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	<title>Bewässerungssysteme Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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		<title>Bagan – Der Aufstieg eines Imperiums</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/altertum/aufstieg-und-fall-bagans/">Bagan – Der Aufstieg eines Imperiums</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p>Die Gründung der Stadt Bagan im zentralen Becken des Irrawaddy bildet den Ausgangspunkt für das erste große Reich auf dem Territorium des heutigen Myanmar. Historische Chroniken datieren die Befestigung der Stadt auf das Jahr 849 n. Chr. Die Anführer der Mranma, die aus dem Nanzhao-Reich im heutigen Südwesten Chinas eingewandert waren, wählten eine strategische Lage am Ostufer des Flusses. Dieser Standort erlaubte die Kontrolle der zentralen Wasserwege und bot durch die weiten Trockenebenen eine gute Verteidigungsposition.</p>



<p>Die massiven Mauern von Alt-Bagan umschlossen ein Areal von etwa 1,4 Quadratkilometern. Dieser befestigte Bereich bildete den Kern der Macht, in dem die Herrscher residierten. Im Vergleich dazu erstreckte sich das restliche Siedlungsgebiet mit seinen tausenden Tempeln und Pagoden über eine Fläche von etwa 40 bis 100 Quadratkilometern weit in das Umland hinaus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Etablierung der Agrarwirtschaft</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="200" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/Anawrahta_at_National_museum-200x300.jpg" alt="" class="wp-image-6617" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/Anawrahta_at_National_museum-200x300.jpg 200w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/Anawrahta_at_National_museum.jpg 682w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anawrahta-Statue, Yangon</figcaption></figure>
</div>


<p>Unter König Anawrahta, der im Jahr 1044 den Thron bestieg, festigte sich die Macht Bagans durch die Beherrschung der regionalen Wasserressourcen. Er konzentrierte seine baulichen Maßnahmen auf die Region Kyaukse, etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Er ließ an den Flüssen Panlaung und Zawgyi sieben große Wehre errichten. Dieses System aus Kanälen und Staudämmen verwandelte die ariden Steppenflächen in produktives Ackerland.</p>



<p>Diese Infrastruktur ermöglichte bis zu drei Reisernten pro Jahr und sicherte die Versorgung einer stetig wachsenden Bevölkerung. Die Erträge wurden über ein zentralisiertes Steuersystem erfasst, was dem Herrscher die Mittel für ein schlagkräftiges Heer verschaffte. Die Bevölkerung wurde in Dorfverbände (Kyun) gegliedert. Diese Gemeinschaften waren steuerpflichtig und verpflichtet, die Bewässerungsanlagen instand zu halten oder als Soldaten für die Eroberungszüge des Königs bereitzustehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eroberung und der Wandel der Kultur (1057–1077)</h3>



<p>Im Jahr 1057 unterwarf Anawrahta das Mon-Königreich Thaton im Süden. Der Überlieferung nach sollen dabei etwa 30.000 Menschen nach Bagan verschleppt worden sein, darunter der gesamte Hofstaat sowie Gelehrte und spezialisierte Handwerker.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="135" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/Map_of_the_Bagan_Proper-135x300.jpg" alt="" class="wp-image-6618" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/Map_of_the_Bagan_Proper-135x300.jpg 135w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/Map_of_the_Bagan_Proper.jpg 462w" sizes="(max-width: 135px) 100vw, 135px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bagan, ca. 1200</figcaption></figure>
</div>


<p>In den folgenden zwei Jahrzehnten bis zu seinem Tod im Jahr 1077 weitete Anawrahta sein Herrschaftsgebiet militärisch massiv aus. Er sicherte die Grenzen nach Norden bis nach Bhamo und drang im Süden bis zum Isthmus von Kra vor – dem schmalen Landstreifen, der die malaiische Halbinsel mit dem Festland verbindet. Zur Absicherung dieser Eroberungen ließ er 43 Festungen entlang der östlichen Gebirgsausläufer errichten.</p>



<p>Dieser Expansionskurs veränderte das Leben in Bagan grundlegend. Es entstand eine zweisprachige Gesellschaft, in der die überlegene Kultur der Mon – etwa ihre Schrift und ihre religiösen Rituale – von den siegreichen Birmanen übernommen wurde. Der Theravada-Buddhismus wurde zur moralischen Leitlinie, die dem König eine neue Legitimation verlieh: Er galt nun nicht mehr nur als Stammesführer, sondern als göttlich legitimierter Schutzherr des Glaubens.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Architektur der Tempelstadt</h3>



<p>Die Architektur dieser Epoche zeigt die Verschmelzung der verschiedenen Einflüsse. Die frühen Sakralbauten waren massive Ziegelstrukturen mit dicken Außenwänden, die das Innere kühl hielten. Ein zentrales Beispiel ist die Shwezigon-Pagode. Im Gegensatz zu den massiv gemauerten Stupas, die keinen begehbaren Innenraum besitzen, entstanden nun auch die ersten Gu (hohle Tempel). Diese besaßen Gänge und gewölbte Kammern, in denen Gläubige vor Buddha-Statuen beten konnten.</p>



<p>Die Innenwände dieser Tempel wurden mit detaillierten Wandmalereien versehen, die Szenen aus den Geburtsgeschichten Buddhas darstellten. Diese Bilder dienten dazu, der leseunkundigen Bevölkerung die religiösen Lehren vor Augen zu führen. So entstand über die Jahrzehnte eine einzigartige Tempellandschaft, in der technisches Geschick und religiöse Hingabe der Herrscher ein bleibendes Denkmal fanden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-6623" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-768x512.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-2048x1365.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2179-1-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Shwezigon-Pagode, 2013</figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Michael Aung-Thwin (2017): <a href="https://amzn.to/4bk9vWi">Bagan and the World: Early Myanmar and Its Global Connections</a>.*</li>



<li>Thant Myint-U (2008): <em><a href="https://amzn.to/4qMT7Cy">The River of Lost Footsteps</a>.</em> Eine anschauliche Darstellung der militärischen Eroberungen Anawrahtas.</li>



<li>Donald M. Stadtner (2013): <em><a href="https://amzn.to/49HbrXE">Ancient Pagan</a>.</em> Details zur Entwicklung der Gu-Tempel und ihrer Wandmalereien.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p>Titel: Bagan, 2013.</p>



<p>Anawrahta: Wikimedia Commons, Phyo WP. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>.</p>



<p>Karte: Wikimedia Commons, Hybernator <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>.</p>



<p>Alles weitere eigene Aufnahmen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/altertum/aufstieg-und-fall-bagans/">Bagan – Der Aufstieg eines Imperiums</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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		<title>Myanmar nach Bagan: Die Königreiche Pegu und Ava</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 04:00:00 +0000</pubDate>
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<h3 class="wp-block-heading">Zwei Reiche entstehen</h3>



<p>Mit dem politischen Zerfall des Königreichs Bagan im späten 13. Jahrhundert endete eine über vier Jahrhunderte andauernde Zentralherrschaft über das Gebiet des heutigen Myanmar. In der Folge entstanden neue Machtzentren. Im Landesinneren bildete sich das Königreich Ava. Es beruhte auf der Landwirtschaft und nutzte die bewässerten Ebenen des Irrawaddy. Im Süden entstand Pegu, auch Hanthawaddy genannt. Es entwickelte sich in der Nähe des Deltas und war stärker auf den Handel ausgerichtet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="939" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Burma_in_1450.png" alt="" class="wp-image-2015" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Burma_in_1450.png 474w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Burma_in_1450-151x300.png 151w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></figure>
</div>


<p>Beide Reiche gingen aus älteren Verwaltungsstrukturen hervor. Pegu war zunächst ein Provinzzentrum unter der Kontrolle von Bagan. Die spätere Unabhängigkeit der Region vollzog sich schrittweise.</p>



<p>Ein wichtiger Einschnitt war die Verlagerung des königlichen Sitzes des Mon-Reichs von Martaban nach Pegu unter König Binnya U in den 1360er Jahren. Nachdem er seine frühere Hauptstadt durch eine Rebellion verloren hatte, ließ er sich in Pegu nieder, das zu diesem Zeitpunkt noch unbedeutend war. Doch seine Lage bot Vorteile für Landwirtschaft und Handel. Diese Voraussetzungen erlaubten den weiteren Aufstieg.</p>



<p>Eine weitere Zäsur kam mit der Herrschaft Rajadhirats (1383–1421). Er setzte sich in einem Machtkampf durch und konnte weite Teile Unterbirmas unter seine Kontrolle bringen. In seiner Regierungszeit kam es zum sogenannten vierzigjährigen Krieg mit Ava. Von 1385 bis 1424 kämpften beide Seiten um die Vorherrschaft im Land. Ein klarer Sieger ging aus dem Konflikt nicht hervor. Für Pegu war dies dennoch ein Erfolg. Ava musste seine Ansprüche auf das alte Bagan-Gebiet zurücknehmen.</p>



<p>In späteren Zeiten entstand die Vorstellung eines ethnischen Konflikts zwischen diesen beiden Reichen, da Pegu im Süden vor allem von Mon bewohnt war, während Ava im birmanischen Kerngebiet im Norden lag. Die zeitgenössischen Quellen widersprechen dieser Auffassung allerdings. Sie zeigen, dass es keine klaren ethnischen Grenzen gab und Loyalität sich nach politischer Zugehörigkeit richtete. So standen in Pegu birmanische Offiziere im Dienst, während in Ava Mon-Adlige Karriere machten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pegus Blüte: eine Königin und ein Mönch auf dem Thron</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-300x225.jpg" alt="" class="wp-image-2041" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-1024x768.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346-768x576.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/Temple_at_Mahazedi_Paya_Pegu_Bago_Myanmar_15118906346.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maha Kalyani Sima</figcaption></figure>
</div>


<p>Nach Jahrzehnten der Kämpfe kam es unter Rajadhirats Tochter Shin Saw Bu (reg. 1453–1472) zu einer Phase des Friedens. Sie war eine der wenigen Herrscherinnen der Region. Ihre Regierung gilt als ruhig und geordnet. Ihr Nachfolger Dhammazedi (reg. 1472–1492) war ursprünglich Mönch. Unter seiner Herrschaft gewann Pegu weiter an Ansehen. Der internationale Handel nahm zu. Der Austausch mit Sri Lanka ermöglichte Reformen innerhalb des buddhistischen Ordens, Mönche wurden neu ausgebildet und eine einheitliche Ordnung für das klösterliche Leben wurde eingeführt.</p>



<p>Es entstanden neue religiöse Zentren. In der Hauptstadt ließ Dhammazedi mehrere Pagoden errichten. Dazu gehörten das Maha Kalyani Sima und weitere Klosteranlagen. Der Einfluss Pegus reichte zeitweise bis nach Arakan. In nördlichen Landesteil unterstützte man Vasallen Avas in ihrem Widerstand. Damit wurde der Einfluss des Nordens weiter zurückgedrängt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ava: Ordnung durch Wasserkontrolle und Militär</h3>



<p>Während Pegu sich über Seewege mit der Außenwelt verband, beruhte die Ordnung Avas auf dem Land. Der Norden war durch Trockenheit gekennzeichnet. Landwirtschaft war nur mit Hilfe von Kanälen und Speichern möglich. Daraus ergaben sich Verwaltungsstrukturen, die auf Kontrolle und Verlässlichkeit angewiesen waren. Der Staat konnte nur funktionieren, wenn Wasser und Arbeitskraft gesichert waren.</p>



<p>Ava hatte enge Beziehungen zu den benachbarten Hügelregionen. Diese Gebiete lieferten Rohstoffe, Edelmetalle und Arbeitskräfte. Ihre Eliten wurden in die höfische Welt eingebunden. In Kriegszeiten stellten sie Truppen. In Friedenszeiten entstanden politische Allianzen durch Heiraten. Die Hügelvölker waren für Ava ebenso wichtig wie der Handel für Pegu.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Reiche mit gemeinsamen Interessen</h3>



<p>Zwischen Ava und Pegu kam es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen. Doch keiner der beiden Staaten konnte sich dauerhaft durchsetzen. Statt einer offenen Konfrontation entstand ein stabiles Nebeneinander, das auf gegenseitiger Anerkennung beruhte. Heiratsverbindungen zwischen den Höfen stärkten die diplomatischen Beziehungen. In einzelnen Fällen bat Pegu sogar um Avas Unterstützung bei Fragen der Thronfolge.</p>



<p>Im religiösen Bereich gab es regen Austausch. Beide Reiche orientierten sich am Theravada-Buddhismus. Mönche reisten gemeinsam nach Sri Lanka oder kehrten über die gleiche Route zurück. Selbst in Zeiten politischer Spannungen wurde dieser Austausch nicht unterbrochen. Als zwei Mönche aus Sri Lanka nach Ava weiterzogen, begleitete sie Pegu bis an die Grenze mit großem Zeremoniell. Religiöse Verbindung galt als übergeordnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Toungoo verändert die Ordnung</h3>



<p>Im frühen 16. Jahrhundert entstand eine neue Kraft. Die kleine Stadt Toungoo lag zwischen den beiden Reichen. 1531 bestieg Tabengshweti dort den Thron. Schon als junger Herrscher strebte er danach, die Macht über ganz Myanmar zu erhalten. Nach langen Kämpfen gelang ihm 1539 die Einnahme von Pegu. Die Stadt wurde zu seiner neuen Hauptstadt erklärt. Damit ging die Eigenständigkeit Pegus verloren. Sein Nachfolger Bayinnaung konnte schließlich 1555 auch Ava unterwerfen.</p>



<p>Der Aufstieg Toungoos beruhte auch auf früheren politischen Winkelzügen. Pegu hatte zuvor die Vasallen Avas in Prome und Toungoo unterstützt. Damit hatte man den Einfluss des Nordens geschwächt und neue Konkurrenten geschaffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachwirken einer verlorenen Ordnung</h3>



<p>Mit der Eroberung Pegus durch Tabengshweti endete die Phase der Machtteilung zwischen Fluss und Küste. Toungoo nutzte die Vorteile der Lage, um den Handel über das Meer zu kontrollieren. Zum ersten Mal seit Bagan lag die Hauptstadt eines vereinten Reiches im Süden. Dennoch hielt sich die Erinnerung an Pegus Eigenständigkeit und 1740 erhoben sich die Mon gegen die geschwächte Toungoo-Dynastie. Sie konnten sogar Ava einnehmen. Doch der Gegenschlag folgte rasch. Der spätere König Alaungpaya zog 1757 nach Süden, eroberte die Stadt und beendete den Aufstand. Seitdem gelang es den Mon nicht mehr, eine eigene Herrschaft zu errichten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="570" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-1024x570.jpg" alt="" class="wp-image-2013" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-1024x570.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-300x167.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria-768x428.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/05/20200208_141922_Shwemawdaw_Pagoda_Bago_Myanmar_anagoria.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Shwemawdaw-Pagode in Pegu (heute: Bago) gilt mit 125 Metern als höchste Stupa Myanmars. Sie entstand im späten 14. Jahrhundert und soll zwei Haare sowie einen Zahn des Buddha enthalten; Könige wie Razadarit, Dhammazedi und Bayinnaung ließen sie mehrfach erweitern.</figcaption></figure>
</div>


<p><a href="#_ednref1"></a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



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<p>Michael Arthur Aung-Thwin, Maitrii Aung-Thwin (2013): <a href="https://www.amazon.de/History-Myanmar-Since-Ancient-Times/dp/1780231725?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2LHS5UE1B7CY1&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Z2TeHGL7FQsjNJXA-QC4vIwXEH3fuJf5MlKEb5Gy6ZTGfyhxMRoZifJiyWxz_tZUGHvJ8EOHJDUCPKeCxHyVFqxa3fg3EfJSPjG7sSZzInYm3hhtMfa0lxdjEhrZUtBVrvAlqS3Yp6cky0bU2l60DD9bcTZx7QUUUO_xe61Lr6becnZuTybXXLkwEYYraRVVQxqxZYT7Uo4TiHiFBpOAzujZ-fsQxMCwYFD7g8F_WWA.cyHb0Onu0agkR8N9lJeNDU4Xhlrf-4BBaiMimAs4icg&amp;dib_tag=se&amp;keywords=toppich+history+myanmar&amp;qid=1759124607&amp;sprefix=toppich+historymyanmar%2Caps%2C426&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=bf3fe9c7ef8072ab049963cc7e32c9ca&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl">A History of Myanmar Since Ancient Times: Traditions and Transformations</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p>Titel: Wikimedia Commons, Clay Gilliland.</p>



<p>Karte: Wikimedia Commons, Hybernator.</p>



<p>Maha Kalyani Sima: Wikimedia Commons, Clay Gilliland.</p>



<p>Shwemawdaw Pagoda: Wikimedia Commons, Anagoria.</p>



<p><a href="http://www1.belboon.de/adtracking/039d3e09453a040885004f1f.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>
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