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	<title>Panorama Archive - Imperien und Inseln</title>
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	<description>Entdeckungsreise durch die Geschichte Asiens</description>
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	<title>Panorama Archive - Imperien und Inseln</title>
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		<title>Shanzhai: Die Kunst der Kopie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kuratierte Artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jul 2025 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange Jahre galt China im Westen als reine Plagiatfabrik. Auch wenn diese Einstellung durch die enormen technischen Sprünge der chinesischen Industrie verblasst ist, prägen unterschiedliche Grundhaltungen zum Thema &#8222;Kopieren&#8220; weiterhin &#8230; </p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Shanzhai-1.mp3"></audio></figure>



<p>
  Lange Jahre galt China im Westen als reine Plagiatfabrik. Auch wenn diese Einstellung durch die enormen technischen Sprünge der chinesischen Industrie verblasst ist, prägen unterschiedliche Grundhaltungen zum Thema &#8222;Kopieren&#8220; weiterhin die Beziehungen zwischen Ost und West. Bereits 2011 analysierte der südkoreanische Philosoph Byung-Chul Han in seinem Buch &#8222;Shanzhai: Deconstruction in Chinese&#8220; die tieferliegenden kulturellen Ursachen dieser Differenzen. Seine damals visionären Erkenntnisse erweisen sich heute als prophetisch:
  <strong>Shanzhai</strong> (山寨
  <a href="#" onclick="document.getElementById('audio-shanzhai').play(); return false;" title="Aussprache anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f50a.png" alt="🔊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a>)
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    <source src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/pronunciation_zh_shanyzhai.mp3" type="audio/mpeg">
  </audio>
  ist zu einem philosophischen Sprengsatz gegen die Fundamente westlichen Denkens geworden.
</p>



<h2 class="wp-block-heading">Historische Wurzeln der unterschiedlichen Auffassungen</h2>



<p>Im Mittelalter glichen sich die Vorstellungen von Europäern und Chinesen im Umgang mit Kunst: Das Werk stand im Vordergrund, der Künstler war nebensächlich. Wenn ein Fälscher ein Gemälde kunstvoll kopieren konnte, galt er selbst als Meister und nicht als Schwindler.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="198" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Possible_Self-Portrait_of_Leonardo_da_Vinci-198x300.jpg" alt="" class="wp-image-4102" style="width:198px;height:auto" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Possible_Self-Portrait_of_Leonardo_da_Vinci-198x300.jpg 198w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Possible_Self-Portrait_of_Leonardo_da_Vinci.jpg 256w" sizes="(max-width: 198px) 100vw, 198px" /><figcaption class="wp-element-caption">Da Vinci,  um 1513</figcaption></figure>
</div>


<p>Erst mit Beginn der Neuzeit änderte sich diese Einstellung in Europa. In seinem „Traktat von der Malerei&#8220; betont Leonardo da Vinci den besonderen Wert der Malerei in ihrer Unkopierbarkeit. Das Original bleibt einzigartig. Dies unterscheidet die Malerei von der Schreibkunst mit ihren Nachdrucken und von Skulpturen, die als Abgüsse vervielfältigt werden können. Im Gemälde zeigt sich das Genie des Malers. Leonardos Originalitätskult legte damit den Grundstein für ein westliches System urheberrechtlich verriegelter Ideen und der Heiligsprechung des „ersten Schöpfers&#8220;.</p>



<p>In China wurde diese gedankliche Wende nicht übernommen. Noch heute führt dieser kulturelle Unterschied zu einigen Schwierigkeiten. So erhielt das Hamburger Völkerkundemuseum 2007 für eine Ausstellung Terrakotta-Krieger als Kopie. Für die Chinesen waren die detailgetreu nachgebildeten Figuren den Originalen ebenbürtig. Der deutsche Museumsdirektor entschied jedoch, die Ausstellung zu schließen. Dieser Vorfall macht den Abgrund zwischen zwei Welten schmerzhaft sichtbar: Für die Deutschen ein Betrug, für die Chinesen eine Ehre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Shanzhai als kulturelle Praxis der Dekonstruktion</h2>



<p>Byung-Chul Han interpretiert Shanzhai jedoch als weit mehr als bloße Produktpiraterie. In seiner Analyse erkennt er darin eine genuine Form der Dekonstruktion, die fundamentale westliche Kategorien wie Original und Kopie, Authentizität und Simulation in Frage stellt. Shanzhai funktioniert nicht nach dem westlichen Prinzip der Repräsentation, bei dem die Kopie auf ein ursprüngliches Original verweist, sondern nach einem &#8222;rhizomatischen&#8220;<sup data-fn="68e19931-48e0-48ca-bf4d-7b1a9accca60" class="fn"><a id="68e19931-48e0-48ca-bf4d-7b1a9accca60-link" href="#68e19931-48e0-48ca-bf4d-7b1a9accca60">1</a></sup> Prinzip der Variation und Transformation.</p>



<p>
  Diese Praxis wurzelt tief in der chinesischen Kultur und Philosophie. Bereits in der konfuzianischen Bildungstradition galt das Kopieren und Nachahmen nicht als minderwertiger Akt, sondern als Weg zur Meisterschaft. Der Begriff <strong>Fang</strong> (仿
  <a href="#" onclick="document.getElementById('audio-fang').play(); return false;" title="Aussprache anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f50a.png" alt="🔊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a>)
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    <source src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/pronunciation_zh_fang.mp3" type="audio/mpeg">
  </audio>)
  bedeutet sowohl „nachahmen&#8220; als auch „schöpferisch variieren&#8220;. Diese Ambivalenz ist kein Widerspruch, sondern Ausdruck einer anderen Ontologie, die nicht zwischen Original und Kopie unterscheidet.
</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Logik der endlosen Variation</h2>



<p>
  Han beschreibt Shanzhai als eine Logik der endlosen Proliferation und Mutation. Anders als westliche Plagiate, die das Original zu ersetzen suchen, schaffen Shanzhai-Produkte neue Realitäten. Sie sind weder Original noch Fälschung im westlichen Sinne, sondern eigenständige Variationen in einem endlosen Spiel der Transformation. Wie unterirdische Wurzelgeflechte treibt Shanzhai Variationen hervor, die keinem „Ur-Original&#8220; verpflichtet sind. Diese Praxis entspricht dem taoistischen Prinzip des <strong>Wu Wei</strong> (無為
  <a href="#" onclick="document.getElementById('audio-wuwei').play(); return false;" title="Aussprache anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f50a.png" alt="🔊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></a>)
  <audio id="audio-wuwei" style="display:none;">
    <source src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/pronunciation_zh_wuwei.mp3" type="audio/mpeg">
  </audio>)
  – des kreativen Nicht-Handelns, das durch Nachahmung und Variation Neues entstehen lässt.
</p>



<p>Die westliche Hinwendung auf Authentizität und geistigen Eigentum erscheint aus dieser Perspektive als kulturelle Fixierung auf Identität und Ursprung. Shanzhai hingegen operiert in einem Raum der Differenz ohne Original, wo jede Kopie gleichzeitig eine neue Schöpfung ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirtschaftliche und kulturelle Dimensionen</h2>



<p>Ernster sind die Differenzen im wirtschaftlichen Bereich. Während westliche Konzerne sich durch Markenfälschungen um ihr geistiges Eigentum betrogen sehen, ist das Kopieren in China ein wichtiger Wirtschaftszweig. Unter dem Begriff „Shanzhai&#8220; werden diese Produkte zusammengefasst. Dabei handelt es sich nicht nur um 1-zu-1-Nachbildungen, sondern es fließt auch viel eigene Kreativität ein. Das zeigt sich schon bei der Namensgebung, die oft dadaistische Züge annimmt (Adidas wird z. B. zu Adidos oder Dasida). Auch technische Funktionen werden erweitert, etwa eine Falschgelderkennung beim Telefon. So existiert ein iPhone-Klon, der mit einem Android-System läuft und zusätzliche Funktionen bietet – eine Kreation, die weder Diebstahl noch bloße Kopie ist, sondern ein differenzgeborenes Geschwister.</p>



<p>Diese kreativen Variationen sind keine primitiven Nachahmungen, sondern Ausdruck einer alternativen Innovationslogik. Sie folgen nicht dem westlichen Modell des Durchbruchs und der Revolution, sondern einer evolutionären Logik der kontinuierlichen Verbesserung und Anpassung. Shanzhai-Produkte sind oft funktionaler und benutzerfreundlicher als ihre vermeintlichen Originale, weil sie direkt auf lokale Bedürfnisse und Präferenzen eingehen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="300" height="225" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-300x225.jpg" alt="" class="wp-image-3400" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-300x225.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-1024x768.jpg 1024w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-768x576.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-1536x1152.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-2048x1536.jpg 2048w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/SZ_深圳_Shenzhen_shop_小米紅米商店_Xiaomi_Redmi_Store_May_2024_R12S_09-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p>Ein Paradebeispiel für diese Logik ist Xiaomi: Das Unternehmen begann als Shanzhai-Hersteller und nutzte iterative Verbesserungen bestehender Designs, um durch kontinuierliche Anpassung und Optimierung schließlich zum weltgrößten Wearable-Anbieter aufzusteigen. Was als &#8222;Kopie&#8220; begann, wurde durch die Shanzhai-Logik der endlosen Variation zu einem eigenständigen Innovationsführer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die neue Front: Künstliche Intelligenz und digitale Transformation</h2>



<p>Heute wird Hans These durch die Technologie radikalisiert – und enthüllt dabei eine bemerkenswerte Ironie. Chinas KI-Modelle wie DeepSeek oder ERNIE nutzen eine westliche Code-Basis und transformieren sie durch Logikmodule zu  eigenständigen Schöpfer. Generative KI wird zum Shanzhai 2.0: Chinas Richtlinien legitimieren das Training mit urheberrechtlichem Material, solange es „transformativ neu erschaffen&#8220; wird.</p>



<p>Doch die eigentliche Überraschung liegt woanders: Westliche KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Midjourney haben schon zuvor ihre eigenen Copyright-Barrieren durchbrochen. Sie trainieren mit Millionen urheberrechtlich geschützter Texte, Bilder und Werke – ohne explizite Erlaubnis der Urheber. Was jahrzehntelang als chinesische „Piraterie&#8220; gebrandmarkt wurde, praktizieren Firmen im Westen nun in industriellem Maßstab, nur unter dem Banner der „technologischen Innovation&#8220;. Der Unterschied liegt vor allem in der Rhetorik: Wo China offen das Kopieren als kulturelle Praxis zelebriert, verschleiert diese Unternehmen dasselbe Vorgehen hinter Begriffen wie „Training Data&#8220; und „Fair Use&#8220;.</p>



<p>Während Europa mit neuen Gesetzen nachträglich Copyright-Zäune höher zu ziehen versucht, entstehen paradoxerweise in Shenzhen Open-Innovation-Hubs, die Shanzhai transparent legalisieren. Ihr Credo: „Wir kopieren nicht, um zu stehlen – wir dekonstruieren, um Neues zu gebären.&#8220; </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="225" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Xu_Zhens_Eternity_Buddha_in_Nirvana_National_Gallery_of_Victoria_Australia-225x300.jpg" alt="" class="wp-image-3399" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Xu_Zhens_Eternity_Buddha_in_Nirvana_National_Gallery_of_Victoria_Australia-225x300.jpg 225w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Xu_Zhens_Eternity_Buddha_in_Nirvana_National_Gallery_of_Victoria_Australia-768x1024.jpg 768w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Xu_Zhens_Eternity_Buddha_in_Nirvana_National_Gallery_of_Victoria_Australia-1152x1536.jpg 1152w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Xu_Zhens_Eternity_Buddha_in_Nirvana_National_Gallery_of_Victoria_Australia-1536x2048.jpg 1536w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Xu_Zhens_Eternity_Buddha_in_Nirvana_National_Gallery_of_Victoria_Australia-scaled.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eternity Buddha von Xu Zhen</figcaption></figure>
</div>


<p>Künstler wie Xu Zhen, der in seinen Arbeiten westliche und östliche Skulpturenmotive zu hybriden Formen kombiniert, unterlaufen gezielt den westlichen Kult des Originals. In seiner Serie Eternity verschmelzen etwa buddhistische Bodhisattvas mit griechischen Marmorfiguren; nicht als Parodie, sondern als ästhetische Dekonstruktion musealer Kategorien. Statt nach Ursprüngen zu fragen, inszeniert Xu eine Logik der Gleichzeitigkeit, Variation und Verschiebung. Seine Arbeiten lassen sich als künstlerisches Echo der Shanzhai-Logik lesen: Sie negieren das Original nicht, aber sie entziehen ihm die Hoheit über Bedeutung. In dieser Perspektive wird kulturelle Schöpfung nicht durch Authentizität legitimiert, sondern durch den produktiven Umgang mit vorhandenen Formen.  Diese Haltung steht dem daoistischen Prinzip des Wu Wei näher als westlichen Originalitätsidealen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderung westlicher Kategorien</h2>



<p>Hans Analyse zeigt, dass Shanzhai nicht einfach als Mangel an Kreativität oder Respektlosigkeit gegenüber geistigem Eigentum abgetan werden kann. Es repräsentiert eine alternative Epistemologie und Ästhetik, die westliche Konzepte von Autorschaft, Originalität und intellektuellem Besitz grundlegend herausfordert. In einer globalisierten Welt, in der kulturelle Grenzen zunehmend verschwimmen, könnte Shanzhai als Modell für eine post-originäre Kreativität fungieren.</p>



<p>Die Konfrontation zwischen westlichem Copyright-Denken und chinesischer Shanzhai-Praxis ist daher mehr als ein Handelskonflikt. Sie ist ein Zusammenprall unterschiedlicher Weltanschauungen über die Natur von Kreativität, Eigentum und kultureller Produktion. Han sieht in dieser Spannung das Potenzial für neue Formen des Denkens und Schaffens jenseits der westlichen Dichotomien von Original und Kopie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf dem Weg zu einer post-originären Welt</h2>



<p>Die Spannung zwischen beiden Systemen ist produktiv geworden. Shanzhai zwingt den Westen zur fundamentalen Frage: Ist unser Fetisch der Authentizität vielleicht nur eine historische Episode? Könnten kollaborative Modelle der Kreativität des 21. Jahrhunderts besser dienen? Hans Vision einer „post-originären Kultur&#8220; materialisiert sich bereits dort, wo Grenzen verschwimmen: in hybriden Technologien, die durch Nachahmung überholen, in Museen, die Shanzhai-Design als Kunst zeigen, in Innovationen, deren Nachbau Leben verbessert.</p>



<p>Die eigentliche Revolution liegt nicht im Kopieren selbst, sondern in der Befreiung vom Dogma, dass Kreativität nur aus dem Nichts geboren werden kann. In einer Welt, die zunehmend von Remix, Transformation und kollaborativer Schöpfung geprägt ist, könnte das chinesische Verständnis von kreativer Variation wegweisend werden für eine neue Form des Denkens und Schaffens.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="445" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/OriginalAdibos.jpg" alt="" class="wp-image-3402" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/OriginalAdibos.jpg 800w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/OriginalAdibos-300x167.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/OriginalAdibos-768x427.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h2>



<p>Han, B.: <em>Shanzhai: Deconstruction in Chinese</em>. MIT Press, 2015.</p>



<p>Exhibition Catalog:&nbsp;<em>Shanzhai: Artistic Remix in Digital Age</em>&nbsp;(V&amp;A Publishing, 2023)</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h2>



<p>Xu Zhen, Eternity Buddha: Wikimedia Commons, Jane Shepherd.</p>



<p>Adibos-Schuh: Wikimedia Commons, WA1TF0R.</p>



<p>Alle anderen Bilder gemeinfrei oder eigene Aufnahmen.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="68e19931-48e0-48ca-bf4d-7b1a9accca60">„Rhizomatisch“ bezeichnet ein Denken in Verzweigungen und Vielheiten statt in hierarchischen Ordnungen oder linearen Ursprüngen. Der Begriff stammt von Gilles Deleuze und Félix Guattari und beschreibt Strukturen, in denen Elemente ohne festes Zentrum miteinander verbunden sind, wie ein Wurzelgeflecht, das ständig neue Verbindungen bildet. <a href="#68e19931-48e0-48ca-bf4d-7b1a9accca60-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p></p>
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		<title>Ein Schaf im Wolfspelz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 12:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir befinden uns in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ganz China ist von den Japanern besetzt. Ganz China? Nein, eine von unbeugsamen Chinesen bevölkerte Kampfkunstschule hört nicht auf, dem &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.imperien-und-inseln.de/panorama/ein-schaf-im-wolfspelz/">Ein Schaf im Wolfspelz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.imperien-und-inseln.de">Imperien und Inseln</a>.</p>
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<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/fist_of_legend.mp3"></audio></figure>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Bruce_Lee_1973_cropped-240x300.jpg" alt="" class="wp-image-3624" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Bruce_Lee_1973_cropped-240x300.jpg 240w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/06/Bruce_Lee_1973_cropped.jpg 380w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bruce Lee in &#8222;Fist of Fury&#8220;, 1972</figcaption></figure>
</div>


<p>Wir befinden uns in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ganz China ist von den Japanern besetzt. Ganz China? Nein, eine von unbeugsamen Chinesen bevölkerte Kampfkunstschule hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.</p>



<p>„Fist of Legend“ ist ein Remake von Bruce Lees “Fist of Fury” und verbindet die für viele Kampfsportfilme typische Epik jener Jahre mit einer etwas komplexeren Handlung. Die Rolle des Protagonisten in der Neuauflage übernahm Jet Li, der auch als Produzent fungierte. Sogar für Lis Verhältnisse spart der Film nicht mit wuchtigen Kampfszenen, leistet sich aber auch eine differenziertere Weltsicht. Bierernst nehmen sollte man den Genreklassiker von 1994 natürlich trotzdem nicht, meint Frank Schlage, der Autor unseres Gastbeitrags.</p>



<p>Li spielt Chen Zen. den Meisterschüler der Kampfsportschule Jingwu-Mun. Während seines technischen Studiums an der Universität Kyoto erfährt Chen vom Tod seines Adoptivvaters Huo. Der Meister der Kampfsportschule ist während eines Herausforderungskampfes mit dem Meister einer anderen Schule getötet worden. Chen kehrt nach China zurück. Sein Misstrauen erweist sich als gerechtfertigt, als er durch die Obduktion der Leiche einer politischen Intrige auf die Spur kommt. Huo ist vor dem Kampf vergiftet worden. Drahtzieher der Intrige ist Fujita, General der japanischen Besatzer. Huos Tod sollte der Niedergang der regimefeindlichem Kampfsportschule einleiten.</p>


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<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="220" height="300" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Jet_Li_2006-220x300.jpg" alt="" class="wp-image-3630" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Jet_Li_2006-220x300.jpg 220w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Jet_Li_2006.jpg 396w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jet Li, 2006</figcaption></figure>
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<p>Um nicht weiter ins Visier unangenehmer Nachforschungen zu geraten, tötet Fujita Huos Herausforderer Akuluwaga und lenkt den Verdacht auf Chen. Doch in dem anschließenden Schauprozess gibt seine japanische Freundin Mitsuku Chen ein Alibi. Ihr öffentliches Bekenntnis zu ihm rettet ihn, stellt ihn aber vor die Wahl zwischen seiner Schule und ihr. In einem Kampf um die Führung der Schule besiegt er seinen Halbruder Ting, den leiblichen Sohn Huos. Doch sein Ruf ist durch die Verbindung mit einer Japanerin ruiniert. Er zieht er es vor, Jingwu-Mun zusammen mit Mitsuku zu verlassen.</p>



<p>Ting aber stürzt nach seiner Niederlage aber in eine Depression. Deswegen bleibt die Führung der Schule nach Chens Verzicht unklar. Diese Situation versucht Fujita zu nutzen. Er lässt eine fingierte Herausforderung für den Meister überbringen. Für den Kampf möchte er Funakoshi instrumentalisieren, Meister der japanischen Black Dragon Kampfsportschule. Funakoshi durchschaut die politischen Motive Fujitas und exponiert sich dazu, den Kampf abzulehnen.&nbsp; Dennoch besucht er Chen in seiner Bleibe außerhalb der Stadt und kämpft mit ihm. Der Kampf endet in einem Unentschieden.</p>



<p>Währenddessen hat die immer noch im Raum stehende Herausforderung Ting wieder zur Besinnung gebracht. Er versöhnt sich mit&nbsp;Chen Zen. Gemeinsam nehmen sie den Herausforderungskampf an. Man rate, wer sie dort erwartet.</p>



<p>„Fist Of Legend“ variiert im historischen Gewand ein beliebtes Thema asiatischer Filme: das Verblassen der traditionellen Ideale im Angesicht einer neuen, zynischen Zeit. Inszenierte in „The Killer” John Woo die Rückzugsgefechte seiner melancholischen Helden, die fühlen, daß sie bereits Anachronismen sind, konstruieren in „Fist Of Legend“ die Gegenspieler Fujita und Chen Zen die modernen politischen Subjekte. Na ja, sie würden politische Subjekte konstruieren, wenn „Fist Of Legend“ nicht doch ein durch und durch kommerzieller Film wäre. Die Protagonisten werden aber durchaus positioniert. Ihre Weltanschauung spiegelt sich besonders in ihrer Art zu kämpfen wider. Akuluwaga und Ting repräsentieren den Glauben an eine überholte Tradition, die Fujita und Chen bereits reformuliert und erneuert, man könnte sagen: säkularisiert haben. Funakoshi nimmt eine Außenseiterposition ein.</p>



<p>Fujita ist ein brutaler und machtbesessener Zyniker. Nach seiner Auffassung sollte, muß ein Samurai mit allen Mitteln die Interessen seines Herrn durchsetzen. Er schreckt auch vor Intrigen und Mordanschlägen nicht zurück. Sein Kampfstil ist im Sinne seiner militärischen Ideologie auf Kraft und Stärke ausgerichtet. Seine Schlagkraft und Effizienz machen ihn zum besten Kämpfer Japans, zur „killing machine“. Chen Zen ist als Widerstandskämpfer gegen den japanischen (Kultur)Imperialismus der Tradition stärker verbunden, erweitert sie aber durch ein naturwissenschaftliches Studium in Japan. Seine analytischen Fähigkeiten verdankt er seiner Bereitschaft, vom stärkeren Gegner zu lernen und sich &#8211; im Gegensatz zu Ting &#8211; modernen Entwicklungen nicht zu verschließen. Sie lassen ihn die Leiche seines Meisters obduzieren und aus dem Befund die richtigen Rückschlüsse ziehen. Damit wird er schnell zu Fujitas stärkstem Gegner, bringt aber auch die eigenen Leute gegen sich auf. Dazu passt sein Kampfstil, der nicht nur klassische Figuren repetiert, sondern sie reflektiert und ständig verbessert. In diesem Sinne lotet er die Schwächen des Gegners aus und konzentriert alle Mittel darauf, seinen Kontrahenten zu besiegen. Es ist sein zielgerichtetes Verhalten, dass ihn variabler und mental beweglicher sein lässt als die anderen Kämpfer.</p>


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<figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="210" src="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Yuen_Woo_Ping-300x210.jpg" alt="" class="wp-image-3671" srcset="https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Yuen_Woo_Ping-300x210.jpg 300w, https://www.imperien-und-inseln.de/wp-content/uploads/2025/07/Yuen_Woo_Ping.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Yuen Woo-Ping</figcaption></figure>
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<p>Die stilistischen Unterschiede zwischen den Kämpfern sind in den schnellen, harten, wirklich spektakulären Kampfszenen auch für Laien&nbsp;mühelos erkennbar. Die Choreographie übernahm Yuen Woo-Ping, der später auch für „Tiger and Dragon“ und „Matrix“ verantwortlich zeichnete. Auch die etwas komplexere Handlung hebt „Fist of Legend“ über den Durchschnitt normaler Kampfsportfilme. Und hier und da wird der Film sogar überraschend selbstbezüglich. Nach dem Duell mit Funakoshi wird Chen Zens naiver Glaube an Siege durch Überlegenheit im persönlichen Kampf widerlegt, als Funakoshi, der ebenbürtige Kämpfer kommentiert: „Wenn Du einen Menschen töten (i.e. einen Kampf gewinnen) willst, dann nimm am besten eine Pistole“. Was nichts anderes heisst, als das die technische Entwicklung die Samurai ihrer Bedeutung beraubt hat. Chen Zens Siege ändern nichts, sie führen keine höhere Gerechtigkeit herbei. An der militärischen Überlegenheit der japanischen Infrastruktur ist nicht zu rütteln.</p>



<p>Junge Menschen, die diesen Film gesehen haben, wissen also: Politische Entscheidungen fallen in modernen Gesellschaften nicht mehr in einem persönlichen Kampf. Fujitas Intrige basierte auf dem kulturellen Wissen, dass ein siegreicher Herausforderer (in einem offiziellen Herausforderungskampf) die Kampfsportschule seines unterlegenen Kontrahenten übernimmt in Verbindung mit seiner Fähigkeit, einen mörderischen Giftanschlag zielgenau zu organisieren. Zöge ein Zuschauer dennoch die Konsequenz, sich eine Waffe zu besorgen und wild durch die Gegend zu ballern, würde er gewalttätig, dann hätte er den Film nicht verstanden. Dann gälte es, die vermutlich komplexen Ursachen zu ergründen. Vielleicht ist die Gewalt eine direkte Reaktion auf ein gewalttätiges Umfeld oder spiegelt es? Ist der junge Mann &#8211; es sind immer junge Männer &#8211; isoliert oder einsam? Hat er zu wenig geistesgeschichtliche Bildung verinnerlicht? (Dann verdient er Haue!) Ist es &#8211; es ist mit Sicherheit! &#8211; ein Bündel von Gründen&#8230;?</p>



<p>Ach, lassen wir den jungen Menschen doch ihre Filme, ihre Musik und ihre Computerspiele, solange wir sie sonst nicht alleine lassen! Sie lernen die Welt der subtileren Gemeinheiten, die es nun mal auch gibt, als Erwachsene noch früh genug kennen. Doch, tun sie.&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=oeQ4HWhPEdA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Versprochen.</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



<p>Der Artikel ist im März 2023 zuerst in <a href="https://soziale-fragen.blogspot.com/">Franks Blog</a> &#8222;Soziale Fragen&#8220; erschienen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildnachweis</h3>



<p>Titel: Shanghai, The Bund, 1930er, public domain.</p>



<p>Yuen Woo-Ping: Wikimedia Commons, Photo Credit: Debbie Cerda.</p>



<p>Alle weiteren public domain.</p>



<p></p>
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		<title>Bagan im Fokus der Kamera</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 05:59:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Format möchte ich anhand von meinen Bildern interessante historische Orte vorstellen. Das bedeutet, dass wir nicht nur durch die Landschaft, sondern auch durch verschiedene Themenfelder schweifen. Die Fotoserie &#8230; </p>
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<p>In diesem Format möchte ich anhand von meinen Bildern interessante historische Orte vorstellen. Das bedeutet, dass wir nicht nur durch die Landschaft, sondern auch durch verschiedene Themenfelder schweifen. </p>



<p>Die Fotoserie ist aus dem Jahr 2012. In dieser Zeit schien sich die politische Situation in Myanmar zu entspannen und ein baldiger Ansturm von kulturell interessierten Touristen wurde erwartet &#8211; doch einige Jahre später durchzog das Land ein erneuter, autoritärer Schub und so bleibt das Land &#8211; vorerst &#8211;  im Westen wenig beachtet.</p>



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<h6 class="wp-block-heading has-text-align-center">Zeitstrahl</h6>



<h5 class="wp-block-heading">Bildernachweis</h5>



<p>Alles eigene Aufnahmen oder gemeinfrei</p>



<p></p>
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