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	<title>Duch Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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		<title>An der thailändischen Grenze &#8211; Das lange Ende der Roten Khmer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
		<category><![CDATA[Rote Khmer]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Anlong Veng]]></category>
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		<category><![CDATA[Ieng Sary]]></category>
		<category><![CDATA[Kalter Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Norodom Sihanouk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Januar 1979 bewegten sich Kolonnen durch die Berge im Westen Kambodschas. Soldaten der Roten Khmer zogen sich vor den vietnamesischen Truppen zurück und trieben Teile der Bevölkerung mit sich. &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/rote-khmer/an-der-thailaendischen-grenze-das-lange-ende-der-roten-khmer/">An der thailändischen Grenze &#8211; Das lange Ende der Roten Khmer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Rote_Khmer_11.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 1979 bewegten sich Kolonnen durch die Berge im Westen Kambodschas. Soldaten der Roten Khmer zogen sich vor den vietnamesischen Truppen zurück und trieben Teile der Bevölkerung mit sich. Manche Menschen wurden durch die Kardamomberge bis nach Battambang gebracht. Nahrung fehlte, Krankheiten breiteten sich aus. Andere nutzten jede Gelegenheit, um die Kolonnen zu verlassen und hinter die vietnamesischen Linien zu gelangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall Phnom Penhs hatte Pol Pots Herrschaft beendet. Seine Bewegung bestand weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Grenze zu Thailand sammelten sich versprengte Einheiten der Roten Khmer. Führungskader entkamen ebenfalls. Aus der Partei, die seit April 1975 einen Staat kontrolliert hatte, wurde wieder eine bewaffnete Bewegung. Ihre Gegner saßen nun in Phnom Penh. Ihre Rückzugsräume lagen im Westen und Nordwesten des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg um Kambodscha ging damit in eine neue Phase.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine neue Regierung in Phnom Penh</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vietnamesische Armee brachte ehemalige Kader der Ostzone zurück nach Kambodscha. Heng Samrin gehörte zu ihnen. Unter seiner Führung entstand die Volksrepublik Kampuchea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen im Land begrüßten zunächst das Ende der Herrschaft Pol Pots. Überlebende verließen die Kooperativen, suchten Angehörige und kehrten in frühere Dörfer zurück. Auch Kader der Ostzone, die den Säuberungen von 1978 entkommen waren, übernahmen wieder Ämter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Regierung stützte sich jedoch auf vietnamesische Truppen. Dadurch wurde die Frage nach Pol Pots Verbrechen rasch mit einem zweiten Konflikt verbunden: der internationalen Auseinandersetzung um Vietnams militärische Präsenz in Kambodscha.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Roten Khmer erwies sich diese Situation als politisch wertvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie konnten ihren Kampf nun als Widerstand gegen Vietnam darstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Grenze wird zum Rückzugsraum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Westen Kambodschas boten bewaldete Gebiete und die nahe thailändische Grenze Rückzugsmöglichkeiten. Von dort konnten die Roten Khmer Truppen neu sammeln und wieder in kambodschanisches Gebiet eindringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig erreichten immer mehr Zivilisten die Grenzregion. Viele waren unterernährt und krank. Andere flohen vor neuen Kämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Flüchtlingslager entstanden auf thailändischer Seite und in den Grenzgebieten. Internationale Hilfsorganisationen versorgten die dort lebenden Menschen. Doch die Lager befanden sich in einer Region, in der mehrere kambodschanische bewaffnete Gruppen operierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch konnten Lager zugleich zu politischen und militärischen Machtbasen werden. Führungskader kontrollierten Zugänge und organisierten Rekrutierungen. Lebensmittelhilfe stabilisierte das Überleben der Zivilbevölkerung, während bewaffnete Organisationen von der Infrastruktur der Grenzregion profitierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grenze trennte damit Flüchtlingshilfe und Krieg nur unvollständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Roten Khmer wurde dieser Raum zur Grundlage ihres zweiten politischen Lebens.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Staat ohne Hauptstadt</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="225" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Samdech_Heng_Samrin_2018_cropped-225x300.jpg" alt="" class="wp-image-8471" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Samdech_Heng_Samrin_2018_cropped-225x300.jpg 225w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Samdech_Heng_Samrin_2018_cropped.jpg 341w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption class="wp-element-caption">Heng Samrin, 2018</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Besonders bemerkenswert war ihre internationale Stellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pol Pots Regierung kontrollierte Phnom Penh seit Januar 1979 nicht mehr. Den kambodschanischen UN-Sitz behielten zunächst Vertreter des Demokratischen Kampuchea. Die neue Regierung Heng Samrins erhielt ihn zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fronten des Kalten Krieges spielten dabei eine zentrale Rolle. China unterstützte die Gegner Vietnams. Auch die Vereinigten Staaten wandten sich gegen die vietnamesische Präsenz in Kambodscha. In der internationalen Diplomatie erhielt deshalb die Frage des vietnamesischen Einmarschs erhebliches Gewicht. Ab 1982 nahm die Koalitionsregierung des Demokratischen Kampuchea mit Sihanouk und Son Sann die Vertretung bei den Vereinten Nationen wahr. Im Friedensprozess ging diese Rolle auf den Obersten Nationalrat über, dem auch Vertreter der Regierung in Phnom Penh angehörten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führte zu einer ungewöhnlichen Konstellation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Männer, die 1979 aus Phnom Penh geflohen waren, hatten ihren Staat verloren. International blieb dessen Name bestehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sihanouk kehrt als Verbündeter zurück</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1982 entstand eine neue Koalition gegen die Regierung in Phnom Penh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Norodom Sihanouk übernahm erneut eine führende Rolle. Eine zweite Kraft bildete die antikommunistische Bewegung um Son Sann. Die Roten Khmer wurden zum militärisch stärksten Bestandteil der Koalition und ließen sich nach außen vor allem durch Khieu Samphan vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit standen erneut ehemalige Gegner auf derselben Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sihanouk hatte schon 1970 mit den kambodschanischen Kommunisten zusammengearbeitet, nachdem Lon Nol ihn gestürzt hatte. Nach 1975 hatten die Roten Khmer ihn politisch ausgeschaltet und unter Bewachung gehalten. Nun verband beide die Gegnerschaft zur von Vietnam gestützten Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Pol Pots Bewegung war die Koalition von großer Bedeutung. Sie verringerte ihre internationale Isolation und erlaubte es, den Krieg als Teil eines breiteren kambodschanischen Widerstands erscheinen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erinnerung an das Demokratische Kampuchea verschwand dadurch keineswegs. Dokumente aus S-21 wurden seit 1979 ausgewertet und veröffentlicht. Ehemalige Führungskräfte wurden mit den Akten ihres eigenen Sicherheitsapparates konfrontiert. Noch 1991 wies Ieng Sary den Vorwurf des Genozids zurück, während Son Sen sich mit den Bestimmungen der Genozidkonvention beschäftigte und Passagen markierte, die für eine spätere Strafverfolgung relevant sein konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Roten Khmer kämpften also weiter, während die Beweise für ihre frühere Herrschaft immer umfangreicher wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pol Pot bleibt im Hintergrund</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Pol Pot verschwand nach 1979 keineswegs aus der Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1985 wurde Pol Pots Rücktritt als militärischer Oberbefehlshaber bekanntgegeben. Tatsächlich behielt er erheblichen Einfluss auf die Organisation. Noch 1988 sprach er vor eigenen Kommandeuren in Thailand und erklärte große Teile der Verbrechen seines früheren Regimes mit angeblichen vietnamesischen Agenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortung schob er damit erneut jenen inneren Feinden zu, nach denen seine Sicherheitsapparate schon während des Demokratischen Kampuchea gesucht hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Strategie hatte sich dagegen verändert. Eine landesweite Kontrolle wie zwischen 1975 und 1979 war außer Reichweite. Die Roten Khmer führten einen Guerillakrieg aus ihren westlichen Rückzugsgebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt dauerte durch die gesamten 1980er Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 1989 zog Vietnam seine regulären Truppen aus Kambodscha ab. Damit verschob sich erneut das Kräfteverhältnis. Zugleich nahm der internationale Druck auf die kambodschanischen Parteien zu, eine politische Lösung zu akzeptieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg führte nach Paris.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Frieden mit den Roten Khmer am Tisch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Oktober 1991 wurden die Pariser Friedensabkommen unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen sollten den langen Krieg beenden. Die Vereinten Nationen erhielten eine außergewöhnlich weitreichende Rolle beim Übergang zu einer neuen politischen Ordnung. Flüchtlinge sollten zurückkehren können. Bewaffnete Gruppen sollten ihre Truppen demobilisieren und Wahlen vorbereiten lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Roten Khmer waren Teil dieses Friedensprozesses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade darin lag eines der grundlegenden Probleme. Die Bewegung erhielt einen Platz am Verhandlungstisch, obwohl ihre Führung weiterhin für die Verbrechen des Demokratischen Kampuchea verantwortlich gemacht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pol Pots Organisation versuchte zunächst, ihre politischen Möglichkeiten innerhalb der neuen Ordnung zu nutzen. Bald verweigerte sie jedoch zentrale Schritte der Umsetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Verbände gaben die Waffen nicht im vorgesehenen Umfang ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1993 verweigerten die Roten Khmer schließlich die Teilnahme an den von den Vereinten Nationen organisierten Wahlen und versuchten, deren Durchführung zu behindern. Die Abstimmung fand trotzdem statt. Aus ihr ging eine Regierung ohne Beteiligung der Roten Khmer hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung hatte damit eine Gelegenheit verloren, über Wahlen in die kambodschanische Politik zurückzukehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg ging weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pailin löst sich von Pol Pot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend wurde schließlich ein Vorgang innerhalb der Roten Khmer selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1996 brach Ieng Sary mit Pol Pot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Außenminister des Demokratischen Kampuchea kontrollierte Verbände im Westen des Landes und verfügte besonders um Pailin über eine eigene Machtbasis. Er wechselte mit seinen Einheiten auf die Seite der kambodschanischen Regierung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="243" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Ieng_Sary_in_1978-243x300.jpg" alt="" class="wp-image-8473" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Ieng_Sary_in_1978-243x300.jpg 243w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Ieng_Sary_in_1978.jpg 279w" sizes="(max-width: 243px) 100vw, 243px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ieng Sary, 1978</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ieng Sary erhielt eine Begnadigung und behielt erheblichen lokalen Einfluss in Pailin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Roten Khmer war dies ein schwerer Schlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrzehntelang hatte die Bewegung durch straffe Loyalität gegenüber einer kleinen Führungsspitze funktioniert. Nun erkannten regionale Kommandeure, dass ein Seitenwechsel ihre eigene Stellung sichern konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Führer begannen über ähnliche Vereinbarungen nachzudenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Phnom Penh nutzte diese Entwicklung gezielt. Anstatt jede Einheit militärisch zu besiegen, bot sie einzelnen Kommandeuren die Integration in die bestehende Ordnung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation begann sich von innen aufzulösen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Son Sens letzte Fahrt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pol Pot reagierte mit dem Misstrauen, das schon während seiner Regierungszeit politische Konflikte in Verratsvorwürfe verwandelt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 1997 verdächtigte er Son Sen des Verrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Son Sen gehörte seit der Pariser Zeit zum engsten Umfeld der kommunistischen Führung. Während des Demokratischen Kampuchea hatte er den Sicherheitsapparat beaufsichtigt, dem auch S-21 unterstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ließ Pol Pot seinen langjährigen Weggefährten töten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Son Sens Frau Yun Yat und weitere Angehörige starben. Beim Rückzug aus dem Hauptquartier bei Anlong Veng fuhren Fahrzeuge der fliehenden Truppe über die Leichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tat beschleunigte den Zerfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ta Mok, einer der mächtigsten verbliebenen Kommandeure, wandte sich gegen Pol Pot. Seine Männer nahmen den früheren Parteiführer fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 1997 musste Pol Pot vor einer von seinen eigenen ehemaligen Untergebenen organisierten Versammlung sitzen. Dort wurde er für den Mord an Son Sen verurteilt und unter Hausarrest gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann, dessen Partei jahrelang Geständnisse und Selbstkritik von anderen verlangt hatte, saß nun selbst vor seinen früheren Gefolgsleuten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tod Pol Pots</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im März 1998 verlor auch Ta Mok weitere Kräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ke Pauk, der 1978 eine zentrale Rolle bei der Säuberung der Ostzone gespielt hatte, wechselte mit seinen Anhängern zur Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pol Pots verbliebener Machtbereich schrumpfte weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. April 1998 starb Pol Pot in seinem Versteck nahe der thailändischen Grenze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die genaue Todesursache blieb unklar. Berichte über einen möglichen Selbstmord standen neben der Erklärung eines natürlichen Todes. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Gespräche darüber, ihn in Gewahrsam zu nehmen und vor Gericht zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Prozess fand nicht mehr statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pol Pots Leichnam wurde wenige Tage später verbrannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung, die er über Jahrzehnte geprägt hatte, zerfiel weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nuon Chea und Khieu Samphan geben auf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 1998 verließen Nuon Chea und Khieu Samphan ihre letzten Rückzugsgebiete und ergaben sich der kambodschanischen Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nuon Chea war während des Demokratischen Kampuchea Pol Pots Stellvertreter in der Parteiführung gewesen. Khieu Samphan hatte als Staatsoberhaupt die öffentliche Spitze des Regimes repräsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun erklärten beide, sie wollten sich in die kambodschanische Gesellschaft eingliedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ta Mok hielt noch einige Monate durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im März 1999 nahmen kambodschanische Truppen ihn fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Monat später tauchte ein weiterer Mann aus der Vergangenheit wieder auf. Der Fotojournalist Nic Dunlop fand Kang Keck Ieu, Duch, den ehemaligen Leiter von S-21. Duch lebte inzwischen unter anderem Namen und wurde kurz darauf verhaftet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Ta Mok und Duch befanden sich nun zwei zentrale Akteure der früheren Herrschaft in staatlichem Gewahrsam.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Ende kam ohne Schlussstrich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwanzig Jahre lagen zwischen dem Fall Phnom Penhs und der Festnahme Ta Moks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Zeit hatten die Roten Khmer ihren Staat verloren und sich an der thailändischen Grenze neu organisiert. Sie hatten als Guerilla weitergekämpft, internationale Anerkennung genutzt und sich später an einem Friedensprozess beteiligt. Am Ende zerstörten Seitenwechsel und interne Konflikte ihre militärische Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1999 existierte keine schlagkräftige Bewegung mehr, die Pol Pots früheren Machtanspruch hätte wiederherstellen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage nach den Verantwortlichen blieb jedoch offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon 1997 hatte die kambodschanische Regierung Unterstützung der Vereinten Nationen für eine juristische Aufarbeitung verlangt. 1999 lagen erste internationale Vorschläge für ein Tribunal vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit endete die Geschichte der Roten Khmer als bedeutende bewaffnete Kraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung mit ihrer Herrschaft begann erst langsam.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Trial_Chamber_31_January_2011-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-8474" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Trial_Chamber_31_January_2011-1024x682.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Trial_Chamber_31_January_2011-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Trial_Chamber_31_January_2011-768x511.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Trial_Chamber_31_January_2011.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nuon Chea während einer Anhörung am 31. Januar 2011</figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zum Weiterlesen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kiernan, B. (2004): <a href="https://link.amazon/B0edOw8Qm">How Pol Pot Came to Power. Colonialism, Nationalism, and Communism in Cambodia</a>.* Ausführliche Untersuchung der kambodschanischen kommunistischen Bewegung von der Kolonialzeit bis zur Machtübernahme 1975.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kiernan, B. (2008): <a href="https://link.amazon/B07Mo1SpQ">The Pol Pot Regime. Race, Power, and Genocide in Cambodia under the Khmer Rouge, 1975–79</a>.* Standardwerk zur Herrschaft der Roten Khmer, mit einer knappen Einführung in die Vorgeschichte der Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bultmann, D. (2017): <a href="https://link.amazon/B03cQFq4J">Kambodscha unter den Roten Khmer. Die Erschaffung des perfekten Sozialisten</a>.* Überblick über Entstehung, Herrschaft und Fortleben der Roten Khmer mit besonderem Augenmerk auf Organisation und Gesellschaftsumbau.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Flüchtlingslager Khao-I-Dang: Wikimedia Commons, Cmacauley. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sary: Wikimedia Commons, fototeca.iiccr.ro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nuon Chea: Wikimedia Commons, Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>
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		<title>Terror mit System &#8211; Das Gefängnis Tuol Sleng unter den Roten Khmer</title>
		<link>https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/s-21-das-gefaengnis-der-eigenen-revolution/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
		<category><![CDATA[Rote Khmer]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Chan Chakrey]]></category>
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		<category><![CDATA[Demokratisches Kampuchea]]></category>
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		<category><![CDATA[Folter]]></category>
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		<category><![CDATA[Keo Meas]]></category>
		<category><![CDATA[Koy Thuon]]></category>
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		<category><![CDATA[Tuol Sleng]]></category>
		<category><![CDATA[Vann Nath]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 19. Mai 1976 wurde Chan Chakrey verhaftet. Der 33-Jährige gehörte zur Führung der neuen kambodschanischen Armee und arbeitete als stellvertretender Sekretär des Generalstabs unter Verteidigungsminister Son Sen. Noch 1975 &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/s-21-das-gefaengnis-der-eigenen-revolution/">Terror mit System &#8211; Das Gefängnis Tuol Sleng unter den Roten Khmer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Rote_Khmer_9.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. Mai 1976 wurde Chan Chakrey verhaftet. Der 33-Jährige gehörte zur Führung der neuen kambodschanischen Armee und arbeitete als stellvertretender Sekretär des Generalstabs unter Verteidigungsminister Son Sen. Noch 1975 hatte er Heng Samrin vom Streit um die Räumung Phnom Penhs erzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sicherheitszentrum S-21 erhielt Chakrey eine besondere Kennzeichnung. In den Unterlagen führte ihn das Gefängnis mit der römischen Ziffer I.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Monate lang wurde er verhört. Schließlich gestand er Verbindungen zum gestürzten Lon-Nol-Regime und zur antikommunistischen Khmer Serei. Er erklärte außerdem, Anschläge gegen die Führung geplant zu haben. Entscheidend war jedoch, dass seine Aussage weitere Namen enthielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ly Vay wurde Nummer II. Ly Phen folgte. Danach kamen Ros Phuong und Suas Neou. Jeder neue Gefangene konnte weitere Personen nennen, deren Verbindungen wiederum untersucht wurden. So entstand aus einem Verhör eine Kette neuer Verhaftungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">S-21 sollte damit weit mehr leisten als die Bestrafung bereits identifizierter Gegner. Das Gefängnis produzierte Informationen über Feinde, nach denen die Partei anschließend suchen konnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Schule wird zum Sicherheitszentrum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">S-21 gehörte zum <em>Santebal</em>, dem Sicherheitsapparat der Kommunistischen Partei Kampucheas. Seine Vorläufer entstanden bereits während des Bürgerkriegs. Nach der Machtübernahme erhielt der Apparat in Phnom Penh eine zentrale Einrichtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 1976 verlegte S-21 einen großen Teil seiner Gefangenen in einen ehemaligen Schulkomplex. Die Gebäude lagen in einem weitgehend entvölkerten Teil der Hauptstadt. Später wurde der Ort unter dem Namen Tuol Sleng bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umgebung des Gefängnisses wurde abgeschirmt. Außenstehende sollten nicht erfahren, was dort geschah. Gefangene wurden bei Transporten mit verbundenen Augen bewegt. Wächter durften nicht mit ihnen sprechen. Auch innerhalb des Personals begrenzten die Vorgesetzten den Austausch von Informationen. Verhörabteilungen und Dokumentationsgruppen arbeiteten getrennt voneinander. Papiere wurden verbrannt, wenn sie nicht mehr gebraucht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst die meisten Funktionäre des Regimes kannten S-21 nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gefängnis gehörte zu jenem verborgenen Machtapparat, in dem die Parteiführung Entscheidungen traf, während die Bevölkerung weiterhin nur von Angkar, der Organisation, hörte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Duch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Spitze von S-21 stand Kang Keck Ieu, der unter seinem revolutionären Namen Duch bekannt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Duch hatte Mathematik unterrichtet. Während der 1960er Jahre schloss er sich der kommunistischen Bewegung an und wurde unter Sihanouk wegen seiner politischen Tätigkeit verhaftet. Nach dem Sturz des Prinzen ging er in den Untergrund.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="236" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Kang_Kek_Iew_Kaing_Guek_Eav_or_Duch_before_the_Extraordinary_Chambers_in_the_Courts_of_Cambodia_-_20091126-236x300.jpg" alt="" class="wp-image-8439" style="width:236px;height:auto" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Kang_Kek_Iew_Kaing_Guek_Eav_or_Duch_before_the_Extraordinary_Chambers_in_the_Courts_of_Cambodia_-_20091126-236x300.jpg 236w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Kang_Kek_Iew_Kaing_Guek_Eav_or_Duch_before_the_Extraordinary_Chambers_in_the_Courts_of_Cambodia_-_20091126.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kang Kek Iew oder auch Duch, 2011<br></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Dort sammelte er Erfahrung mit Gefängnissen und Verhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang der 1970er Jahre leitete er das Gefängnis M-13 bei Amleang in der Provinz Kampong Speu, westlich von Phnom Penh. Zu seinen Gefangenen gehörte der französische Ethnologe François Bizot. Duch verhörte ihn über Wochen und verlangte ausführliche Lebensläufe. Bizot kam schließlich frei. Andere Gefangene überlebten diese Einrichtungen nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Duchs Vorgesetzter wurde Son Sen, einer der Männer aus dem Pariser kommunistischen Umfeld Saloth Sars. Nach 1975 war Son Sen für Verteidigung und Sicherheit zuständig. Duch berichtete ihm über S-21.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gefängnis besaß eine klare Arbeitsteilung. Eine Abteilung führte die Verhöre. Eine weitere verwaltete Dokumente und Fotografien. Die größte Einheit übernahm Bewachung und Transporte. Dazu kamen Mitarbeiter für medizinische Aufgaben und die Versorgung des Personals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt besaß damit eine Verwaltung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Foto am Anfang der Akte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer nach S-21 gebracht wurde, gelangte in ein System aus Listen und Akten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fotografiegruppe nahm Bilder der neu eingelieferten Gefangenen auf. Sie fotografierte außerdem Menschen, die während der Haft starben, und wichtige Gefangene nach ihrer Tötung. Mehr als 6.000 Aufnahmen aus dieser Arbeit blieben erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben entstanden Lebensläufe und Verhörprotokolle. Handschriftliche Aussagen wurden abgetippt, Tonaufnahmen übertragen und lange Geständnisse zusammengefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Bürokratie erklärt, weshalb S-21 heute ungewöhnlich gut dokumentiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Auswertung der erhaltenen Gefängnisakten erfasste mindestens 14.000 Gefangene, darunter auch Kinder. Weil für einzelne Zeiträume Unterlagen fehlen, dürfte die tatsächliche Zahl höher gelegen haben. Fast alle dokumentierten Gefangenen wurden getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fotografien halten deshalb meist den Beginn eines Verfahrens fest, dessen Ausgang schon feststand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Schuld stand bereits fest</h2>



<p class="wp-block-paragraph">S-21 war kein Gericht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="199" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_cellules-199x300.jpg" alt="" class="wp-image-8452" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_cellules-199x300.jpg 199w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_cellules.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zellen in S-21</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Vernehmer sollten klären, wie ein Gefangener zum Feind geworden war, mit wem er zusammengearbeitet hatte und welche Pläne sein angebliches Netzwerk verfolgte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob ein solches Netzwerk tatsächlich existierte, war für den Ablauf zweitrangig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Verhöre folgten einem festen Schema. Gefangene mussten ihre Biografie schildern und politische Verbindungen benennen. Später enthielten Geständnisse häufig einen Abschnitt über geplante Aktionen gegen die Revolution.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche dieser angeblichen Pläne waren offensichtlich konstruiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Filmvorführer gestand beispielsweise, er habe beabsichtigt, Vorführungen für ausländische Gäste absichtlich schlecht durchzuführen. Ein Gefangener erklärte, er habe Pflanzen nicht ausreichend gegossen. Andere beschrieben Faulheit oder persönliche Verfehlungen als Teil ihrer gegenrevolutionären Tätigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Vernehmer musste dennoch ein politischer Zusammenhang entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Geständnis ohne Feinde und Mitverschwörer war unvollständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ein Netzwerk entstand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade alte Kommunisten gerieten ab 1976 zunehmend in dieses Verfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September wurden Ney Saran und Keo Meas nach S-21 gebracht. Non Suon folgte im November.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei gehörten zu einer Generation, die lange vor Pol Pots Aufstieg zur Parteispitze kommunistisch aktiv gewesen war. Keo Meas hatte bereits gegen die französische Kolonialherrschaft gekämpft. Er war 1960 gemeinsam mit Saloth Sar in das Zentralkomitee der Partei gewählt worden und hatte später für die Exilregierung in Peking und Hanoi gearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In S-21 wurde daraus ein Verdacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefangenen mussten Verbindungen zu einer angeblich rivalisierenden Arbeiterpartei Kampucheas erklären. Besonders bemerkenswert war dabei, dass Pol Pots eigene Organisation diesen Namen zwischen 1960 und 1966 selbst getragen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hinderte S-21 später nicht daran, aus der vermeintlichen Arbeiterpartei ein geheimes Verräternetzwerk zu konstruieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch 1978 suchten Vernehmer nach dessen angeblichen Führern, obwohl wichtige Männer, denen sie die Organisation zugeschrieben hatten, längst in S-21 getötet worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Akten bestätigten damit immer wieder die Voraussetzung, unter der sie angelegt worden waren: Im Inneren der Partei musste es Feinde geben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="720" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Tuol_Sleng_Barbed_Wire.jpg" alt="" class="wp-image-8450" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Tuol_Sleng_Barbed_Wire.jpg 960w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Tuol_Sleng_Barbed_Wire-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/Tuol_Sleng_Barbed_Wire-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Folter als Arbeitsverfahren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Gefangene die erwarteten Aussagen nicht lieferten, setzten die Vernehmer Gewalt ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erhaltenen Unterlagen nennen Schläge und Elektroschocks sowie verschiedene Formen des Erstickens und der Wasserfolter. Gefangene wurden aufgehängt oder in schmerzhaften Positionen festgehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch diese Gewalt folgte Regeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein internes Dokument erklärte den Vernehmern, Folter solle Antworten erzwingen und dürfe den Gefangenen nicht zu früh töten. Vor ihrem Einsatz sollte der körperliche Zustand geprüft werden. Die Instruktionen kritisierten Vernehmer, die zu schnell Gewalt einsetzten und dabei die politische Bearbeitung des Gefangenen vernachlässigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierungen zeigen, wie die Leitung des Gefängnisses den Vorgang betrachtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Körper des Gefangenen musste lange genug funktionieren, damit die gewünschte Aussage entstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parteiführung brauchte das Geständnis. Erst darin erschienen die Namen, die neue Verhaftungen auslösten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch die Vernehmer wurden kontrolliert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">S-21 beschäftigte überwiegend sehr junge Männer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter 166 Mitarbeitern, deren Personalbögen untersucht wurden, waren nur 25 älter als 25 Jahre. 20 waren noch keine 18 Jahre alt. 108 gehörten zur Altersgruppe zwischen 18 und 22 Jahren. Die meisten stammten aus ländlichen Familien und hatten sich während des Bürgerkriegs der Revolution angeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über ihnen standen ältere Funktionäre wie Duch und mehrere ehemalige Lehrer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gefängnis verlangte auch von seinen Mitarbeitern ständige Disziplin. Vernehmer und Wächter mussten an politischen Schulungen teilnehmen und ihr Verhalten selbst kritisieren. Fehler konnten als politische Schwäche ausgelegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dokumentationsapparat bot keinen Schutz. Mindestens zehn Mitarbeiter dieser Abteilung wurden zwischen 1976 und 1978 selbst verhaftet und getötet. Zu den Vorwürfen gehörten nach ihren Geständnissen mangelhafte Arbeit oder beschädigte Geräte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Vernehmer verschwanden in den Zellen, in denen zuvor ihre Gefangenen gelegen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reproduzierte S-21 im Inneren dieselbe Unsicherheit, die das Gefängnis für die gesamte Partei erzeugte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand konnte dauerhaft beweisen, dass er zuverlässig war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hu Nim schreibt sein Geständnis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 1977 wird Hu Nim inhaftier. Er hatte zu den drei linken Politikern gehört, die 1967 aus Phnom Penh verschwunden waren. Nach dem Sturz Sihanouks war er wieder öffentlich aufgetreten und hatte in der Widerstandsregierung ein Ministeramt übernommen. Unter dem Demokratischen Kampuchea war er Informationsminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wurde auch er nach S-21 gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Geständnis schrieb Hu Nim über eine angebliche jahrzehntelange Tätigkeit für die Feinde der Revolution. Gleichzeitig finden sich darin Hinweise auf tatsächliche politische Auseinandersetzungen. Er erwähnte Kritik an der Wirtschaftsplanung und an der starken Abhängigkeit von menschlicher Arbeitskraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb müssen solche Dokumente vorsichtig gelesen werden. Ein Geständnis aus S-21 ist keine gewöhnliche autobiografische Quelle. Aussagen entstanden unter Zwang und mussten den politischen Erwartungen der Vernehmer entsprechen. Dennoch können einzelne Passagen Informationen enthalten, die sich mit anderen Quellen vergleichen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hu Nim wurde getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Aussage blieb im Archiv.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von einem Namen zum nächsten</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21-prison-khmer-rouge-victims-mother-and-baby-300x300.png" alt="" class="wp-image-8449" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21-prison-khmer-rouge-victims-mother-and-baby-300x300.png 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21-prison-khmer-rouge-victims-mother-and-baby-150x150.png 150w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21-prison-khmer-rouge-victims-mother-and-baby.png 521w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mutter und Kind in Gefangenschaft</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Nach der Verhaftung Koy Thuons, des früheren Sekretärs der Nordzone und späteren Handelsministers, Anfang 1977 kamen immer mehr seiner vermeintlichen Verbindungen ins Visier. Im Februar wurden zwei frühere Divisionskommandeure nach Tuol Sleng gebracht. Bis Ende April folgten fast 400 Untergebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. April 1977 tötete der Sicherheitsapparat nach einer späteren Untersuchung 110 Soldaten der 310. Division an einem einzigen Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren erzeugte eine Eigendynamik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gefangener nannte unter Folter mehrere Personen. Sicherheitskräfte verhafteten diese Personen. Deren Geständnisse mussten wiederum erklären, mit wem sie zusammengearbeitet hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So konnten Netzwerke immer größer werden, ohne dass ihre tatsächliche Existenz bewiesen werden musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade darin lag die Bedeutung von S-21 für die Parteiführung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gefängnis lieferte scheinbare Belege für einen Verdacht, der bereits vorher bestanden hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Gefangenen verschwinden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der Verhöre wurden die meisten Gefangenen getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1976 fanden Hinrichtungen noch in unmittelbarer Nähe von S-21 statt. Die Opfer wurden nachts aus ihren Zellen geholt und außerhalb des Gefängnisgebäudes getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Anwachsen der Säuberungen reichte dieser Ort nicht mehr aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des Jahres 1977 begann S-21, ein Gelände bei Choeung Ek etwa 15 Kilometer südwestlich von Phnom Penh zu nutzen. Dort befand sich zuvor ein chinesischer Friedhof.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transporte folgten wiederum einem bürokratischen Verfahren. Gefangene wurden auf Lastwagen gebracht. Am Ziel verglichen Mitarbeiter ihre Namen mit vorbereiteten Listen. Erst danach führten die Wächter kleinere Gruppen zu den bereits ausgehobenen Gruben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Him Huy, ein Mitarbeiter von S-21, beschrieb diese Abläufe später in mehreren Interviews. Nach seiner Erinnerung transportierten gewöhnlich zwei oder drei Lastwagen jeweils 20 bis 30 Gefangene. Während besonders intensiver Säuberungen konnten deutlich mehr Menschen an einem Tag getötet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsapparat dokumentierte damit selbst den Weg seiner Gefangenen vom Eingang des Gefängnisses bis zur Hinrichtung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die wenigen Überlebenden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Gefangene entgingen diesem Ablauf, weil das Gefängnis ihre Fähigkeiten gebrauchen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu ihnen gehörte der Maler Vann Nath.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 1978 ließ Duch eine kleine Gruppe von Gefangenen für besondere Arbeiten einsetzen. Vann Nath sollte Porträts und andere Darstellungen Pol Pots anfertigen. Auch Bildhauer wurden gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Arbeit verschaffte ihnen einen außergewöhnlichen Status innerhalb des Gefängnisses. Sie blieben Gefangene, wurden aber vorerst nicht zur Hinrichtung gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der gesamten Zeit von S-21 sind nur sehr wenige solcher Ausnahmen bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vann Nath überlebte und konnte später schildern, was er gesehen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten anderen hinterließen vor allem eine Fotografie und eine Akte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="951" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21_Tuol_Sleng_photos_of_victims.jpg" alt="" class="wp-image-8451" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21_Tuol_Sleng_photos_of_victims.jpg 960w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21_Tuol_Sleng_photos_of_victims-150x150.jpg 150w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21_Tuol_Sleng_photos_of_victims-300x297.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S21_Tuol_Sleng_photos_of_victims-767x760.jpg 767w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption">Opfer in S-21</figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Revolution sucht ihre Mikroben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 1976 erklärte Pol Pot vor Parteikadern, die größte Gefahr liege im Inneren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sprach von einer Krankheit innerhalb der Partei und von Mikroben, die sich verborgen hielten. Jeder müsse überprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">S-21 setzte die Suche nach vermeintlichen inneren Feinden mit Verhören und Folter um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gefängnis suchte keine offenen Gegner auf einem Schlachtfeld. Es untersuchte Parteimitglieder und Soldaten, alte Revolutionäre und Minister. Je länger die Suche dauerte, desto mehr Verräter fanden die Vernehmer in den erzwungenen Geständnissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei konnte dadurch jeden Misserfolg erklären. Fehlender Reis ließ sich auf Sabotage zurückführen. Militärische Schwierigkeiten konnten auf Spionage hinweisen. Persönliche Beziehungen wurden zu konspirativen Verbindungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1977 erfassten die Säuberungen bereits ganze Regionen der kommunistischen Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im folgenden Jahr richtete sich der Verdacht immer stärker auf die östliche Zone. Deren Kader hatten seit Jahrzehnten besonders enge Verbindungen zu vietnamesischen Kommunisten gepflegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur gleichen Zeit führte Demokratisches Kampuchea an seiner Ostgrenze einen immer größeren Krieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bald verschmolzen beide Feindbilder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der angebliche Verräter im Inneren wurde zum Agenten Vietnams. Und aus dem Grenzkrieg entstand ein Konflikt, an dem das Regime schließlich zerbrechen sollte.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="749" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_Skull_Map.jpg" alt="" class="wp-image-8453" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_Skull_Map.jpg 960w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_Skull_Map-300x234.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/10/S-21_Skull_Map-768x599.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zum Weiterlesen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kiernan, B. (2004): <a href="https://link.amazon/B0edOw8Qm">How Pol Pot Came to Power. Colonialism, Nationalism, and Communism in Cambodia</a>.* Ausführliche Untersuchung der kambodschanischen kommunistischen Bewegung von der Kolonialzeit bis zur Machtübernahme 1975.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kiernan, B. (2008): <a href="https://link.amazon/B07Mo1SpQ">The Pol Pot Regime. Race, Power, and Genocide in Cambodia under the Khmer Rouge, 1975–79</a>.* Standardwerk zur Herrschaft der Roten Khmer, mit einer knappen Einführung in die Vorgeschichte der Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bultmann, D. (2017): <a href="https://link.amazon/B03cQFq4J">Kambodscha unter den Roten Khmer. Die Erschaffung des perfekten Sozialisten</a>.* Überblick über Entstehung, Herrschaft und Fortleben der Roten Khmer mit besonderem Augenmerk auf Organisation und Gesellschaftsumbau.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Zellen in Tuol Sleng. Wikimedia Commons, Uhooep. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zellen: Wikimedia Commons, jean-christophe windland. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Duch: Wikimedia Commons, <a href="https://flickr.com/people/39971069@N02">Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia</a>. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY-SA 2.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stacheldraht: Wikimedia Commons, Bjørn Christian Tørrissen. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schädel-Karte: Wikimedia Commons, Donovan Govan. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/zeitgeschichte/s-21-das-gefaengnis-der-eigenen-revolution/">Terror mit System &#8211; Das Gefängnis Tuol Sleng unter den Roten Khmer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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