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	<title>Bendigo Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Chinesische Goldsucher in Australien des 19. Jahrhunderts</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/australien/chinesische-goldsucher-in-australien-des-19-jahrhunderts/">Chinesische Goldsucher in Australien des 19. Jahrhunderts</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ab 1856 gingen viele Schiffe mit chinesischen Auswanderern im Hafen von Robe an Land. Von dort machten sich die Männer zu Fuß auf den Weg zu den Goldfeldern in Victoria. Wochenlang zogen sie über staubige Straßen und schmale Pfade in Richtung Ballarat und Bendigo. Die Strapazen nahmen sie bewusst in Kauf. Victoria erhob inzwischen eine Kopfsteuer auf chinesische Einwanderer und begrenzte ihre Zahl pro Schiff. Als die ersten Gruppen die Goldfelder erschöpft erreichten, begann ein Kapitel, das die australische Geschichte weit über den Goldrausch hinaus prägen sollte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein weiter Weg aus Südchina</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten chinesischen Goldsucher stammten aus der Provinz Guangdong. Kriege, Hungersnöte und wirtschaftliche Not erschwerten dort seit Jahren das Leben. Viele Dörfer sammelten Geld, um einzelnen Männern die Reise nach Australien zu ermöglichen. Die Hoffnung war einfach: Wer Gold fand, sollte seine Familie unterstützen und später zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige reisten allein. Häufig schlossen sich Männer aus demselben Dorf oder derselben Region zusammen. Sie teilten die Kosten der Überfahrt, organisierten ihre Ausrüstung gemeinsam und unterstützten sich unterwegs. Dieses Vorgehen unterschied sich deutlich von vielen europäischen Goldsuchern, die oft als Einzelpersonen oder in kleinen Gruppen unterwegs waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf dem langen Marsch von Robe nach Victoria blieb diese Organisation erhalten. Die Gruppen legten feste Tagesetappen zurück, kochten gemeinsam und achteten darauf, dass niemand zurückblieb. Zeitgenössische Beobachter beschrieben lange Reihen von Männern, die mit Tragestangen und ihren wenigen persönlichen Gegenständen durch das Landesinnere zogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein anderer Arbeitsalltag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den Goldfeldern fielen die chinesischen Gruppen schnell auf. Sie errichteten ihre Lager geordnet und sauber. Werkzeuge wurden gemeinsam genutzt. Lebensmittel kauften die Gruppen häufig gemeinsam ein. Viele arbeiteten systematisch Feld für Feld ab, anstatt möglichst schnell neue Stellen zu erschließen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-7732" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-300x200.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-1024x683.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-768x512.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-1536x1024.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-2048x1365.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2026/08/Whroo_Historic_Reserve_Victoria_Australia_-_abandoned_gold_mine_entrance-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Verlassene Goldmine. Victoria, Australien.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Besonders häufig übernahmen sie Bereiche, die europäische Diggers bereits aufgegeben hatten. Mit Geduld und sorgfältiger Arbeitsweise fanden sie dort oft noch Gold. Sie wuschen den Boden mehrfach aus, trennten feines Material genauer und nutzten jeden Abschnitt vollständig aus. Diese Arbeitsweise brachte ihnen regelmäßig Erträge ein, auch wenn einzelne Funde meist kleiner ausfielen als in den ersten Jahren des Goldrausches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele europäische Goldsucher war dieser Erfolg schwer nachvollziehbar. Sie sahen, dass chinesische Gruppen Gold fanden, wo andere längst weitergezogen waren. Daraus entstanden Gerüchte über angebliche Geheimtechniken oder unfaire Methoden. Der Unterschied beruhte vor allem auf Organisation, Ausdauer und einer anderen Vorstellung davon, wann sich Arbeit noch lohnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eigene Gemeinschaften</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der wachsenden Zahl chinesischer Goldsucher entstanden auf den Feldern eigene Strukturen. Händler importierten Reis, Tee und weitere Lebensmittel aus Südchina. Tempel boten Raum für religiöse Zeremonien. Gemeinschaftshäuser dienten als Treffpunkte und halfen bei Streitigkeiten oder finanziellen Problemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Einrichtungen entstanden ohne Unterstützung der Kolonialverwaltung. Die Gemeinschaft organisierte sich weitgehend selbst. Das erleichterte den Alltag. Gleichzeitig verstärkte diese enge Organisation bei vielen europäischen Siedlern den Eindruck, die Neuankömmlinge blieben lieber unter sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bestanden zahlreiche Kontakte zur übrigen Bevölkerung. Chinesische Händler belieferten auch europäische Kunden. Handwerker arbeiteten für verschiedene Auftraggeber. Auf den Märkten begegneten sich Menschen aus vielen Regionen der Welt. Dennoch blieben sprachliche und kulturelle Unterschiede sichtbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wachsende Spannungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit jedem Schiff aus China nahm die Zahl der Neuankömmlinge zu. Gleichzeitig verringerte sich der Ertrag vieler Goldfelder. Für zahlreiche europäische Goldsucher wurde die Konkurrenz spürbarer. Zeitungen griffen diese Stimmung auf. Einige Blätter warnten vor einer angeblichen „chinesischen Flut“ und behaupteten, die Neuankömmlinge würden Arbeitsplätze oder Goldvorkommen wegnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgenössische Berichte von den Goldfeldern zeichnen jedoch meist ein anderes Bild. Die Männer arbeiteten überwiegend auf Claims, die andere bereits verlassen hatten. Trotzdem verbreiteten sich Vorurteile schnell. Aus Misstrauen entstanden Beleidigungen. Einzelne Gruppen wurden angegriffen, ihre Lager geplündert oder ihre Ausrüstung zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Politik reagierte. Victoria hatte bereits 1855 erste Beschränkungen verhängt: Schiffe durften nur noch eine begrenzte Zahl chinesischer Passagiere mitbringen, zudem verlangte die Kolonie die besagte Kopfsteuer. Genau diese Gesetze lösten schließlich die langen Ausweichmärsche über Robe aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Hoffnung und Ausgrenzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele chinesische Goldsucher blieb Australien ein Ort widersprüchlicher Erfahrungen. Sie fanden Arbeit und erzielten Einkommen, die in ihrer Heimat kaum erreichbar gewesen wären. Gleichzeitig begegneten ihnen Misstrauen und offene Ablehnung.</p>


<div class="wp-block-image">
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</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ihre Geschichte endete nicht auf den Goldfeldern. Einige kehrten nach Guangdong zurück. Andere eröffneten Geschäfte oder ließen sich als Gemüsehändler dauerhaft in Victoria nieder. Ihre Gemeinden gehörten bald zum festen Bestandteil der kolonialen Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen nahmen jedoch weiter zu. Anfang der 1860er-Jahre entlud sich der Konflikt auf den Goldfeldern von Lambing Flat in New South Wales. Tausende Menschen beteiligten sich an Angriffen auf chinesische Lager. Die Gewalt blieb kein lokales Ereignis. Sie prägte die Debatten über Einwanderung und beeinflusste die australische Politik noch über Jahrzehnte.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paul Sendziuk (2018):&nbsp;<a href="https://amzn.to/4c98vUJ">A History of South Australia</a>.*</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Goldmine Port Philipps, Juni 1861.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verlassene Goldmine: Wikimedia Commons, Bernardmorey. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Goldnugget: Wikimedia Commons, James St. John. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY-SA 2.0.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle weiteren Bilder gemeinfrei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/australien/chinesische-goldsucher-in-australien-des-19-jahrhunderts/">Chinesische Goldsucher in Australien des 19. Jahrhunderts</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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		<item>
		<title>Diggers und Lizenzen &#8211; Konflikte auf den Goldfeldern Australiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 12:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/australien/diggers-und-lizenzen-konflikte-auf-den-goldfeldern-australiens/">Diggers und Lizenzen &#8211; Konflikte auf den Goldfeldern Australiens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">„Joe, Joe!“<br>Dieser Ruf hallte über die Hügel von Ballarat. Er bedeutete, dass eine Patrouille unterwegs war und dass es Zeit wurde, sich zu verstecken. Wer keine gültige Lizenz vorweisen konnte, musste mit einer Strafe rechnen. Für viele Goldsucher wurde dieser Alltag zur Konstante. Was als Suche nach Reichtum begonnen hatte, entwickelte sich zu einem Konflikt über politische Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und staatliche Kontrolle.</p>



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    <title>Ballarat OpenStreetMap</title>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein System ohne Rückhalt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem raschen Zustrom an Menschen stießen die kolonialen Verwaltungen an ihre Grenzen. Die Behörden führten eine pauschale Gebühr ein: 30 Schillinge im Monat, fällig für alle, die auf den Feldern nach Gold suchten, unabhängig vom Erfolg. Rückerstattungen waren nicht vorgesehen. Wer keine Lizenz besaß, konnte zu einer Geldstrafe oder einem Monat Gefängnis verurteilt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Durchsetzung erfolgte mit Härte. Polizisten kontrollierten mehrfach am Tag. Viele Diggers, wie sich die Goldsucher selbst nannten, empfanden das Vorgehen als willkürlich. Besonders auf den großen Feldern bei Ballarat und Bendigo entstand der Eindruck, es gehe weniger um Verwaltung als um Kontrolle.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Protest und Organisation</strong></h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="300" height="201" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Forest_Creek_Monster_Meeting-300x201.jpg" alt="" class="wp-image-5158" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Forest_Creek_Monster_Meeting-300x201.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Forest_Creek_Monster_Meeting-768x514.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Forest_Creek_Monster_Meeting.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Forest Creek Monster Meeting, Protest gegen die Lizenze, 1851</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Verwaltung zeigte sich unnachgiebig. Sie hielt am System fest, obwohl die Proteste zunahmen. Es war nicht nur die Höhe der Gebühr, die kritisiert wurde, sondern der gesamte Umgang des Staates mit jenen, die unter Mühen nach Gold gruben. Infrastruktur, Sicherheit und Rechtsbeistand blieben unzureichend. Diejenigen, die zahlten, erhielten kaum Gegenleistungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Unzufriedenheit heraus begannen sich die Goldsucher zu organisieren. In Bendigo entstand eine Petition, in Ballarat ein Reformkomitee. Die zentrale Forderung lautete: Abschaffung der Lizenzgebühr und Einführung einer moderaten, länger gültigen Schürferlaubnis. Dahinter stand der Wunsch nach Anerkennung und Teilhabe. Wer Steuern zahlte, wollte auch vertreten sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Spannungen vor der Eskalation</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden reagierten nicht. Stattdessen verstärkten sie die Kontrollen. Die Zahl der Konflikte nahm zu. Aus spontanen Protesten wurden organisierte Aktionen. Man errichtete Versammlungshütten, formulierte Resolutionen und bereitete sich auf Widerstand vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe des Jahres 1854 verdichteten sich die Spannungen. Die Polizei ging weiterhin konsequent gegen alle vor, die keine gültige Lizenz vorweisen konnten. In Ballarat stieg der Frust. Ende Oktober wurde ein Hotelbesitzer, dem ein Mord an einem Goldsucher vorgeworfen wurde, freigesprochen. Zweifel am Verfahren führten zu Unruhen. Das betreffende Hotel wurde niedergebrannt. Die Polizei griff kaum ein. Wenig später gründeten die Diggers die Ballarat Reform League – eine politische Bewegung mit klaren Zielen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Reform League</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die League entwickelte innerhalb kurzer Zeit eine stabile Struktur. Sie organisierte Versammlungen, verabschiedete Resolutionen und benannte Sprecher. Einer davon war Peter Lalor, ein Lehrer irischer Herkunft. Die Forderungen waren nicht revolutionär. Im Zentrum standen politische Repräsentation, Rechtssicherheit, Reform der Verwaltung und ein gerechtes Steuersystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation der League reiste nach Melbourne, um mit Gouverneur Hotham zu verhandeln. Der zeigte sich unnachgiebig. Anstatt Zugeständnisse zu machen, kündigte er an, die Lizenzkontrollen noch zu verschärfen. In Ballarat führte das zu einer weiteren Radikalisierung.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eureka Stockade</strong></h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="394" height="505" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_map.jpg" alt="" class="wp-image-5154" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_map.jpg 394w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_map-234x300.jpg 234w" sizes="auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px" /><figcaption class="wp-element-caption">Skizze der Stockage, 1855</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Diggers begannen, sich militärisch zu organisieren. Mitte November errichteten sie eine einfache Palisade aus Holz. Diese Stellung wurde unter dem Namen Eureka Stockade bekannt. Peter Lalor übernahm die Leitung. Die Gruppe verfügte über wenige Gewehre. Viele Männer waren mit Werkzeugen oder improvisierten Waffen ausgestattet. Die Verteidigungsstellung war schlecht gewählt, offen und kaum gesichert. Dennoch hielten die Männer an ihr fest. Die Fahne, die sie hissten – weißes Kreuz auf blauem Grund, fünf Sterne – wurde zum sichtbaren Ausdruck ihres Anspruchs auf Würde und Mitbestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Morgen des 3. Dezember griffen rund 100 Soldaten und Polizisten an. Viele Diggers waren unvorbereitet oder hatten das Lager über Nacht verlassen. Die Auseinandersetzung dauerte etwa 15 Minuten. Über 30 Goldsucher wurden getötet. Die Truppen verloren 5 Männer. Peter Lalor wurde schwer verletzt, konnte aber fliehen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="752" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/10/Eureka_stockade_battle.jpg" alt="" class="wp-image-5151" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/10/Eureka_stockade_battle.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/10/Eureka_stockade_battle-300x220.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/10/Eureka_stockade_battle-768x564.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Truppen stürmen die Eureka Stockade, 1854</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gericht und Öffentlichkeit</strong></h3>


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<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="197" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Trial_of_Eureka_Rebels-300x197.jpg" alt="" class="wp-image-5156" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Trial_of_Eureka_Rebels-300x197.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Trial_of_Eureka_Rebels.jpg 680w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Holzgravur zum Gerichtsprozess, 1855</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">13 Überlebende der Stockade wurden festgenommen und des Hochverrats angeklagt. Die Prozesse fanden im Frühjahr 1855 statt. Alle Angeklagten wurden freigesprochen. In der öffentlichen Wahrnehmung war das Vorgehen der Regierung gescheitert. Die Presse äußerte sich kritisch. Auch konservative Stimmen forderten Veränderungen. Eine Kommission wurde eingesetzt. Ihre Empfehlung lautete: Abschaffung des bisherigen Lizenzsystems, Einführung der sogenannten Miner’s Right – ein günstiges, langfristig gültiges Dokument für Goldsucher.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Politische Wirkung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorgänge in Ballarat beschleunigten politische Reformen. In mehreren Kolonien wurden Wahlrechte ausgeweitet. Parlamente mit gewählten Abgeordneten entstanden. Verwaltungsverfahren wurden angepasst. Die Regierung war gezwungen, stärker auf die Forderungen der Bevölkerung einzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Lalor wurde 1856 ins Parlament von Victoria gewählt. Er spielte später eine wichtige Rolle bei der Reform der Bergbaurechte. Die Erinnerung an Eureka blieb ambivalent. In offiziellen Darstellungen dominierte lange ein zurückhaltender Ton. In Gewerkschaftskreisen und regionalen Narrativen erhielt das Ereignis jedoch eine andere Bedeutung. Die Stockade wurde zum Symbol für Eigenständigkeit, Mitbestimmung und politische Mobilisierung.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="593" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_Rebellion_Prisoners_Released.jpg" alt="" class="wp-image-5157" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_Rebellion_Prisoners_Released.jpg 800w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_Rebellion_Prisoners_Released-300x222.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/11/Eureka_Rebellion_Prisoners_Released-768x569.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Feier nach dem Freispruch, Holzgravur 1887</figcaption></figure>
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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zum Weiterlesen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Links, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, führen auf die Seite von Amazon.de. Wenn Sie über diese Links bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clare Wright (2015): <a href="https://www.amazon.de/Forgotten-Rebels-Eureka-Clare-Wright/dp/1922147370?_encoding=UTF8&amp;dib_tag=se&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.FIwIwTPzwhY8xcXE36tdyIWduPgoEP9awkmCu-AxwTbSMrEhCWYVwm3m-yY-URGaRbT6fjvpv94fHzVPdRvpeQ8-yxoaPmPOtOeL6-IzXcMptWdeg5kyn3Va8Vf_8jifXtNRGjprSy5ebVXBLD5ROazcn-IcLBA0kwhuK10RjYwuuN2xPwQgzzxaKrVAvtKM.RlhuabHI7q60cHcSgKnOOLYCcNUHQuIA6mJA5B-iImU&amp;qid=1758978411&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=suedostasie01-21&amp;linkId=15f59b3102cac53616f07a0662859a6b&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl"><em>The Forgotten Rebels of Eureka</em> </a>.* </p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Bird&#8217;s-eye view of Ballarat, Victoria, Australia, 1858,  von George Rowe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles gemeinfrei.</p>
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