-chinas-anteil-an-der-erklaerung-der-menschenrechte/">Mehr als westlich – Chinas Anteil an der Erklärung der Menschenrechte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/Chang_Menschenrechte-1.mp3"></audio></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Eine globale Idee mit chinesischer Handschrift</h2>



<p>Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR), verabschiedet am 10. Dezember 1948 in Paris, gilt vielen als ein Produkt westlicher Werte. Doch diese Sicht greift zu kurz. Unter den 18 Mitgliedern der Kommission zur Ausarbeitung des Dokuments befand sich auch ein chinesischer Delegierter, der entscheidenden Einfluss auf Sprache und Struktur der Erklärung nahm: Peng Chun Chang.</p>



<p>Chang war Diplomat und ein erfahrener Philosoph, der sich intensiv mit westlicher und chinesischer Ethik beschäftigt hatte. Er verstand sich als Mittler zwischen Kulturen und trug wesentlich dazu bei, dass die Menschenrechtserklärung nicht als europäisches Projekt, sondern als Ausdruck universeller Prinzipien formuliert wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Chinas Stimme im Menschenrechtskomitee</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="184" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/张彭春-184x300.jpg" alt="" class="wp-image-5752" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/张彭春-184x300.jpg 184w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/张彭春.jpg 411w" sizes="(max-width: 184px) 100vw, 184px" /><figcaption class="wp-element-caption">P. C. Chang (1892-1957)</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde im Jahr 1946 gegründet, zwei Jahre vor der formellen Verabschiedung der Erklärung. Neben Eleanor Roosevelt (USA) und Charles Malik (Libanon) gehörte P. C. Chang zu den prägenden Persönlichkeiten in diesem Gremium. Seine Rolle war nicht auf die Vertretung chinesischer Interessen beschränkt. Vielmehr versuchte Chang, einen interkulturellen Konsens zu formen. Dabei brachte er die chinesische Geistesgeschichte als Referenzrahmen in die Verhandlungen ein.</p>



<p>Chang verwies häufig auf Konfuzianismus, Taoismus und die klassische chinesische Literatur, um westlich geprägten Begriffen Alternativen oder Ergänzungen entgegenzusetzen. Besonders wichtig war ihm die Vorstellung von Harmonie, Mitmenschlichkeit (chin. 仁，rén) und sozialer Verantwortung, wie sie in den Analekten des Konfuzius zum Ausdruck kommt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Universelle Werte in vielen Sprachen</h3>



<p>Ein zentraler Streitpunkt während der Ausarbeitung betraf die Sprache der Erklärung. Viele westliche Vertreter wollten auf das „Naturrecht&#8220; Bezug nehmen, also auf eine christlich-abendländische Vorstellung angeborener Rechte. Chang widersprach: Die Berufung auf das Naturrecht sei nicht für alle Traditionen zugänglich. Stattdessen forderte er eine Sprache, die alle einschließt. Sein Vorschlag: Die Erklärung solle sich auf „die Würde des Menschen&#8220; und auf „Vernunft und Gewissen&#8220; stützen – Begriffe, die auch im Islam, im Konfuzianismus und im Buddhismus verständlich sind.</p>



<p>Seine Interventionen hatten Wirkung. Der endgültige Text der Erklärung vermeidet explizit religiöse oder kulturelle Festlegungen. Stattdessen betont er die gemeinsame Menschlichkeit als Grundlage der Rechte. Die berühmte Formulierung der Präambel – „alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren&#8220; – ist ein Ergebnis dieses interkulturellen Austauschs.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Volksrepublik und der Bruch mit der AEMR</h3>



<p>Doch die Hoffnung auf einen dauerhaften chinesischen Beitrag sollte sich nicht erfüllen. Ironischerweise war es nicht die heutige Volksrepublik China, sondern die Republik China (Taiwan), die 1948 als offizieller Vertreter Chinas an der UN teilnahm. Die Volksrepublik, gegründet 1949, übernahm den Sitz in der UN erst 1971. In den Jahrzehnten dazwischen wandte sich das neue China unter Mao Zedong vom Konzept individueller Menschenrechte ab. Stattdessen trat eine revolutionäre Rhetorik in den Vordergrund, die Klassenkampf und Kollektivwohl über individuelle Freiheiten stellte.</p>



<p>In der offiziellen chinesischen Haltung blieb die AEMR lange außen vor. Erst mit den Reformen unter Deng Xiaoping rückten Menschenrechte als Thema der Außenpolitik wieder in den Fokus. Heute betont die Volksrepublik häufig die Eigenständigkeit asiatischer Traditionen und spricht von Rechten mit eigener Prägung. Das schließt individuelle Freiheiten weitgehend aus und betont stattdessen wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bezugnahme auf Chang – ohne seine Ideen?</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="133" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/P.C._Changs_Statue-133x300.png" alt="" class="wp-image-5753" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/P.C._Changs_Statue-133x300.png 133w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/12/P.C._Changs_Statue.png 336w" sizes="(max-width: 133px) 100vw, 133px" /><figcaption class="wp-element-caption">Chang-Statue an der Nankai-Universität</figcaption></figure>
</div>


<p>Gleichzeitig wird in chinesischen Publikationen regelmäßig auf die Rolle Changs verwiesen. Sein Beitrag wird als Beleg dafür genutzt, dass China an der Entstehung der AEMR beteiligt war und deshalb kein außenstehender Kritiker sei. Doch inhaltlich bleibt dieser Verweis selektiv. Chang verteidigte die Idee universeller Menschenrechte, nicht kulturell relativer. Er forderte eine konsensorientierte Sprache, aber keine Einschränkung von Freiheitsrechten.</p>



<p>Der Rekurs auf Chang dient in der Gegenwart oft der politischen Selbstdarstellung, nicht der Wiederaufnahme seines Denkens. Dabei wäre genau das notwendig. Chang glaubte an einen Dialog der Kulturen, an gegenseitigen Respekt und an moralische Überzeugungskraft jenseits staatlicher Machtansprüche. Seine Sicht bleibt bis heute aktuell – und bietet eine Brücke zwischen Weltregionen, die sich im Diskurs um Menschenrechte oft unvereinbar gegenüberstehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwischen Anspruch und Wirklichkeit</h3>



<p>Die AEMR ist kein statisches Dokument. Ihre Interpretation hängt von politischen Bedingungen, zivilisatorischen Erfahrungen und historischen Lernprozessen ab. Doch ihr Anspruch ist geblieben: Rechte gelten für alle Menschen, nicht nur für Bürger einzelner Staaten. Der Beitrag Chinas – über die Person von P. C. Chang – zeigt, dass diese Idee nicht allein aus Europa stammt. Sie ist Ergebnis eines globalen Gesprächs, das weitergeführt werden muss.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mehr erfahren</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hans Ingvar Roth (2023): <em><a href="https://www.amazon.de/Universal-Declaration-Rights-Pennsylvania-Studies/dp/1512825549?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=31SY1NZ7BQRB6&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.ZOM2b9WFekrnNXlGfAxW6JtYfEqE-8MIYtdSGoUG3O4jZ7RYC6Xd1LhAtv2Au-SV4NkDwFi1d2XOSqpDm9TbzUc3dn9_Z1kdWig9a0ZWaI_39vyJ20d2sNZYT8GJoLPrYkSJMnbs7uZKaRhEkUNtEs5xEBHoX46DYZE-2206jz33-gf93uMcSONlqJaP2WKIvo9WqNbXFzWa2E7r4aIXR-yXWsTTku7wJmZm7JLX6WI.HGeKpuBRMlY3QXC-fJ_WU2Qz7kAQrEL2iaAni_vV3qY&amp;dib_tag=se&amp;keywords=P.+C.+Chang+and+the+Universal+Declaration+of+Human+Rights&amp;qid=1765703762&amp;sprefix=p.+c.+chang+and+the+universal+declaration+of+human+rights%2Caps%2C101&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=38c301abb9630efd2fad17871d427f3d&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">P. C. Chang and the Universal Declaration of Human Rights</a></em> *</li>



<li>Pinghua Sun (2022): <a href="https://www.amazon.de/Chinese-Contributions-International-Discourse-English-ebook/dp/B0DFF4WJX7?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3IXPVUB8VOHB8&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.L3oJJbW5PlakZvVLR26ZnWrNErpIs8Dem_SmBTbjQ9vL--BbnQF1nt24lJ1XOTy3Ru1vG9vnslq0ABsfAe1z8YjvcagYBB-9trtfFx8sqS8.Av0YouDjcKpoTKDUeD-t9DbWuBLX1fnG4Shp7UXcz10&amp;dib_tag=se&amp;keywords=pinghua+sun&amp;qid=1765703748&amp;sprefix=pinghua+sun%2Caps%2C108&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=8edd47cf581a8bf1b2cbf75536d73031&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">Chinese Contributions to International Discourse of Human Rights</a> *</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p>Titel: Eleanor Roosevelt mit der Erklärung der Menschenrechte, 1948. Wikimedia Commons, FDR Presidential Library &amp; Museum.</p>



<p>Statue: Wikimedia Commons, Arnold Vancouver.</p>



<p>Alles weitere gemeinfrei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/mehr-als-westlich-chinas-anteil-an-der-erklaerung-der-menschenrechte/">Mehr als westlich – Chinas Anteil an der Erklärung der Menschenrechte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die US-Strategie</title>
		<link>https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/5-die-us-strategie-in-indonesien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Kalte Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Geheime Diplomatie und Machtspiele - Indonesien im Kalten Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Truman-Doktrin und der Beginn des Kalten Krieges Geheime Diplomatie und Machtspiele &#8211; Indonesien im Kalten Krieg: Folge 5 Die US-Außenpolitik in der Sukarno-Zeit stand im Zeichen des Kalten Krieges. &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/5-die-us-strategie-in-indonesien/">Die US-Strategie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/US-Strategie.mp3"></audio></figure>



<h5 class="wp-block-heading">Die Truman-Doktrin und der Beginn des Kalten Krieges</h5>



<p><a href="https://www.imperien-und-inseln.de/category/indonesien_im_kalten_krieg">Geheime Diplomatie und Machtspiele &#8211; Indonesien im Kalten Krieg: Folge 5</a></p>



<p>Die US-Außenpolitik in der Sukarno-Zeit stand im Zeichen des Kalten Krieges. Am 12. März 1947 hielt Präsident Harry S. Truman eine Rede, die als Truman-Doktrin in die Geschichte einging und die nachfolgenden Jahrzehnte prägen sollte.</p>



<figure class="wp-block-embed alignright is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<p>Truman stellte zwei Lebensweisen gegenüber:</p>



<p>Die erste zeichnet sich aus durch freie Institutionen, repräsentative Regierung, freie Wahlen, Garantie der individuellen Freiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Freiheit vor politischer Repression.</p>



<p>Die zweite ist geprägt vom Willen einer Minderheit, die dieser der Mehrheit aufzwingt. Sie stützt sich auf Unterdrückung, Zensur und fehlende Freiheiten. Die Wahlen sind manipuliert.</p>



<p>Truman nahm Stellung dazu, wie sich die USA in dieser Situation verhalten müssten: </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="237" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/Special_Message_to_Congress_on_Greece_and_Turkey_The_Truman_Doctrine-300x237.jpg" alt="" class="wp-image-1533" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/Special_Message_to_Congress_on_Greece_and_Turkey_The_Truman_Doctrine-300x237.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/Special_Message_to_Congress_on_Greece_and_Turkey_The_Truman_Doctrine-768x606.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/Special_Message_to_Congress_on_Greece_and_Turkey_The_Truman_Doctrine.jpg 795w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Harry S. Trueman bei der Rede vor dem Kongress</figcaption></figure>
</div>


<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ich glaube, dass es die Politik der Vereinigten Staaten sein muss, freie Völker zu unterstützen, die sich der versuchten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch Druck von außen widersetzen.&#8220;<sup data-fn="5dd1b71c-6313-44ac-9e5c-d9ba80da28f0" class="fn"><a id="5dd1b71c-6313-44ac-9e5c-d9ba80da28f0-link" href="#5dd1b71c-6313-44ac-9e5c-d9ba80da28f0">1</a></sup></p>
</blockquote>



<p>Dies bedeutete das Ende der Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und den Beginn des Kalten Krieges.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Die Containment-Politik und George F. Kennan</h5>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="214" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/1459px-George_F._Kennan_1947-214x300.jpg" alt="" class="wp-image-1536" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/1459px-George_F._Kennan_1947-214x300.jpg 214w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/1459px-George_F._Kennan_1947-730x1024.jpg 730w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/1459px-George_F._Kennan_1947-768x1078.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/1459px-George_F._Kennan_1947-1095x1536.jpg 1095w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/01/1459px-George_F._Kennan_1947.jpg 1140w" sizes="auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px" /><figcaption class="wp-element-caption">George F. Kennan, 1947</figcaption></figure>
</div>


<p>Ein Mittel, die Ansprüche der Truman-Doktrin umzusetzen, war die Containment-Politik, die ebenfalls 1947 von dem Diplomaten und Berater des Außenministeriums, <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/george-f-kennan/">George F. Kennan</a>, formuliert wurde.</p>



<p>Er war ein Gegner eines politischen Universalismus, der davon ausging, dass Menschen prinzipiell auf gleiche Art reagieren. Er sah eine Welt voller Vielfalt und die USA als nicht stark genug, allen feindseligen und verantwortungslosen Kräften allein entgegenzutreten.</p>



<p>Für Kennan waren Friedensbestrebungen nicht per se das Mittel der ersten Wahl, denn das Konzept dahinter sei nicht umsetzbar, und die Pazifisten sah er als Tagträumer. Krieg sei nötig, um den Status quo aufzubrechen und damit langfristig Besserungen einzuleiten.</p>



<p>Der Verzicht auf militärische Eingriffe würde die amerikanische Einflussnahme verringern und damit auch die weltweite Sicherheit und Stabilität gefährden.</p>



<p>Kennan konkretisierte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„So unangenehm dies auch sein mag, müssen wir uns möglicherweise der Tatsache stellen, dass es Fälle geben kann, in denen Gewalt irgendwo in der Welt in begrenztem Umfang wünschenswerter ist als die Alternativen, weil diese Alternativen globale Kriege wären, in die wir selbst verwickelt wären, in denen niemand gewinnen würde und in denen die gesamte Zivilisation mit hinuntergezogen würde. Ich denke, wir müssen uns der Tatsache stellen, dass es Friedensregelungen geben kann, die für die Sicherheit dieses Landes weniger akzeptabel sind als isolierte Gewaltausbrüche.&#8220;<sup data-fn="3d520140-7a4b-43bc-8aa9-9d91c9fd297f" class="fn"><a id="3d520140-7a4b-43bc-8aa9-9d91c9fd297f-link" href="#3d520140-7a4b-43bc-8aa9-9d91c9fd297f">2</a></sup></p>
</blockquote>



<p>Um das zu verhindern, sollte ein partikulärer Ansatz gewählt werden. Es sollte ein Gleichgewicht unter den feindseligen und unzuverlässigen Kräften der Welt geben, und wenn nötig sollten sie gegeneinander ausgespielt werden. So könnten Intoleranz, Gewalt und Fanatismus dieser Staaten gegeneinander gerichtet werden, statt gegen die USA.</p>



<p>Ein Jahr später schrieb George F. Kennan, dass es in Gebieten, wo man es nicht zulassen könne, dass sie in feindliche Hände fielen, die dortigen politischen Regime aufrechterhalten werden sollten. In seinem ersten Entwurf zählte er zu diesen relevanten Gebieten die Länder der Atlantischen Gemeinschaft: wie Westeuropa, Kanada und Westafrika, sowie den Mitelmeerraum einschließlich des Nahen Ostens, Irans, Japans und der Philippinen.</p>



<p>Kennan glaubte, dass die US-Demokratie nicht eine komplet demokratische Welt benötigte. Wenn aber die Demokratie allein in einer Welt von totalitären Staaten wäre, könnte sie das nicht überstehen – denn in jedem von uns sei im tiefsten Inneren ein kleines Stück Totalitarismus vergraben.</p>



<p>Sein Konzept diente nicht nur den Sicherheitsinteressen, sondern auch der Zugang zu industriellen Zentren und Rohstoffen sollte gesichert und militärische Stützpunkte sollten weltweit eingerichtet werden.</p>



<p>Der größte potenzielle Gegner war die Sowjetunion. Nur sie war feindlich und stark genug, den Amerikanern entgegenzutreten. Kennan vermutete eine Antipathie der Russen aufgrund historischer und ideologischer Gründe gegenüber dem Westen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Die bipolare Welt und das Wettrüsten</h5>



<p>Die nachfolgenden Jahre entwickelten sich in der von Kennan vorgestellten Weise. Es bildeten sich zwei große Blöcke in der Weltpolitik heraus: der Westen und die Sowjetunion mit ihren Satellitenstaaten.</p>



<p>Im „Westen&#8220;, bestehend hauptsächlich aus den USA und den Ländern Westeuropas, begann sich eine Demokratie mit Marktwirtschaft zu entwickeln, während im „Osten&#8220;, angeführt von der Sowjetunion, eine kommunistische, zentralisierte Wirtschaftsform vorherrschend war.</p>



<p>1949 wurde die North Atlantic Treaty Organization (NATO) gegründet, eine militärische Allianz zwischen den USA, Kanada und mehreren Ländern Westeuropas.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/NATO_vs._Warsaw_Pact_1949-1990.svg_-300x300.png" alt="" class="wp-image-1620" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/NATO_vs._Warsaw_Pact_1949-1990.svg_-300x300.png 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/NATO_vs._Warsaw_Pact_1949-1990.svg_-150x150.png 150w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/NATO_vs._Warsaw_Pact_1949-1990.svg_.png 768w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">NATO- und Warschauer-Pakt-Staaten</figcaption></figure>
</div>


<p>Kennan selbst äußerte sich kritisch zur NATO-Gründung und bemängelte, dass die Containment-Doktrin zunehmend militarisiert und fehlinterpretiert wurde. In späteren Jahren distanzierte er sich von der militärischen Auslegung seiner Strategie und betonte, dass er ursprünglich einen vorwiegend politischen und wirtschaftlichen Ansatz im Sinn gehabt hatte.</p>



<p>1952 traten die Türkei und Griechenland der NATO bei, 1955 die Bundesrepublik Deutschland. Die Schlagkraft der Organisation lag in ihrer Vereinbarung, dass ein Angriff auf eines der Mitglieder als Angriff auf alle gewertet werden würde.</p>



<p>Im Jahr 1955, als Reaktion auf die Gründung der NATO und die Wiederbewaffnung Westdeutschlands, gründete die Sowjetunion zusammen mit ihren Satellitenstaaten in Osteuropa den Warschauer Pakt. Dieser bestand aus acht Ländern: Albanien, Bulgarien, Tschechoslowakei, Ungarn, Polen, Rumänien, der Sowjetunion und der Deutschen Demokratischen Republik. Der Pakt war eine formalisierte militärische Allianz, die eine gemeinsame Verteidigungsstrategie gegen die &#8222;kapitalistischen&#8220; Länder des Westens und deren Allianz, die NATO, verfolgte.</p>



<p>So hatten sich bis Mitte der 1950er-Jahre die beiden Blöcke formiert, die bis 1991 die Weltpolitik prägen sollten. Die Strategien aus der Vor-Weltkriegszeit, in der die großen Mächte darauf bedacht waren, ein Machtgleichgewicht anzustreben, waren damit antiquiert. Kissinger beschreibt die Konsequenz folgendermaßen: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„In einer Welt mit zwei Mächten kann es keine Vorstellung geben, dass Konflikt zum Gemeinwohl führt; jeder Gewinn für die eine Seite ist ein Verlust für die andere.&#8220;<sup data-fn="fbc209d3-8c12-47e9-bd32-d52696b0fda0" class="fn"><a href="#fbc209d3-8c12-47e9-bd32-d52696b0fda0" id="fbc209d3-8c12-47e9-bd32-d52696b0fda0-link">3</a></sup></p>
</blockquote>



<p>Neben diesen beiden Blöcken gab es noch eine Reihe weiterer Staaten, die sich teilweise eigenständig organisierten, wie etwa die Bewegung der blockfreien Staaten. Diese Länder lagen vor allem im globalen Süden und wurden häufiger Schauplatz für ein Kräftemessen der Supermächte.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Die Rolle der „Domino-Theorie“ und Südostasien</h5>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-240x300.jpg" alt="" class="wp-image-1622" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-240x300.jpg 240w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-820x1024.jpg 820w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-768x959.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-1230x1536.jpg 1230w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-1640x2048.jpg 1640w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Dwight_D._Eisenhower_official_photo_portrait_May_29_1959-1-scaled.jpg 1281w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dwigt D. Eisenhower, 1959</figcaption></figure>
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<p>Die Interventionen in diesen Ländern wurden durch geopolitische Spekulationen begründet. Im Jahr 1954 prägte der US-Präsident <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/dwight-d-eisenhower/">Dwight D. Eisenhower</a> den Begriff der „<a href="https://www.imperien-und-inseln.de/beitraege/die-dominofalle-wie-sich-amerika-selbst-in-den-vietnamkrieg-dachte/">Domino-Theorie</a>“.</p>



<p>Diese Theorie stellt eine politische Hypothese dar, die besagt, dass wenn ein Staat in einer bestimmten Region dem Kommunismus verfällt, es wahrscheinlich sei, dass umliegende Staaten dem gleichen Pfad folgen könnten.</p>



<p>Eisenhower brachte diese Theorie in Bezug auf Vietnam zur Sprache, in dem Kontext, dass wenn Vietnam kommunistisch würde, andere Staaten in Südostasien ebenfalls dem Kommunismus anheimfallen könnten.</p>



<p>Diese Theorie fand weite Akzeptanz in der amerikanischen Politik und trug dazu bei, die US-Außenpolitik während des Kalten Krieges zu prägen. Sie birgt allerdings auch ein potenzielles Risiko: Durch die Annahme, dass selbst kleine politische Veränderungen in einem Land einen Dominoeffekt auslösen und damit den gesamten regionalen Status quo gefährden könnten, bot die Theorie eine Rechtfertigung für tiefgreifende und oft aggressive Interventionen. Dies könnte dazu führen, dass selbst kleine Konflikte als bedrohlich für die Interessen der USA angesehen und dementsprechend mit starken militärischen oder politischen Maßnahmen beantwortet werden.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Die SEATO und die Herausforderung der Blockfreien</h5>



<p>Um in Südostasien eine Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern, wurde 1954 nach dem Vorbild der NATO die südostasiatische Vertragsgemeinschaft SEATO gegründet. Neben den asiatischen Ländern Pakistan, Philippinen und Thailand unterzeichneten Australien, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland und die Vereinigten Staaten ebenfalls den Vertrag.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="520" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Map_of_SEATO_member_countries_-_de.svg_.png" alt="" class="wp-image-1623" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Map_of_SEATO_member_countries_-_de.svg_.png 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Map_of_SEATO_member_countries_-_de.svg_-300x152.png 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/04/Map_of_SEATO_member_countries_-_de.svg_-768x390.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p>Allerdings war die Organisation nicht so stabil wie das nordatlantische Gegenstück, weil es unter den Mitgliedern stärkere Streitigkeiten gab. Daher zerfiel das Bündnis lange vor Ende des Kalten Krieges: 1972 trat Pakistan aus, 1975 Frankreich, die Philippinen und Thailand. 1977 wurde die SEATO aufgelöst.</p>



<p>Der Politikwissenschaftler Vu und die Historikerin Wongsurawat sehen in konkurrierenden Organisationen in Asien einen Grund für das Scheitern der SEATO. Besonders die auf Sukarnos Initiative erstarkte Bewegung der blockfreien Staaten erschwerten beiden Supermächten und ihren Verbündeten in der Region Einfluss zu gewinnen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="5dd1b71c-6313-44ac-9e5c-d9ba80da28f0"> <a href="https://www.archives.gov/milestone-documents/truman-doctrine#:~:text=President%20Truman%20declared%2C%20%22It%20must,and%20enduring%20bipartisan%20Cold%20War">Transkript in den National Archives</a>: „I believe that it must be the policy of the United States to support free peoples who are resisting attempted subjugation by armed minorities or by outside pressures.&#8220; <a href="#5dd1b71c-6313-44ac-9e5c-d9ba80da28f0-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="3d520140-7a4b-43bc-8aa9-9d91c9fd297f">Gaddis, John Lewis (2005): Strategies of containment, S. 27: „Unpleasant as this may be, we may have to face up to the fact that there may be instances where violence somewhere in the world on a limited scale is more desirable than the alternatives, because those alternatives would be global wars in which we ourselves would be involved, in which no one would win, and in which all civilization would be dragged down. I think we have to face the fact [that] there may be arrangements of peace less acceptable to the security of this country than isolated recurrences of violence.” <a href="#3d520140-7a4b-43bc-8aa9-9d91c9fd297f-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fbc209d3-8c12-47e9-bd32-d52696b0fda0">Kissinger, Henry (1995): Diplomacy, S. 22: „In a two-power world, there can be no pretense that conflict leads to the common good; any gain for one side is a loss for the other“. <a href="#fbc209d3-8c12-47e9-bd32-d52696b0fda0-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p>Bildnachweis:<br>NATO-Warschauer-Pakt-Karte:  Wikimedia Commons, Discombobulates.<br>SEATO-Karte: Wikimedia Commons, Wikimedia Commons, Maximilian Dörrbecker.<br>Alle anderen Bilder Public Domain.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/5-die-us-strategie-in-indonesien/">Die US-Strategie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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